Nachrichten aus dem Jahr 2006

Nachrichten aus den Jahren 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009 und 2010.

 


 

Sondermarke zum Wehnerjahr

Freundeskreismitglied Michael Behrmann aus Hamburg hatte die Idee, zögerte keinen Augenblick und setzte sie um: Er hat aus Anlaß des 100. Geburtstags von Herbert Wehner eine Herbert-Wehner-Spendenmarke entworfen, hergestellt und gleich an das Bildungswerk nach Dresden geschickt. Es gibt die Marke in Rot (für 5 Euro) und Blau (für 10 Euro). Wer also der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung oder dem Freundeskreis die entsprechende Summe spendet und auf dem Überweisungsträger unter dem Verwendungszweck "Spende und Marke" einträgt, bekommt - solange der Vorrat reicht, die Reihenfolge des Eingangs zählt - nicht nur die übliche Spendenquittung, sondern auch Sondermarken (ungezähnt geschnitten, gummiert).

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"Herbert Wehner. Deutscher Jahrhundertpolitiker"

Festschrift zum Wehnerjahr erschienen

Dresden, 11. Juli 2006, Freundeskreistreffen im Staatsschauspiel. Ein unbekannter Gast macht den Vorschlag, ein bekannter Druckunternehmer und Landtagsabgeordneter der SPD erklärt: "Ich sponsere das", und der Geschäftsführer und zwei PraktikantInnen haben die Arbeit. Und dann ist es geworden, das 96seitige "Buch" mit den großen Reden und einigen kleineren Vorträgen zum Herbert-Wehner-Jahr 2006.

Herauszuheben sind natürlich die historisch-politisch beeindruckenden Beiträge von Helmut Schmidt, Hans-Jochen Vogel und Franz Müntefering. Aber auch die kürzeren Grußworte, Buchlesungen und Veranstaltungsmitschnitte sind lesenswert. Das erste eigene Buch der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung (ISBN-13: 978-3-939971-00-9) ist für 5 Euro das Stück zzgl. Versandkosten zu haben - siehe "Kleines Wehner-Antiquariat".

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Unterwegs mit "Herbert Wehner"

Impressionen von der Lesung in Dortmund (Fotos: Vera Dohmann)

In etwa 30 Veranstaltungen hat Christoph Meyer zwischen Mai und November 2006 seine Herbert-Wehner-Biographie vorgestellt. Die Buchlexsungen wurden vor Ort von Parteigliederungen, Bildungsträgern, Buchhandlungen, Bibliotheken und Volkshochschulen in Zusammenarbeit mit dem dtv-Verlag organisiert. Je nach regionaler Lage und lokaler Organisation bewegten sich die Teilnehmerzahlen zwischen fünf und über hundert, wobei - mit Ausnahme Dresdens - ein deutliches Ost-West-Gefäller spürbar war.

"Es waren zahlreiche sehr schöne Lesungen darunter", erinnert sich Meyer, "eine aber möchte ich hier besonders hervorheben: die letzte." In Dortmund kamen am 24. November über 70 Personen zu einer von den SPD-Ortsvereinen Lütgendortmund und Bövinghausen in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Köhler veranstalteten Lesung im Industriemuserum Zeche Zollern II. Vorbereitet wurde die Lesung von den Freundeskreismitgliedern Erika Kalkofen-Frahne und Wolfgang Frahne mit ihrer Familie. Dazu gehörte eine eigene kleine Ausstellung mit Fotos, Zeitungsausschnitten und Archivmaterialien, welche die besondere Beziehung von Herbert Wehner zu Lütgendortmund und zur Familie von Edith Dohmann, ebenfalls Mitglied im Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk, darstellte. So entstand ein sds rundes Bild, welches sich in einer umfassenden Presseberichterstattung vor und nach der Lesung niederschlug.

Die Lesungen wurden durchweg positiv aufgenommen; sie führten jeweils zu interessanten Diskussionen. Weiter Buchlesungen können auch 2007 in Absprache mit Autor und Verlag organisiert werden. Näheres hier.

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Klar und schnörkellos

Peter Struck überzeugte beim "Talk im Wehnerwerk"

Über 65 Gäste drängelten sich am 17. November 2006 im Herbert-Wehner-Bildungswerk in der Dresdner Neustadt. Marlies Volker (MdB) und Christoph Meyer moderierten wieder einmal einen Wehnerwerk-Talk, und der Ansturm lag sicherlich in der Person des Referenten begründet: Kein Geringerer als Peter Struck, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion und in diesem Amt schon zum zweiten Mal Nachfolger von Herbert Wehner, gab dem Dresdner Bildungswerk die Ehre.

Von einer Pflicht für Eltern, ihre Kinder in Kindergärten zu schicken bis zur Rolle der deutschen Soldaten am Hindukusch: Kein Thema der Innen- und Außenpolitik blieb unbehandelt. Dabei bezeichnete Struck die Große Koalition als Bündnis auf Zeit, machte klar, daß manche wünschenswerte politische Maßnahme in solchen Bündnissen nicht machbar ist, erklärte sich als Befürworter einer Kindergartenpflicht und führte die Probleme der US-amerikanischen Militärs im Mittleren Osten unter anderem auf deren aggressives Auftreten zurück, während die Bundeswehrsoldaten dort eher als Helfer angenommen würden. Klar und wie seinerzeit schon Herbert Wehner sprach der SPD-Fraktionsvorsitzende sich für ein Verbot der rechtsextremen NPD aus. Mit nüchterner Leidenschaft und klarem Augenmaß beantwortete Struck alle Fragen der Zuhörer und Moderatoren ohne Umschweife, ehrlich und direkt. Dieser Abend war Werbung für die Politik - und für die politische Bildung.

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Dresden-Besuche nehmen zu

Immer mehr Gäste im Wehnerwerk

Im Herbert-Wehner-Jahr 2006 konnte das Herbert-Wehner-Bildungswerk steigende Besucherzahlen von Dresden-Reisenden verzeichnen. Neben Studienreisenden anderer Bildungsträger machten vermehrt Touristen, ob Einzelreisende oder ganze Gruppen, im Wehnerwerk Station. Unter den Reisenden waren beispielsweise der SPD-Kreisverband Hamburg-Harburg mit 58 Personen, die ASF Homburg (Saar) oder der Heimatverein Bühren (Niedersachsen). Ein wichtiger Anziehungspunkt waren die Wechsel- und Dauerausstellung zu Herbert Wehner im Bildungswerk. Die Reisenden ließen sich über die Arbeit des Wehnerwerks, die politische Lage in Dresden und Sachsen sowie natürlich über Leben und Werk von Herbert Wehner informieren. Begegnungen und politisches Gespräch standen im Vordergrund.

"Natürlich kommen die Gäste, um das barocke Dresden, die Frauenkirche oder das Gläserne Gewölbe zu sehen. Aber gerade politisch interessierte Gäste aus Westdeutschland wollen auch das rote Dresden erleben. Und da haben wir mit Herbert Wehner und unserer politischen Bildungsarbeit eine Menge zu bieten", erklärt Christoph Meyer das zunehmende Interesse.

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk hat auf diese Entwicklung reagiert. Neben einzelnen Programmpunkten wie Autorenlesung, Wehner-Stadtführung, Vorträgen über die politische Lage und die Arbeit des Bildungswerkes können ganze Tage oder Dresden-Programme vereinbart werden. Wer mehr hierüber erfahren will, kann sich ein kleines Informationsfaltblatt bestellen, dessen Inhalt auch hier zu finden ist. [sowie hier einfügen Bild (P3020014.jpg) mit Unterschrift: Anziehungspunkt bei allen Dresden-Besuchen: Die Frauenkirche]

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Abschied von Beate Neuber

Nach über zweieinhalbjähriger Tätigkeit als Pressesprecherin und Öffentlichkeitsarbeiterin verläßt Beate Neuber das Herbert-Wehner-Bildungswerk zum Ende des Jahres 2006. Die Gründe sind finanzieller Natur. Die Stelle war aus Fördermitteln und Spenden für die Herbert-Wehner-Biographie bestritten worden, welche jetzt weggefallen sind. Christoph Meyer, Leiter des Bildungswerks, bedauert diesen Weggang: "Beate Neuber ist eine kompetente und geschätzte Mitarbeiterin. Wir werden Mühe haben, diesen Verlust in unserer Arbeit aufzuwiegen."

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Archiv erschlossen

Für die Erarbeitung der Herbert-Wehner-Biographie konnte Christoph Meyer nicht nur auf die Bücher der Wehner-Bibliothek zurückgreifen, sondern auch auf zahlreiche Dokumente aus dem Privatbesitz von Greta Wehner in Dresden. Dieses Material wurde in den Jahren 2004 bis 2005 gesichtet, verzeichnet und mit vorläufigen Archivsignaturen versehen. Es handelt sich vor allem um Terminkalender, Redemanuskripte, Interviews und Zeitungsausschnitte, Briefe, aber auch einige wichtige Archivalien. "Von besonderer Bedeutung", so Meyer, "sind die Akten zum Kontakt Herbert Wehners zu Erich Honecker über den Anwalt Wolfgang Vogel. Sie geben ein vollständiges Bild von Herbert Wehners Bemühungen um menschliche Erleichterungen im geteilten Deutschland nach 1966, und sie belegen eindeutig, daß Wehner die sozialdemokratischen Bundeskanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt jeweils zeitnah und umfassend über diesen Kontakt informiert hat." Mit Greta Wehner ist vereinbart, daß die Bestände des Archivs der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung für seriöse wissenschaftliche Forschung eingesehen werden können. Benutzungsordnung und -anträge gibt es hier.

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Bibliothek wieder in Arbeit

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk hatte im Sommer beschlossen, daß am Aufbau der Herbert-Wehner-Bibliothek weitergearbeitet werden soll. Damit wurde im Herbst 2006 begonnen. Seitdem ist Margarete Füßer wieder damit beschäftigt, die etwa 7.000 Bände, die sich großteils in Greta Wehners Wohnung befinden, zu verzeichnen. Zunächst - die Mittel sind begrenzt - an einem Tag pro Woche. "Damit", so Freundeskreis-Geschäftsführer Christoph Meyer, "machen wir zwar keine großen Sprünge, aber immerhin: Wir arbeiten wieder daran."

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Gemeinsam sind wir stark - aber wie?

Tagesseminar zur Vereinsgründung und -führung

Am 18. November 2006 von 10 bis 14 Uhr laden wir zu einer Veranstaltung zum Thema Vereinsgründung ein. Es geht um Fragen wie: Worauf sollten wir bei einer Vereinsgründung achten? Wo sollten wir die Gemeinnützigkeit beantragen? Was müssen wir bei der Finanzierung und bei der Einstellung von hauptamtlichen Mitarbeitern beachten? Welche Aufgaben sollten Vorstandsmitglieder übernehmen? Wie gewinne ich neue Vereinsmitglieder? Die Referenten Prof. Dr. Dorothea Hegele aus Leipzig und Thomas Müller, Geschäftsführer des Dresdner Stadtjugendrings beantworten gerne alle Fragen.

Die Teilnahmegebühr beträgt 5 Euro. Anmeldungen nehmen wir gerne telefonisch unter (0351) 8040220 oder per Mail unter info@wehnerwerk.de entgegen.

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Hanna Papanek liest aus ihrem erstmals auf der Frankfurter Buchmesse präsentierten Buch

Elly und Alexander - Revolution, Rotes Berlin, Flucht, Exil - Eine sozialistische Familiengeschichte

Als "Uradel der Arbeiterbewegung" bezeichnete die Historikerin Susanne Miller die Familie Papanek, denn in dieser Familie bildet sich ein halbes Jahrhundert deutscher und europäischer Geschichte ab: der Aufstieg der Arbeiterbewegung, die Revolutionen und Umstürze, Erster und Zweiter Weltkrieg, Weimarer Republik, Machtergreifung der Nationalsozialisten, der Untergang der österreichischen und tschechoslowakischen Demokratie, Emigration, Exil und die Shoah.

Im Zentrum des Buches stehen Hanna Papaneks Eltern Elly Kaiser und Alexander Stein, aber auch viele Personen der internationalen Arbeiterbewegung. Die Familie muss vor den national-sozialistischen Verfolgungen flehen, denen sie entkommen kann. Vielen ihrer politischen Freunde gelingt dies nicht. Hanna Papanek ordnet diese Schicksale zu einem eindrucksvollen Bild des Einstehens für politische Grundsätze in Zeiten von Unterdrückung und Verfolgung.

Termin:

Dienstag, 17. Oktober 2006 um 19 Uhr in das Herbert-Wehner-Bildungswerk (Kamenzer Str. 12, 01099 Dresden) ein. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei!

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2 Tage Dresden

Kommunalpolitische Bildung

Alle Interessierten sind sehr herzlich zur Herbst-Kommunalakademie am 13. und 14. Oktober 2006 in das Zentrum der Brück-Most-Stiftung nach Dresden eingeladen.

Themen und Referenten sind:

  • Rechtsextremismus: Welche Kommune hat das Geheimrezept gegen die braune Plage? - Petra Schickert, Kulturbüro Sachsen e.V. und einem Vertreter aus der Kommunalpolitik
  • Soziale Segregation und gesellschaftliche Klüfte: Was tun gegen zurückfallende Stadtteile? - Dr. Helga Gantz, Regional-, Verkehrs- und Umweltforschung GbR Dresden
  • Kreisreform: Großkreis, Kleinkreis, nichts von alle dem, sondern ...? - Stefan Brangs, MdL und innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Termin: Seminar Nr. 06054, 13. Oktober 2006 bis 14. Oktober 2006 in Brücke-Most-Zentrum Dresden.

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Tipps und Kniffe beim Reden und Argumentieren

Grundlagen der Rhetorik - Jetzt anmelden!

Vom 6. bis 8. Oktober 2006 laden wir herzlich zu einem Grundlagentraining Rhetorik nach Naunhof bei Leipzig ein. Bei diesem Einführungskurs geht es um grundlegende Argumentationstechniken beim Reden und Argumentieren.

Beim Seminar liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung und Ausformulierung von Stegreif-Reden, Überzeugungsreden sowie der Konzeption von Statements. Im Seminar sammeln die TeilnehmerInnen praktische Erfahrungen in der Organisation und Umsetzung einer eigenen Rede vor der Kamera, die anschließend gemeinsam in der Gruppe ausgewertet wird.

Wer teilnehmen möchte, sollte sich bis 22. September 2006 beim Herbert-Wehner-Bildungswerk unter 0351- 80 40 220 oder unter info@wehnerwerk.de anmelden.

Das Faltblatt zum Seminar können Sie hier herunterladen.

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"Rosenholzdatei" entlastet Herbert Wehner

Wehner-Biograph Meyer: "Was denn sonst?"

Der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung in Dresden liegen inzwischen die MfS-Aktenkopien aus der "Rosenholzdatei" zu Herbert Wehner vor. Christoph Meyer, Autor der vor kurzem erschienenen Biographie "Herbert Wehner", hat die Materialien geprüft. Sein Ergebnis: "Die Akten belegen erneut, daß Herbert Wehner nicht für die Stasi gearbeitet hat, sondern im Gegenteil die Stasi Wehner verfolgt und verleumdet hat. Was denn sonst?", fragt Meyer und fügt hinzu, daß die neu entdeckten Aktenkopien an der Aktualität der Erkenntnisse seiner Biographie nichts ändern: "Es handelt sich um zusammenfassende Berichte sogenannter 'Ermittlungen' gegen Wehner aus den sechziger Jahren. Diese nutzten SED und MfS zu mehreren Hetzkampagnen gegen den ihnen verhaßten Sozialdemokraten. Das Material kannte ich bereits. Es ist identisch mit Unterlagen, die ich im Rahmen der Auswertung der 'regulären' BStU-Akten für meine Biographie eingesehen habe." Daß Wehner in der MfS-Kartei als "IM-Vorgang mit Arbeitsakte" unter dem Decknamen "Wotan" geführt wurde, läßt Stiftungsvorstand Meyer kalt: "Das ist eine in der Sache unzutreffende formale Zuschreibung der Geheimdienstbürokratie. Damit hat Herbert Wehner nichts zu tun. Der Stasi kommt keinerlei Definitionshoheit zu."

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Demografischer Wandel und Stadtentwicklung

Herzliche Einladung zur 3. Bautzener Demografietagung

Der Rückgang der Bevölkerungszahl sowie die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft erfordern eine Neuorientierung städtebaulicher und infrastruktureller Maßnahmen. Im Rahmen der 3. Bautzener Demografietage widmet sich das Herbert-Wehner-Bildungswerk in Kooperation mit der SGK Sachsen den Auswirkungen des demografischen Wandels auf die künftige und aktuelle Stadtplanung in den Kommunen. Experten stellen Lösungsansätze vor, wie Stadtplanungskonzepte an die demografischen Veränderungen angepasst werden können.

Themen und Referenten sind:

  • "Flächen, Ressourcen, Energie: Zukunft der Städte 2020" - Clemens Deilmann, wiss. Direktor im Leibnitz-Institut für ökologische Raumentwicklung e. V.
  • "Stadttechnische Infrastruktur in schrumpfenden Städten" - Lars Marschke, Institut Stadtbauwesen und Straßenbau der TU Dresden
  • "Umbau der sozialen Infrastruktur in der schrumpfenden Stadt am Beispiel von Hoyerswerda" - Michael Köllner, Stadtverwaltung Hoyerswerda, Sachgebietsleiter Stadtplanung

Die Veranstaltung findet am Samstag, 23. September 2006, 10 Uhr im Holiday Inn Bautzen statt,die Teilnahmegebühr beträgt 8 Euro.

Das Faltblatt zum Seminar können Sie hier herunterladen.

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Die Sommerpause ist vorbei ...

Premiere - jetzt anmelden! Grenzwege grenzenlos - Politische Radtour an der Neiße vom 15. bis 17. September

Das deutsch-polnische Grenzgebiet entlang der Neiße ist ein landschaftliches Paradies mit weiten Flussauen und bezaubernden Ortschaften. Als neue Mitte Europas birgt die Region jedoch nicht nur politische wie wirtschaftliche Herausforderungen, sondern sieht sich auch mit vielfachen Problemen wie Arbeitslosigkeit und Abwanderung konfrontiert. Bei der politischen Radtour soll die Grenzregion an der Neiße zwischen Görlitz und Bad Muskau erkundet werden. Ziel ist es, sich mit der aktuellen Situation des Grenzgebietes zu beschäftigen und Zeuge des Zusammenwachsens der Regionen zu werden.

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Schmidt, Müntefering und Vogel würdigten Herbert Wehner zum 100. Geburtstag

"Herbert Wehner gehörte zu einer Handvoll wirkungsvoller Politiker des 20. Jahrhunderts" so würdigte Helmut Schmidt Herbert Wehner zum 100. Geburtstag in dessen Geburtsstadt Dresden. Wehner war mit Herz und Seele ein politischer Mensch, betonte Schmidt zum Festakt am 11. Juli 2006 im Kleinen Haus des Staatschauspiels Dresden, zu dem das Herbert-Wehner-Bildungswerk eingeladen hatte.

Schmidt, der als Bundeskanzler eng mit dem einstigen Bundestags-Fraktionsvorsitzenden Wehner zusammen gearbeitet hatte, beschrieb den Weggefährten vor allem als verlässlichen Partner. Er habe Wehner vertraut und dieses Vertrauen sei nicht enttäuscht worden.

Wörtlich sagte er:

"Wir sind weder enge persönliche Freunde gewesen, noch haben wir in allen Fragen des persönlichen Stils oder der Wortwahl miteinander übereingestimmt - aber darauf kam es doch gar nicht an! Es wäre eine irreale, ja absurde Vorstellung, an der Spitze eines Staates oder auch nur einer Partei müsse ein persönliches Freundschafts- oder gar Liebesverhältnis bestehen."

Stattdessen gehe es um Loyalität, Solidarität und gemeinsames Ziehen am gleichen Ende des Stranges, zum gleichen Ziel und Zweck, so Schmidt.

Der Saal des Kleinen Hauses bebte vor Beifall: Die über 400 Gäste erhoben sich, als der 87-jährige Schmidt seine Rede beendet hatte und von der Bühne stieg.

Herbert Wehner war und bliebe einer der großen in der Sozialdemokratie und in Deutschland, würdigte Vizekanzler Franz Münterfering in der Laudatio sein Vorbild.

"Der Mann brannte. Nicht lichterloh, schon gar nicht als Strohfeuer. Sondern sehr kompakt. Nachhaltig, sagt man heute wohl dazu. Manchmal war er ein Vulkan."

Die Biografie eines so großen Mannes könne man nicht an Ausschnitten messen. Die volle Lebensleistung, das ganze Leben, der Mensch und Politiker Herbert Wehner verdiene Respekt.

Ausdrücklich hob Müntefering hervor, dass Wehner immer ein waches Auge für die Bedeutung des Sozialen gehabt habe. Die Antriebskraft war es, Menschen zu helfen.

Greta Wehner, die langjährige Begleiterin und Witwe von Herbert Wehner war von den Reden sehr berührt und dankte allen, die gekommen waren. In Ihrem Schlusswort rief sie dazu auf, das Erbe Herbert Wehners zu wahren und seine Leistungen heute erfahrbar und nutzbar zu machen (den Aufruf des Stiftungsbeirats der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung zum 100. Geburtstag finden Sie hier).

Der ehemalige Bundesjustizminister Jürgen Schmude, der die Gedenkveranstaltung eröffnete, gab einen persönlichen Rückblick auf Herbert Wehner.

Der Festakt im Kleinen Haus war der Höhepunkte der Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Wehners in Dresden. Den Auftakt bildete um 10.30 Uhr im alten Landtag die SPD-Landtagsfraktion. Unter dem Titel "Herbert Wehner. Das ganze Leben zählt" berichtete Cornelius Weiss, der SPD-Fraktionsvorsitzende im Sächsischen Landtag, über seine Eindrücke beim Lesen der jüngst erschienenen Herbert-Wehner-Biografie. Anschließend diskutierte Hans-Jochen Vogel mit Autor Christoph Meyer und manchem Wegbegleiter Wehners über dessen Leben und das neu erschienene Buch. Den Ausklang des Geburtstages bildete in lockerer Runde das Grillfest im Garten des Bildungswerks.

Dokumentation

  • Rede von Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt
  • Rede von Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering
  • Schlußwort von Greta Wehner

Zur Bildergalerie geht es hier.

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Nach der Feier kommt Sommer, Sonne und eine Pause für das Wehnerwerk

Die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag von Herbert Wehner am 11. Juli 2006 sind vorüber. Einen Bericht zu den Veranstaltungen sowie die Reden von Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt, und Bundesminister für Arbeit und Soziales Franz Müntefering sowie eine Bildergalerie finden Sie unter Nachrichten.

Das Wehnerwerk macht vom 24. Juli bis 6. August Sommerpause. Danach sind wir wieder montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr telefonisch und in unserem Ladenlokal erreichbar.

Bis dahin wünschen wir eine gute Zeit.

Das Team vom Wehnerwerk

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Herbert Wehners Erbe verpflichtet

Aufruf des Beirats der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung vom 11. Juli 2006

Heute wäre der Dresdner Arbeitersohn Herbert Wehner 100 Jahre geworden. Aus diesem Anlaß ehren wir einen Mann, der zu den Begründern der parlamentarischen Demokratie in der Bundesrepublik gehört. Ihm ist es wesentlich zu verdanken, daß Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie einen mit tragenden und mit entscheidenden Anteil am Staats- und Gemeinwesen gewonnen haben. Er hat sich für Versöhnung und Völkerverständigung, für sozialen Ausgleich und Mitbestimmung stark gemacht. Mit seinem unermüdlichen, überzeugenden und erfolgreichen Eintreten für diese Ziele hat Herbert Wehner glaubwürdig die vollständige Abkehr von den politischen Irrwegen seiner jungen Jahre bezeugt und die bitteren Lehren aus seinen damaligen Erlebnissen gezogen. Folgerichtig setzte er sein politisches Gewicht dafür ein, Menschen zu helfen, besonders denjenigen, die unter den Folgen der Diktaturen in Deutschland zu leiden hatten. Sein Ziel war und blieb die deutsche Einheit.

Die Erfüllung dieses Wunschtraums hat er nicht mehr erleben können. Mit Greta Wehner wissen wir uns in der Überzeugung verbunden: Herbert Wehner wäre, hätte er es gekonnt, hierher, nach Dresden gegangen und hätte geholfen, die Demokratie in seiner sächsischen Heimat aufzubauen und zu sichern. Um hierbei zu helfen, ist Greta Wehner selbst vor zehn Jahren nach Sachsen gezogen und haben die sächsischen Sozialdemokraten das Herbert-Wehner-Bildungswerk gegründet. Sein Aufbau geht weiter, seine politische Bildungsarbeit wird gebraucht. Es bleibt eine dauernde Aufgabe, die Einheit Deutschlands zu vollenden und die Demokratie sozial zu gestalten. Die Demokratie braucht ein festes Fundament. In Sachsen stand die Wiege der deutschen Sozialdemokratie. Diese Tradition muß weiterleben. Hier zu helfen, ist ein Gebot der Solidarität.

Wir rufen dazu auf:

  • das Erbe Herbert Wehners zu wahren, seine Leistungen für uns Heutige erfahrbar und nutzbar zu machen,
  • eine Heimstatt für die demokratische politische Bildung in Sachsen zu schaffen, das Werk auszubauen und zu stärken und
  • in diesem Sinne im Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk mitzuwirken.

Auch dafür gilt der Leitspruch Herbert Wehners: "Helfen. Und arbeiten und nicht verzweifeln. Und auch die skeptischen Leute die Erfahrung erleben lassen, daß es mit Ehrlichkeit geht."

Die Mitglieder des Stiftungsbeirats: Dr. Jürgen Schmude, Peter Adler, Dr. Klaus Deubel, Constanze Krehl, Hanjo Lucassen, Franz Müntefering, Greta Wehner.

Hier geht's zum Herbert-Wehner-Freundeskreis.

Hier geht's zur Dokumentation der Feierstunden.

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Herbert Wehner wird 100

Helmut Schmidt, Franz Müntefering, Hans-Jochen Vogel in Dresden

Am 11. Juli 2006 feiern das Herbert-Wehner-Bildungswerk und die SPD-Landtagsfraktion den 100. Geburtstag von Herbert Wehner (1906-1990). Auf den Veranstaltungen zu Ehren des in Dresden geborenen großen Sozialdemokraten sprechen unter anderem Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt, Vizekanzler Franz Müntefering und der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel. Zahlreiche Gäste und Freunde von nah und fern werden erwartet.

Den Anfang macht um 10.30 Uhr im alten Landtag (Ständehaus, Schlossplatz) die SPD-Landtagsfraktion. Unter dem Titel "Herbert Wehner. Das ganze Leben zählt" berichtet Cornelius Weiss, der Fraktionsvorsitzende, über seine Eindrücke beim Lesen der jüngst erschienenen Herbert-Wehner-Biographie. Anschließend diskutiert Hans-Jochen Vogel mit Autor Christoph Meyer, dem Leiter des Herbert-Wehner-Bildungswerks, über das Buch.

Um 16 Uhr eröffnet der ehemalige Bundesjustizminister Jürgen Schmude die große Gedenkveranstaltung im Kleinen Haus des Staatsschauspiels (Dresden-Neustadt, Glacisstraße 28). Vizekanzler und Arbeits- und Sozialminister Franz Müntefering wird mit seiner Festrede "Demokratie und Sozialstaat. Erbe und Auftrag" wird den Festakt. Helmut Schmidt, als Bundeskanzler von 1974 bis 1982 ein besonders enger Weggefährte des legendären SPD-Fraktionsvorsitzenden aus Sachsen, gibt seinen persönlichen Rückblick auf Herbert Wehner. Greta Wehner, die langjährige Begleiterin und Witwe von Herbert Wehner, hält das Schlusswort.

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Neues Halbjahresprogramm erschienen

Mehr Bildung, mehr Wissen, mehr Kompetenz

Das Seminarprogramm für das zweite Halbjahr 2006 ist gerade erschienen. Auch dieses Mal finden Sie darin neben Bewährtem eine Reihe neuer Veranstaltungen und Seminare.

Besonders stolz sind wir, Ihnen exklusiv im Herbst unsere Reihe "Zwei Tage unterwegs in blühende Regionen" präsentieren zu können. Im September und Oktober können Sie bei sechs Studienfahrten nach Mitteldeutschland, Bautzen, Chemnitz, Leipzig, Dresden und Görlitz mehr über historische, politische und wirtschaftliche Hintergründe erfahren. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat für dieses nachhaltige Projekt gesonderte Projektmittel bereitgestellt.

Nachdem die beiden letzten Demografietagungen auf großen Zuspruch gestoßen sind, setzen wir die Reihe Bautzener Demografietage mit 3 Veranstaltungen fort. Im September geht es um neue Stadtplanungskonzepte, im Oktober und November stehen dann die Gesundheitspolitik sowie die Situation junger Frauen auf dem Programm. Eine große Anzahl kommunalpolitischer Veranstaltungen richtet sich nicht nur an Mandatsträger, sondern auch an alle, die sich für Politik in Städten und Gemeinden interessieren. Neben der Herbst-Kommunalakademie im Brücke/Most-Zentrum Dresden bietet das Bildungswerk eine Reihe Tages- und Abendveranstaltungen an. Auf dem Programm stehen u. a. aktuelle sicherheitspolitische Fragestellungen, neue Wege im Strafvollzug und der Bewährungshilfe sowie die Situation von Obdachlosen.

Bewährt haben sich die Rhetorikseminare mit neuem Profil. Im zweiten Halbjahr stehen zwei neue Angebote zur Auswahl: Mit "Weibliche Logik und Rhetorik" im Dezember ein Rhetoriktraining für Frauen und mit "Schlagfertig argumentieren" ein Training für Fortgeschrittene.

Bereits jetzt können Sie sich für die Seminare sowie Tages- und Studienfahrten anmelden. Näheres zu den Seminaren finden Sie unter Seminare.

Das komplette Programm können Sie hier herunterladen.

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Exklusiv im Herbst 2006

Zwei Tage unterwegs in blühende Regionen

Manch einer erkennt ostdeutsche Städte wie Leipzig, Chemnitz oder Görlitz kaum wieder: frisch sanierte Häuser und Straßenzüge, Einkaufszentren, Industrieansiedlungen und Erholungsmöglichkeiten. Vielerorts sind neue Wirtschaftsstrukturen entstanden und haben sich bedeutende Wissenschafts- und Industriestandorte entwickelt und ist die Lebensqualität gestiegen.

In unseren sechs 2-Tagestouren fragen wir in verschiedenen Städten in Sachsen und Sachsen-Anhalt nach historischen, politischen und wirtschaftlichen Hintergründen.

  • Bautzen, Studienfahrt ins Zentrum der Oberlausitz, von Leipzig und Dresden nach Bautzen, vom 1. bis 2. September 2006
  • Original Wolfen, Bitterfelder Land und Dessauer Bauhaus, Studienfahrt nach Mitteldeutschland, von Dresden und Leipzig nach Wolfen, Bitterfeld und Dessau, vom 8. und 9. September 2006
  • Die ehemalige Arbeiterstadt im Wandel, Studienfahrt nach Chemnitz, von Leipzig nach Chemnitz, vom 15. bis 16. September 2006
  • Leipzig am Puls der Zeit! Studienfahrt in die Wirtschafts- und Medienmetropole, von Bautzen und Dresden nach Leipzig, vom 6. bis 7. Oktober 2006
  • Dresden zwischen Tradition und Fortschritt, Studienfahrt in die sächsische Landeshauptstadt, von Leipzig nach Dresden, vom 13. bis 14. Oktober 2006
  • Brückenbau Europa - Görlitz, Vom Osten Deutschlands in die Mitte Europas, von Chemnitz und Dresden nach Görlitz, vom 20. bis 21. Oktober 2006

Der Teilnahmebeitrag pro Fahrt beträgt 59 Euro. Darin sind Unterkunft, Frühstück, Bustransfer Besichtigungen und Führungen enthalten.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.wehnerwerk.de oder erfahren Sie auf Nachfrage beim Bildungswerk Tel: 0351-8040220.

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Buntes Wehnerwerk

Offene Türen zur Bunten Republik Neustadt

Herzliche Einladung!

Das Wehnerwerk ist ein Teil der lebendigen Neustadt. Bunt ist auch das Programm, das in unserem Räumen auf die Gäste wartet. Am Samstag ist unsere Tür geöffnet, ein politisches Quiz für Kinder will gelöst werden, die Ausstellung lädt zum Betrachten ein, die (Rhetorikkurs)Kamera sammelt die Eindrücke der vorbeiziehenden Passanten. Politische und bunte Statements sind gefragt!

Wir freuen uns auf Sie!

Die Veranstaltung findet am Samstag, 17. Juni 2006, 14 bis 18 Uhr im Dresden, Kamenzer Straße 12, Herbert-Wehner-Bildungswerk statt.

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Eint der Fußball die Nation?

Ein Abend zu Patriotismus, Nationalstolz und dem runden Leder

Am Donnerstag, den 22. Juni 2006 um 19 Uhr dreht sich im Herbert-Wehner-Bildungswerk alles um den Fußball und die nationale Identität.

  • Wieso fasziniert der Fußball Millionen von Menschen?
  • Was hat der Kampf um das runde Leder mit nationaler Identität zu tun?

Diesen und anderen Fragen geht Ehrhardt Cremers, Doktor am Institut für Soziologie der TU Dresden in einem Vortrag nach.

Fußball live gibt es im Anschluss daran im Garten des Bildungswerks mit dem Vorrundenspiel Japan gegen Brasilien.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 22. Juni 2006, 19:00 Uhr in Dresden, Kamenzer Straße 12, Herbert-Wehner-Bildungswerk statt. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

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Keine direkte Zensur des Journalismus, dafür Schweigen, Unterwürfigkeit und geistige Sklaverei

Moskau-Korrespondent zur Situation der Presse in Russland

In Russland gäbe es keine direkte Zensur des Journalismus durch den Staat, das Prinzip Selbstzensur herrsche, so positionierte sich der Moskauer Korrespondent der "Sächsischen Zeitung" am 23. Mai 2006 im Herbert-Wehner-Bildungswerk in seinem Vortrag "Pressefreiheit in Russland". Er ging an dem Abend auf die Presselandschaft und Arbeitsbedingungen russischer und ausländischer Journalisten und die Bedeutung der Presse für die Russen selbst ein.

Kontrolliert würde die Presselandschaft in Russland wieder verstärkt durch den Staat. Nach einer kurzen Zeit der Demokratisierung unter Gorbatschow und Jelzin herrsche heute wieder "Schweigen, Unterwürfigkeit, Stagnation und geistige Sklaverei".

"Die Russen haben eine fatalistische Haltung zum Thema Pressefreiheit" - meinte Heyden in der anschließenden Diskussion. "Sie bewundern zwar den Westen für den zivilen Austausch." Selber hätten sie aber von den demokratischen Grundregeln nur das "Dekorative" übernommen. - so Heydens Fazit.

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Moderieren und Präsentieren lernen

Herzliche Einladung zur traditionellen Sommerschule des Wehnerwerks - Jetzt anmelden!

Vom 14. bis 19. August 2006 bietet das Herbert-Wehner-Bildungswerk in Königstein/Sächsische Schweiz eine Moderationsausbildung an. In dieser Woche geht es um grundlegende Moderations- und Präsentationstechniken für die Arbeit in Gruppen.

In der traditionellen Sommerschule des Wehnerwerks lernen die TeilnehmerInnen, wie man in Workshops, Tagungen und Klausuren effektive Ergebnisse erzielen kann. Es werden Grundlagen der Moderation (u. a. Zukunftswerkstatt, Open Space) geübt und in vielen praktischen Übungen erprobt.

Wer teilnehmen möchte, sollte sich jetzt beim Herbert-Wehner-Bildungswerk unter 0351- 80 40 220 oder unter info@wehnerwerk.de anmelden. Weitere Informationen zum Programm erhalten Sie hier.

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Bemerkenswerte Quellenpublikation erschienen

Friedemann Bedürftig: Die Leiden des jungen Wehner

Seit Herbst 2005 liegt ein einzigartiger Quellenfund als Buchpublikation vor: Unter dem Titel "Die Leiden des jungen Wehner" veröffentlicht der Parthas-Verlag eine Reihe von bisher unbekannten Briefen Herbert Wehners an einen Freund aus den zwanziger Jahren. Das reich illustrierte, großformatige Buch kostet 28 Euro (ISBN 3-86601-059-1). Weitere Informationen zu dem empfehlenswerten Band hier.

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Mit Greta Wehner in Berlin

Verkauf der Herbert-Wehner-Biographie startete auf SPD-Parteitag

Parteitag in Berlin: Greta Wehner gibt Interviews

Eine besondere Überraschung erwartete die Delegierten und Gäste des Sonderparteitags der SPD im Berliner Hotel "Estrel" am 14. Mai 2006. Die Biographie "Herbert Wehner" von Christoph Meyer (16 Euro, 579 Seiten, dtv-Verlag ISBN 3-424-24551-4) wurde am Rande dieses Großereignisses erstmals verkauft, und das noch vor dem offiziellen Erscheinungstermin im Juni. "Wenn es das Buch schon gibt, dann fahre ich hin", hatte die 81jährige Greta Wehner spontan entschieden, als sie davon hörte, daß die ersten Exemplare zum Parteitag schon da sein würden. Gemeinsam mit Autor und Bildungswerks-Geschäftsführer Christoph Meyer machte sie sich im alten gelben Wehner-Volvo auf den Weg in die Hauptstadt. Neben der Buchhandlung im Willy-Brandt-Haus schlug das Herbert-Wehner-Bildungswerk seine Zelte auf, und den ganzen Tag lang war Betrieb am Verkaufsstand. Greta Wehner und Christoph Meyer signierten fast alle verkauften Bücher, die meisten mit persönlicher Widmung. "Es war zeitweise sehr anstrengend", sagte Meyer, "aber es hat sich gelohnt." So gab es für die Delegierten geballte Geschichte aus erster Hand. Zahlreiche SPD-Genossinnen und Genossen bedankten sich bei Greta, wie sie in weiten Kreisen der Partei immer noch liebevoll-vertraut genannt wird: "Wir freuen uns so sehr, Dich hier zu sehen." Und das Buch? "Zum nachdenklichen Lesen" empfahl Greta Wehner den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten die gründliche Lektüre.

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"Hat Herbert Wehner uns heute noch etwas zu sagen?"

Interview mit Christoph Meyer in der Zeitschrift "spw"

In der nächsten Ausgabe der Zeitschrift "spw" erscheint ein Interview mit dem Autor der Herbert-Wehner-Biographie, Dr. Christoph Meyer, über das Buch. Meyer beantwortet die Fragen nach Wehners Lebenslauf, seinen Erkenntnissen beim Schreiben des Buches und nach der Bedeutung von Herbert Wehner für die deutsche Sozialdemokratie. Das Interview hier als PDF-Datei. Zur Zeitschrift "spw" hier.

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"Montags morgens war Andacht"

Helga Ziemann zu Herbert Wehners Organisationspolitik

Am 4. Mai 2006 war Helga Ziemann, langjährige frühere Mitarbeiterin des Parteivorstands, im Dresdner Herbert-Wehner-Bildungswerk zu Gast. Sie berichtete von ihren Erfahrungen als Zuarbeiterin für Herbert Wehner, stellvertretender SPD-Vorsitzender von 1958 bis 1973 und in dieser Zeit leitend zuständig für alle Fragen der Parteiorganisation. Die eindrucksvolle Veranstaltung wurde moderiert von Christoph Meyer, Leiter des Bildungswerks und Autor der umfassenden Wehner-Biographie, welche in diesen Tagen im dtv-Verlag erscheint.

Helga Ziemann räumte auf mit gängigen Klischees, in denen Herbert Wehner als autoritärer Patriarch geschildert wird, der versucht habe, die SPD zur Kaderpartei zu machen. Im Gegenteil: "Politische Inhalte sind wichtiger als organisatorische Schritte", so zitierte sie Wehner, und: "Am wichtigsten ist es, das parteiinterne Leben zu aktivieren und so attraktiv wie möglich zu gestalten, daß die Mitglieder eine politische Heimat finden. Es kommt darauf an, das Wir-Gefühl zu stärken, denn Zusammenhalt und Solidarität machen stark - auch wenn einem zeitweilig der politische Wind ins Gesicht bläst."

Herbert Wehner nahm die hauptamtlichen Mitarbeiter sehr ernst. Das galt auch für die Parteizentrale. Einmal wöchentlich versammelte Wehner die Kolleginnen und Kollegen zu intensiven Gesprächen, die auch "Andacht" genannt wurden. Besonders wichtig waren für Wehner die Parteisekretäre, die Geschäftsführer der Partei in den Bezirken und Unterbezirken. Er hörte ihnen zu und diskutierte mit ihnen, er nahm sie ernst und sah sie nicht nur als Verwalter und Projektmanager. Dabei konnte es auch heftig zugehen. "Wichtig war aber", so Helga Ziemann, "daß die Geschäftsführer ernst genommen wurden von der Parteiführung."

Das lesenswerte Referat von Helga Ziemann mit zahlreichen Zitaten Herbert Wehners zur Organisationspolitik dokumentieren wir hier.

Christoph Meyer

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Russland im Mai

Herzliche Einladung zu zwei Abendveranstaltungen zur Pressefreiheit und zu Putins Kremlpolitik

Ist die Presse wirklich frei? - Die aktuelle Situation in Russland

Die Presserechts-Vereinigung "Reporter ohne Grenzen" hat Wladimir Putin zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai 2006 unter die "37 größten Feinde der Pressefreiheit" eingereiht.

Gegenüber kritischen Journalisten war der russische Staatsapparat noch nie großzügig. Im Laufe der Zeit wurden die wenigen unabhängigen Fernsehsender oder Zeitungen planmäßig vom Kreml unter Kontrolle gebracht. Zensur ist die bittere Realität in Russland.

Aus aktuellem Anlass wird der Journalist Ulrich Heyden, Korrespondent der "Sächsischen Zeitung" in Moskau über die Situation der Presse in Russland berichten.

Termin: Dienstag: 23. Mai 2006 um 19 Uhr

Ort: Herbert-Wehner-Bildungswerk, Kamenzer Str. 12, 01097 Dresden

Gedanken über Russland - Die Präsidentschaftswahl 2008

Der Journalist (u. a. Russland-Experte bei der Deutschen Welle) und Autor des Buches "Russland hat Zukunft" Andrey Gurkov wird zur Energie- und Wirtschaftspolitik Putins sprechen: Themen sind:

  • Russlands Positionierung als Energiegroßmacht: Pragmatismus oder ewige Sehnsucht nach weltweiter Dominanz?
  • Der Gaskonflikt mit der Ukraine und der Bau der Ostseepipline: Sicherung der Energieversorgung oder Streben nach Monopolstellung?
  • Die neuerliche Verstaatlichung der Großindustrie: Ideologie oder verdeckte Umverteilung von Eigentum?
  • Der Kreml und die Präsidentenwahlen 2008: Konvertierung politischer Macht in wirtschaftliche Spitzenpositionen?

Termin Dienstag, 30. Mai 2006, 19.00 Uhr

Ort: In der Moritzbastei (mb), Universitätsstraße 9, Leipzig

In Kooperation mit dialog e.V. Leipzig

Die Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt ist frei.

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Bautzen aus einer ganz anderen Sicht

Der Frühling ist da und mit ihm auch ein besonderes Angebot des Herbert-Wehner-Bildungswerks im Mai. Wir laden Sie herzlich zu einem Wochenende in und um Bautzen vom 12. bis 14. Mai 2006 ein.

Was macht eine Stadt, deren Einwohnerzahl sinkt und deren Häuser leer stehen? Welche Bedeutung haben sorbische und jüdische Traditionen in Bautzen? Wie lebt Bautzen mit dem Schatten seiner DDR-Vergangenheit, dem "Stasi-Knast" und seiner Geschichte? - Diesen Fragen gehen wir unter anderen auch mit dem Fahrrad nach.

Das Seminare ist leider ausgefallen.

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Von wegen Kommunalpolitik ist langweilig ...

Herzliche Einladung zur Frühjahrs-Kommunalakademie

Wer sich in der Kommunalpolitik engagiert, ist mit einem Spektrum an Themen und Fragen konfrontiert. Neben der Sicherheit sind die Integrationspolitik, die Jugendhilfe sowie die Familienpolitik wichtige Handlungsfelder. In dieser Frühjahrs-Kommunalakademie stehen kompetente Gesprächspartner aus Politik und Gesellschaft zu diesen Themenbereichen Rede und Antwort.

Themen und Referenten sind u. a.:

  • Aktion oder Prävention - Sicherheit in den Kommunen? - Rolf Müller, Polizeidirektion Leipzig und ein Vertreter der Initiative "Leipziger Kamera"
  • Multikulturell oder Integration? - Nabil Yacoub, Ausländerrat Dresden
  • Jugendhilfe als gesamt¬gesellschaftliche Verantwortung? - Ullrich Seipelt, Mobile Jugendarbeit Dresden
  • Familienpolitik mit Zukunft? - Martin Dulig, Jugend- und bildungspolitischer Sprecher, MdL)
  • Der Umbau der Städte - Von der Notwendigkeit zur Vision - N.N.

Termin: Seminar Nr. 06053, 28. April 2006 bis 30. April 2006 in Dresden, Brücke-Most-Zentrum.

Die Teilnahmegebühr beträgt EUR 30,00 und für FK-Mitglieder EUR 15,00.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier oder es auf Anfrage beim Herbert-Wehner-Bildungswerk unter Tel.: 0351-8040220.

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Herbert Wehner und seine sächsische Heimat

Bildvortrag von Christoph Meyer

Der Dresdner Arbeitersohn Herbert Wehner machte viele Umwege, bis er 1946 die Sozialdemokratie als seine politische Heimat gefunden hatte. Zunächst in der sozialdemokratischen Arbeiterjugend, wechselte Wehner 1924 zu den Anarchisten, 1927 zur KPD, machte dort Karriere, wurde 1937 in die Moskauer "Säuberungen" verstrickt, konnte nach Schweden emigrieren, wurde von den Kommunisten ausgeschlossen und verleumdet und dachte in seiner schwedischen Haftzeit gründlich um. Dieser Vortrag erzählt die Geschichte der jungen Jahre von Wehner, der am 11. Juli 2006 100 Jahre geworden wäre.

Der Vortrag findet am Donnerstag, 6. April 2006 um 19 Uhr im Herbert-Wehner-Bildungswerk Kamenzer Str. 12, Dresden-Neustadt statt.

Weitere Informationen und Anmeldung bitte beim Herbert-Wehner-Bildungswerk unter Tel: 0351-8040220 erfragen.

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Viele Kerne bilden durch Zellteilung

Infas-Gründer Klaus Liepelt sprach im Wehnerwerk

Am 23. März 2006 war Klaus Liepelt, der 1959 das Meinungsforschungsinstitut infas (Bad Godesberg) gegründet hat, im Dresdner Herbert-Wehner-Bildungswerk zu Gast. Er berichtete von seinen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Herbert Wehner, der sich als stellvertretender Parteivorsitzender und Organisationschef der SPD ab 1958 und insbesondere in den sechziger Jahren die professionelle und moderne Politikberatung der Meinungsforscher zunutze machte.

Das Gespräch landete schnell mitten in der Gegenwart. Heutige Schwächen der Parteiorganisation der SPD wurden zum Thema. "Wie wäre das denn in Sachsen, wenn Wehner noch da wäre?", fragte ein Teilnehmer. "Ich denke, Herbert wäre andauernd draußen im Land gewesen und hätte mit den Mitgliedern diskutiert und sie befähigt, draußen zu diskutieren. Das macht heute - und schon lange - keiner mehr", antwortete Greta Wehner. "Herbert war bei ihnen, er hörte, er schnupperte, er hörte zu."

Sehr skeptisch äußerte sich Klaus Liepelt über den vermehrt zu beobachtenden Trend, zu fusionieren, Ortsvereine, Bezirke, Geschäftsstellen zusammenzulegen. Wehners Ansatz war, so Liepelt, in jeden Bundestagswahlkreis gehöre ein Geschäftsführer. "Wenn ein Ortsverein mehr als 100 Mitglieder hat, dann soll er sich zweiteilen, nach dem Prinzip der Zellteilung." Kleine Kerne schüfen sich wieder ein neues Umfeld, so Liepelt. Darum sei es ganz wichtig, in den kleinen Strukturen vor Ort zu arbeiten, sich stets den Bürgerinnen und Bürgern zum Gespräch zu stellen, bei Wahlen zu kandidieren, Menschen anzusprechen und zu gewinnen.

Liepelt ist allerdings nicht für eine entkernte Politik um der Wahlerfolge und des Machterhalts willen. "Wir müssen uns um die Leute kümmern, die zu kurz kommen", sagte er. Daß es eine ungerechte und ungleiche Verteilung von Chancen, von Vermögen, von Macht gibt, darum müsse die SPD sich kümmern. Und eine wichtige Voraussetzung, Verbesserungen für die Menschen zu erreichen, sei es wiederum, politisch erfolgreich zu sein, Wahlen zu gewinnen, Mandate zu erringen, schließlich Macht auszuüben. - Das wiederum würde bei allen historischen Unterschieden Wehner heute wohl auch so sehen.

Christoph Meyer

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Politikberatung mit praktischem Know-how und Fingerspitzengefühl

Herzliche Einladung zur Abendveranstaltung

Am Donnerstag, dem 23. März 2006 spricht Klaus Liepelt (Mitgründer des "infas" Instituts) um 19 Uhr darüber, wie politische und gesellschaftliche Prozesse zu initiieren, zu begleiten und zu steuern sind. Hierzu möchten wir Sie sehr herzlich in unsere Räumlichkeiten (Kamenzer Straße 12, 01099 Dresden) einladen.

Der 1931 in Halle geborene Liepelt leitete ab 1965 die infas-Wahlberichterstattung für die ARD und erstellte die Prognosen, Hochrechnungen und Analysen für die TV- und Hörfunk-Berichterstattung. Seit 1997 ist Liepelt Honorarprofessor für empirische Medien- und Sozialforschung an der Hochschule Mittweida (FH).

Klaus Liepelt hat mit Herbert Wehner in punkto Öffentlichkeitsarbeit zusammengearbeitet und kann auf einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, praktisches Know-how und Fingerspitzengefühl zurückgreifen.

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Einladung

Strategische Finanzpolitik

Wer sich in der Kommunalpolitik engagiert, ist mit einem Spektrum an Themen und Fragen beschäftigt. Dabei ist besonders im Bereich der Finanzen und dem Haushaltsrecht die Kompetenz von KommunalpolitkerInnen gefragt.

Mit unterschiedlichen Methoden und Formen werden in diesem Seminar wichtige Handlungsfelder für eine sinnvolle lokale Finanzpolitik aufgezeigt. Die TeilnehmerInnen entwickeln in Arbeitsgruppen eigene Ideen und Handlungsansätze für eine strategische Finanzpolitik, die es ermöglicht, optimale Ergebnisse für die Kommune zu erlangen und Forderungen in Bezug auf Ressourcen erfolgreich durchzusetzen.

Die Veranstaltung findet am Samstag, Samstag, 25. März 2006 von 10:00 bis 14:00 Uhr im Herbert-Wehner-Bildungswerk statt.

Der Referent: Dr. phil. Thomas Voigt

Seit 2003 ist der 44jährige Vorsitzender der SGK Sachsen. Im Landkreis Leipziger Land verantwortet der promovierte Historiker als 2. Beigeordneter und Dezernent den Bereich Finanzen und Soziales. Der passionierte Fahrradfahrer war sei 1990 (zunächst im Landkreis Borna) als Dezernent für Kultur auf Kreisebene verantwortlich.

Das Faltblatt zum Seminar können Sie hier herunterladen.

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Interview zur Herbert-Wehner-Biographie

Knapp und präzise beantwortet Christoph Meyer die Fragen der sächsischen Netzzeitschrift Litterata (www.litterata.com) zu seiner im Juni im dtv-Verlag erscheinenden Biographie über den deutschen und sächsischen Jahrhundertpolitiker Herbert Wehner. Das Interview finden Sie hier.

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Feurige Debatten und kultivierter Schlagabtausch

Prinzipien des Redewettstreits - noch Plätze frei

Verschiedene Meinungen und Argumente prallen aufeinander: Streitfragen werden ausgefochten und nach einem Konsens wird nicht gesucht. Debattieren bedeutet nicht diskutieren. Die Redner müssen sich auf Zwischenrufe gefasst machen. Aber keine Angst: Dieser Redewettstreit endet nicht im Chaos. Dafür gibt es konkrete Regeln und fixe Redezeiten.

Vom 17. bis 19. März 2006 laden wir recht herzlich zu einen Debattierseminar in Königsstein/Sächsische Schweiz ein. Referenten sind Matthias Senft (Debattierclub der TU Dresden) und Christian Blum (Präsident des Debattierclub an Hochschulen).

In vielen praktischen Übungen vor der Kamera geht es darum, schlagfertig und kultiviert zu debattieren.

Wer teilnehmen möchte, sollte sich jetzt beim Herbert-Wehner-Bildungswerk unter 0351- 80 40 220 oder unter info@wehnerwerk.de anmelden.

Das Faltblatt zum Seminar können Sie hier herunterladen.

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Ausbildung beim "Onkel"

Rolf Selzer erinnerte an seine Volontärszeit bei Herbert Wehner

Am 2. Februar kam Rolf Selzer, ehemaliger SPD-Landesgeschäftsführer in Kiel und freier Schriftsteller, nach Dresden ins Herbert-Wehner-Bildungswerk. Unter dem Titel "Erinnerung lebendig machen" berichtete er über seine Begegnung mit Herbert Wehner in den sechziger Jahren. Als junger "Volontär" beim Parteivorstand erlebte er Wehner hautnah in der Ausbildung. Einmal die Woche war "Gebetsstunde", erinnert sich Selzer. "Herbert Wehner hat uns beigebracht, wie man politische Inhalte organisatorisch umsetzt." So manches Mal habe er die Nachwuchshauptamtlichen angeschnauzt, wenn sie ihm mit Fragen quer kamen. Aber für Selzer war gerade das ein Zeichen dafür, daß der stellvertretende Parteivorsitzende die Argumente der Jungen ernstnahm. Gleich beim ersten Zusammentreffen habe Wehner sich zu Selzer an den Tisch gesetzt. "Da habe ich mich geehrt gefühlt und gemeint, welche Freude es sei, ihn kennenzulernen. Da knurrte Wehner nur: 'Das wird sich noch zeigen.'"

Schnell ging das Gespräch im Bildungswerk von den geschichtlichen zu den aktuellen Fragen über. Was man heute noch von Wehner lernen könne, wollten die Anwesenden wissen. "Es genügt nicht, eine Mehrheit zu haben, sondern die Mehrheit muß auch mitreißen können, begeisterungsfähig sein", antwortete Rolf Selzer. Skeptisch äußerte er sich ebenso wie Greta Wehner zu den immer stärker um sich greifenden Politkarrieren von Leuten mit politikwissenschaftlichem Studium und ohne weitere Berufserfahrungen: "Es ist etwas anderes, Menschen zu überzeugen, Menschen mitzuziehen, als lauter Theorie im Kopf zu haben", sagte die Witwe des 1906 in Dresden geborenen Politikers.

Die Reihe "Erinnerung lebendig machen" geht weiter. Am Donnerstag, den 23. März um 19.00 Uhr spricht Klaus Liepelt, Gründer des Meinungsforschungsinstituts infas in Bad Godesberg und Professor an der Hochschule Mittweida über seine Erfahrungen aus fast fünfzig Jahren professioneller Politikberatung im Herbert-Wehner-Bildungswerk. Der Eintritt ist frei.

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Strategische Finanzpolitik

Mit Kompetenz in der Kommunalpolitik aktiv sein

Der Termin wurde aus organisatorischen Gründen auf Samstag, den 25. März 2006 verlegt.

Wer sich in der Kommunalpolitik engagiert, ist mit einem Spektrum an Themen und Fragen beschäftigt. Dabei ist besonders im Bereich der Finanzen und dem Haushaltsrecht die Kompetenz von Kommunalpolitiker gefragt.

Wir möchten Sie herzlich zum Workshop "Strategische Finanzpolitik" am Samstag, den 25. März von 10 bis 14 Uhr in das Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden einladen.

Dr. Thomas Voigt (Beigeordneter für Finanzen und Soziales, Landratsamt Leipziger Land) wird mit wichtige Handlungsfelder für eine sinnvolle lokale Finanzpolitik an Hand unterschiedlicher Methoden und Formen aufzeigen. Als TeilnehmerInnen entwickeln Sie in Arbeitsgruppen eigene Ideen und Handlungsansätze für eine strategische Finanzpolitik. Diese soll ermöglichen, optimale Ergebnisse für die Kommune zu erlangen und Forderungen in Bezug auf Ressourcen erfolgreich durchzusetzen.

Anmeldung bitte telefonisch unter 0351-8040221 oder per Email an info@wehnerwerk.de.

Termin: Seminar Nr. 06104, Samstag, 25. März 2006 in Dresden, Kamenzer Straße 12, Herbert-Wehner-Bildungswerk.

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Zur Weiberfastnacht: Karneval und Politik

Herzliche Einladung zur Abendveranstaltung

Ob Karneval, Fasching oder Fastnacht, in der fünften Jahreszeit sind überall die Narren los. Die Karnevalszeit ist eine Zeit, in der sonst geltende Normen und Regeln außer Kraft gesetzt wurden und werden: Politiker werden aufs Korn genommen, ihre Gesichter als Karikaturen durch die Straßen gezogen.

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk veranstaltet am Donnerstag, den 23. Februar 2006 um 19 Uhr eine Abendveranstaltung zum Thema "Karneval im Wandel der politischen Zeit". Hierzu möchten wir Sie sehr herzlich in unsere Räumlichkeiten (Kamenzer Straße 12, 01099 Dresden) einladen. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist frei.

In einem ersten Vortrag wird Dr. Christina Rosseaux (Dresden) einen Blick in die Vergangenheit richten und sich mit der Beziehung von Karneval und Politik im 19. Jahrhundert beschäftigen.

Der Karneval wurde zwar auch in der DDR gefeiert, doch waren Bezüge zur Politik unerwünscht. Horst Blawitzki, Landesarchivar des Verbands Sächsischer Carneval e.V., wird an diesem Abend über das närrische Treiben und die politischen Verhältnisse in Ostdeutschland sprechen und sich mit den unterschiedlichen politischen Ausprägungen des Karnevals in Ost und West beschäftigen. Die Referenten freuen sich über eine angeregte Diskussion im Anschluss an ihre Ausführungen.

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Startschuss für 100 Jahre Herbert Wehner

Eröffnung der neuen Ausstellung im Herbert-Wehner-Bildungswerk

Den Startschuss für das Herbert-Wehner-Jahr bildete die heutige Ausstellungseröffnung zum Leben von Herbert Wehner in den Räumen des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Dresden. Der in Dresden geborene Politiker Wehner wäre am 11. Juli 2006 100 Jahre geworden.

In der neuen Fotoausstellung zum Leben des Politikers sind zahlreiche, zum Teil bisher unveröffentlichte Bilder zu sehen. Gezeigt werden auch Einzelstücke aus Wehners Leben wie seine Pfeife und seine Mundharmonika, Briefe und Aufzeichnungen, etwa die berühmten in Schweden entstandenen "Notizen" von 1946 oder Mitschriften von Mitteilungen Erich Honeckers aus dem Jahr 1973. Die Dokumente der Wechselausstellung sind hier zu sehen.

Hanjo Lucassen, sächsischer DGB-Landesbezirksvorsitzender würdigte in seiner Ansprache das Leben des bedeutenden SPD-Politiker, langjährigen Fraktionsvorsitzenden und Bundesministers: "Herbert Wehner hat sich immer besonders für die tatsächliche Verbesserung der Lage der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eingesetzt." - sagte Lucassen.

Pünktlich zum Jubiläum wird im Juni 2006 eine umfassende Biografie vom Geschäftsführer des Herbert-Wehner-Bildungswerks Christoph Meyer, beim Verlag dtv erscheinen. Zum 100. Geburtstag am 11. Juli 2006 wird es mehrere Veranstaltungen in Dresden geben.

Zu den über 60 Gästen zur Eröffnung zählten neben Greta Wehner, der 81-jährigen Witwe von Herbert Wehner, Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete und Freunde des Herbert-Wehner-Bildungswerks.

Zu den über 60 Gästen zur Eröffnung zählten neben Greta Wehner, der 81-jährigen Witwe von Herbert Wehner, Sachsens Wirtschaftsminister Thomas Jurk sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete und Freunde des Herbert-Wehner-Bildungswerks.

Die Eröffnungsreden von Hanjo Lucassen und Christoph Meyer als PDF-Datei zum Herunterladen:hier.

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Lust auf politische Bildung

Neues Halbjahresprogramm jetzt erhältlich!

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk wünscht Ihnen alles Gute im neuen Jahr und lädt auch 2006 alle Interessierten und Engagierten herzlich zur Weiterbildung ein.

Im vergangenen Jahr haben wir viel Resonanz und Interesse erfahren. Wir haben unser Programm um neue Seminare, Veranstaltungen und Themen ergänzt und bereichert, ohne Bewährtes aufzugeben. Mit 75 Angeboten können wir Ihnen erstmals im ersten Halbjahr ein so breites Spektrum an Kommunikations- und Kompetenzseminaren, kommunalpolitischen Seminaren, Studien- und Tagesfahrten, Seminaren zu Geschichte und Politik, Seminaren gegen Rechts, Abendveranstaltungen sowie Fachtagungen anbieten.

In dem neu gestalteten Halbjahresprogramm können Sie unsere Angebote nachlesen und sich anregen lassen, an dem einen oder anderen Seminar teilzunehmen.

Und zum Schluss noch eine Bitte an Sie: Geben Sie diese Information weiter. Gerne senden wir auf Anfrage (telefonisch unter 0351-8040220 oder per Email: info@wehnerwerk.de) unser Halbjahresprogramm zu.

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Auf ein Neues, Herbert Wehner!

Bildungswerk eröffnet Wehnerjahr mit neuer Ausstellung

Am Donnerstag, den 19. Januar 2006, dem 16. Todestag von Herbert Wehner, startet das nach ihm benannte Bildungswerk in sein "Wehnerjahr 2006". Um 17 Uhr wird in den Räumen des Herbert-Wehner-Bildungswerks in der Kamenzer Straße 12 (Dresden-Neustadt) die neu überarbeitete Fotoausstellung zum Leben des Politikers Wehner eröffnet. Erwartet wird unter anderem der DGB-Landesbezirksvorsitzende und stellvertretende Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, Hanjo Lucassen.

Herbert Wehner, der bedeutende SPD-Politiker, langjährige Fraktionsvorsitzende und Bundesminister, wurde am 11. Juli 1906 in Dresden geboren. In diesem Jahr hätte er also sein 100. Lebensjahr vollendet. "Für uns ist 2006 daher das Wehnerjahr", erklärt der Geschäftsführer des sächsischen Bildungswerks, Christoph Meyer. "Herbert Wehner bleibt für die politische Bildungsarbeit lebendig", fügt Meyer hinzu, "und dazu gibt es in diesem Jahr eine neue Ausstellung, zahlreiche Veranstaltungen und die Herbert-Wehner-Biographie".

In der neuen Dauerausstellung, die vom Dresdner "büro quer" gestaltet worden ist, zeigt das Bildungswerk das Leben Herbert Wehners exemplarisch anhand zahlreicher, zum Teil bisher unveröffentlichter Bilder und kurzer Texte. Neue Akzente setzt die Ausstellung mit einem innovativen Beleuchtungskonzept und einer so genannten "Wechselvitrine" im ebenfalls neu gestalteten Schaufenster. "Bei uns ist nur wenig Platz", so Meyer hierzu, "und daher werden wir Originaldokumente jeweils zeitweise, etwa im monatlichen Wechsel, im Schaufenster zeigen". Gezeigt werden unter anderem die Pfeife und die Mundharmonika Wehners, aber auch Briefe und Aufzeichnungen, so die berühmten in Schweden entstandenen "Notizen" von 1946 oder Mitschriften von Mitteilungen Erich Honeckers aus dem Jahr 1973.

Alle Interessierten können zur Eröffnung des Wehnerjahrs kommen. Um telefonische Anmeldung unter (0351) 80 40 220 wird gebeten.

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"Hey, wir tun was ...!"

Herzliche Einladung zum Seminar: Politische Öffentlichkeitsarbeit

Um professionelle Öffentlichkeitsarbeit geht es vom 20. bis 22. Januar 2006 beim Seminar des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Königstein/Sächsische Schweiz. Unter dem Motto: "Hey, wir tun was ...!" lernen die TeilnehmerInnen grundlegende Techniken und Methoden der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Die Teilnahmegebühr beträgt 50 Euro (erm. 25 Euro). Wer teilnehmen möchte, sollte sich jetzt beim Herbert-Wehner-Bildungswerk unter 0351-80 40 220 oder unter info@wehnerwerk.de anmelden.

Wie lässt sich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit effektiv und professionell gestalten? Wie baut man Kontakte zu Journalisten auf? Wie stellt man einen Presseverteiler zusammen? Wie formuliert man eine Pressemitteilung? Der Schwerpunkt des Seminars liegt auf der Vermittlung des Know-how sowie auf der Konzeption der eigenen Pressearbeit in vielen praktischen Übungen. Ein Journalist wird mit Tipps und Tricks den TeilnehmerInnen zur Seite stehen.

Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es auf Anfrage beim Herbert-Wehner-Bildungswerk unter Tel.: 0351-8040220.

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