Nachrichten aus dem Jahr 2004

Nachrichten aus den Jahren 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009 und 2010.

 


 

Misch dich ein

Bildungsangebot für Multiplikatoren

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk beteiligt sich Anfang des Jahres 2005 am "Projekt P - misch dich ein" im Rahmen der Kampagne von BMFSFJ, bpb und DBJR.

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk beteiligt sich Anfang des Jahres 2005 am "Projekt P - misch dich ein" im Rahmen der Kampagne von BMFSFJ, bpb und DBJR.

Das Projekt soll zum Mitmachen, Mitmischen, Mitbestimmen und Mitgestalten an politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen ermuntern und befähigen. "P" steht für Partizipation und für Politik. Das Projekt will nicht nur den Dialog zwischen Jugend und Politik fördern, sondern die Interessen von Kindern und Jugendlichen sollen auch in die Köpfe der Erwachsenen kommen.

Bei der geplanten Veranstaltung des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Kooperation mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. geht es um die Vermittlung von Methodenkompetenz und Gestaltungskompetenz. Standpunktbezogene, erfahrbare Auseinandersetzungen mit demokratischen Beteiligungsprozessen werden mit der Methode "Projektmanagement" kombiniert. Nähere Hinweise zum Seminar erhalten Sie hier.

Weiterte Informationen zum "Projekt P - misch dich ein" finden Sie hier.

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Weihnachtsgrüße vom Wehnerwerk

Ein Dankeschön an alle Partner, Freunde und Bekannte

Für die gute Zusammenarbeit, alle Unterstützung und die angenehmen Gespräche bedanken wir uns bei allen Partnern, Freunden und Bekannten sehr herzlich. Das Herbert-Wehner-Bildungswerk wünscht ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein friedvolles, erfolgreiches und gutes Jahr 2005!

Die Pforten des Herbert-Wehner-Bildungswerks bleiben vom 23. Dezember 2004 an geschlossen. Ab 3. Januar 2005 sind die Räume des Bildungswerks wieder für jedermann zugänglich.

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Bitte beachten!

Ab sofort neue Kontonummern

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V., die Neue Gesellschaft Sachsen e.V., der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk sowie die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung haben jeweils neue Kontonummern bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden.

  • Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V.: Kontonummer: 312 010 41 74, BLZ: 850 503 00, Ostsächsische Sparkasse Dresden
  • Neue Gesellschaft Sachsen e.V.: Kontonummer: 312 005 10 20, BLZ: 850 503 00, Ostsächsische Sparkasse Dresden
  • Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk: Kontonummer: 312 006 90 26, BLZ: 850 503 00, Ostsächsische Sparkasse Dresden
  • Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung: Kontonummer:312 007 88 82, BLZ: 850 503 00, Ostsächsische Sparkasse Dresden

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Zu Weihnachten Greta Wehners Erfahrungen

Geschenktipp des Herbert-Wehner-Bildungswerks

Cover des Buches "Erfahrungen. Aus einem Leben mitten in der Politik"

"Ich würde viel mehr den Menschen erklären und ich würde auch nicht soviel in Kommissionen machen, sondern die Verantwortung würde ich als Politiker tragen." Solche einfachen Worte wählt Greta Wehner in ihrem Buch immer wieder, um ihr Verständnis von politischer Verantwortung, Demokratie oder Sozialpolitik zu verdeutlichen. Greta Wehner ist keine Politikerin und doch ist ihr Leben vom Politischen ganz durchdrungen.

In Ihren Buch "Erfahrungen. Aus einem Leben mitten in der Politik" zieht sie Bilanz. Sie berichtet über Ereignisse, Gespräche, Begegnungen und Erinnerungen. Ihre Texte spannen den Bogen von der Kindheit in Hamburg zur Zeit des Nationalsozialismus über die Emigration nach Schweden bis heute, wo sie in Dresden lebt. Sie erzählt von ihrer Zeit mit Herbert Wehner als Mitarbeiterin, Begleiterin und Ehefrau von Herbert Wehner. Anschaulich beschreibt Greta Wehner auch die letzten Jahre an der Seite ihres demenzkranken Mannes.

"Das Buch [.] erscheint wunderbar altmodisch in einer Zeit, da 'Bunte' und andere bunte Blätter von manchen als Zentralorgan der Republik ausgerufen werden. Es bietet keinen Raum für Selbstbespiegelungen, keinen Treibstoff fürs nationale Sensationskarussell." (SZ vom 11.11.04)

"Erfahrungen. Aus einem Leben mitten in der Politik" wurde von Dr. Christoph Meyer für der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung herausgegeben und kostet EUR 11,80. Bestellungen und nähere Informationen zu Greta Wehner und ihrem Buch sind hier oder telefonisch unter 0351 - 8040220 zu erhalten.

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Die Vergangenheit vergeht nicht!

Guido Ambrosino im Wehnerwerk

Guido Ambrosino im Wehnerwerk.

Der Deutschlandkorrespondent der italienischen Tageszeitung "Il Manifesto", Guido Ambrosino war gestern im Wehnerwerk. Die von Giostritalia e.V. initiierte und vom Herbert-Wehner-Bildungswerk unterstützte Veranstaltung war gut besucht. Thema des Abends war "Erinnerung und Verdrängung in Italien und Deutschland" 60 Jahre nach Kriegsende.

In Italien mehren sich die Versuche - so Ambrosino - das faschistische Regime Mussolinis zu rehabilitieren, zumindest aber zu bagatellisieren. Seit Beginn der 90er Jahre hat der Neofaschismus nach 60 Jahren politischer Isolation wieder Konjunktur. Für diese Tendenz sei die schleichende und mittlerweile offensichtlich gewordene Entpolitisierung der Politik verantwortlich, was etwa an der Person Silvio Berlusconi deutlich werde.

Der Neofaschismus werde nicht jene historischen Ausmaße annehmen wie der Faschismus vor 60 Jahren. In Italien sei er jedoch ein Phänomen des alltäglichen Lebens geworden - Ausgrenzung nach dem Motto: Wir und die anderen. In der anschließenden Diskussion machte gerade dieses Thema betroffen und Parallelen zu Sachsen wurden gezogen.

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Engagierte und lebhafte Diskussion

Ulla Schmidt im Wehnerwerk

Ulla Schmidt im Wehnerwerk.

Das Ladenlokal des Herbert-Wehner-Bildungswerks war am Montag, den 29. November 2004 gut gefüllt, als die Bundesgesundheitsministerin zum zweiten "Talk im Wehnerwerk" kam. Moderiert von Dr. Marlies Volkmer, MdB und Claudia Blume vom Herbert-Wehner-Bildungswerk stellte sich Ulla Schmidt persönlichen und beruflichen Fragen sowie zu Fragen der Gesundheitsreform. Dabei ging es unter anderen um die Kompetenzen und die Verantwortung von Politikern bei der Durchführung von Reformen, die sensationshungrige Berichterstattung der Medien und das aggressive Auftreten der Pharmaindustrie. Ulla Schmidt machte verständlich, dass es das Handwerk des Politikers ist, akzeptable Lösungen und Kompromisse zu finden.

Etwa 60 Besucher verfolgten gespannt die Diskussion.

Im Rückblick auf das vergangene Reform-Jahr räumte sie schwierige Zeiten ein. Ihr Leben habe sich mit den Anstrengungen um die Gesundheitsreformen verändert. Manchmal sei sie wütend, aber insgesamt ist sie glücklich über das Geschaffte. Einen solchen Beruf kann man nicht ohne ein soziales Netz ausfüllen, betonte sie. Die notwendige Unterstützung erhalte Frau Schmidt von ihrer Familie, vor allem von ihren Geschwistern sowie den engen und loyalen Mitarbeitern.

Aus dem Publikum kamen konstruktive Vorschläge zur Verbesserung des Gesundheitssystems; etwa der Vorschlag, eine Chipkarte mit wichtige Daten der Patienten einzuführen, um die Kosten für Facharztbesuche zu senken. Außerdem solle die Regierung deutlicher machen, welche finanziellen Konsequenzen die Bürgerversicherung im Gegensatz zur Kopfpauschale für Geringverdiener habe. Einige der über 60 Besucher nutzten die Möglichkeit, der Bundesministerin ihre Anliegen direkt vorzutragen, manch einer äußerte auch Wut und Enttäuschung über die Reform. Am Ende blieben wegen des Zeitmangels Fragen offen. Aber: "Politik ist hier erlebbar gewesen", so eine Teilnehmerin im Anschluss an die Veranstaltung.

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Italiener im Wehnerwerk

Guido Ambrosino zur Vergangenheit der Italiener und Deutschen

Am Mittwoch, den 1. Dezember 2004 um 20.00 Uhr kommt Guido Ambrosino in das Herbert-Wehner-Bildungswerk, Kamenzer Str. 12, Dresden-Neustadt. Der Deutschlandkorrespondent der italienischen Tageszeitung "Il Manifesto" spricht über "Erinnerung und Verdrängung in Italien und Deutschland" 60 Jahre nach Kriegsende. Die Kooperationsveranstaltung von Giostritalia e.V. mit dem Herbert-Wehner-Bildungswerk ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Fast 60 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges mehren sich in Italien die Versuche, das faschistische Regime Mussolinis zu rehabilitieren, zumindest aber zu bagatellisieren. Im September 2003 erklärte Ministerpräsident Berlusconi in einem Interview, Mussolini habe niemanden umgebracht, er habe lediglich einige Leute auf Urlaub in die Verbannung geschickt.

Vor diesem Hintergrund berichtet Guido Ambrosino nicht nur über deutsch-italienische Gemeinsamkeiten, sondern auch von seinen Erfahrungen als italienischer Journalist in Italien und Deutschland. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

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Ulla Schmidt in Dresden

Bundesgesundheitsministerin im Wehnerwerk

Am Montag, den 29. November 2004 um 19.00 Uhr stellt sich Ulla Schmidt dem zweiten Talk im Herbert-Wehner-Bildungswerk, Dresden-Neustadt, Kamenzer Str. 12. Die Diskussion wird von Dr. Marlies Volkmer (MdB) und Claudia Blume (Herbert-Wehner-Bildungswerk) moderiert. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

"Aktive Politiker und Politikerinnen unmittelbar zu erleben, darum geht es", so der Geschäftsführer des Herbert-Wehner-Bildungswerks, Dr. Christoph Meyer. Dabei kann es zum Beispiel um die persönliche Motivation Ulla Schmidts gehen, als Bundesministerin tätig zu sein, um Lebenseinstellungen oder um das Lieblingsbuch auf dem Nachttisch.

Ulla Schmidt wurde 1949 geboren. Nach dem Studium der Psychologie und der Pädagogik war sie Lehrerin für Lernbehinderte in Stolberg. Bis sie Mitglied des Bundestags wurde, lehrte sie an der Schule für Erziehungshilfe im Kreis Aachen. Seit Oktober 2002 ist sie Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherheit.

Weitere Termine und nähere Informationen gibt es auch telefonisch unter 0351 - 8040220.

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Zwischen Wartburg und Weimar - Exkursion durch Deutschlands Herz der Revolution

Eindrücke einer Teilnehmerin

Dr. Wolfgang Schenk im Gespräch auf der Wartburg.

Es war die erste Exkursion nach Thüringen, die vom Herbert-Wehner-Bildungswerk veranstaltet wurde. Entsprechend waren alle Teilnehmer besonders neugierig, denn auf Erfahrungen früherer Teilnehmer konnte niemand bauen. Wichtigster Begleiter dieser Exkursion war Dr. Wolfgang Schenk, der uns in Eisenach, Gotha, Erfurt und Weimar im wahrsten Sinn des Wortes den Weg wies. Dass die Spanne zwischen der Gründung der SPD in Eisenach (1869), dem Aufbruch 1989/90 und der Arbeit derzeitiger Abgeordneter im Thüringer Parlament so anschaulich und jenseits theoretischer Erläuterungen so hervorragend erfasst werden konnte, ist das besondere Verdienst von Dr. Schenk. Sein profundes Geschichtswissen, seine eigenen Aktivitäten und nicht zuletzt sein Humor haben die Aufmerksamkeit der gesamten Gruppe immer wieder neu fesseln können. Man könnte dies alles sicher auch in Vorträgen abhandeln, aber direkt an den Stätten geschichtlicher Entwicklung zu stehen, das Umfeld kennen zu lernen und mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen, macht den großen und wohl auch entscheidenden Unterschied aus. Ein besonderer Gewinn war auch die Frage- und Diskussionsfreudigkeit der Exkursions-Teilnehmer. Nicht zuletzt bietet Thüringen unermessliche kulturelle Schätze, die ebenfalls punktuell mit einbezogen wurden (Wartburg, Schloss Friedensstein in Gotha, Stadtführung Erfurt). Und schließlich: im Gegensatz zu oftmals anzutreffender enger Terminplanung waren immer auch Freiräume im Programm enthalten - Gelassenheit statt Termindruck.

Fazit: eine empfehlenswerte Exkursion!

Brigitte Schubert, 22.10.2004

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Ein Buch, eine Feier und eine CD zum 80. Geburtstag

Franz Müntefering würdigte Greta Wehner

Feier zum 80. Geburtstag von Greta Wehner im Ballsaal Orpheum in der Dresdner Neustadt

Am Sonntag, den 31. Oktober 2004 feierte Greta Wehner im Kreis ihrer Freunde und über 150 geladenen Gästen im Orpheum in der Dresdner Neustadt ihren 80. Geburtstag. Franz Müntefering stand an der Spitze der Gratulanten. Neben ihm kamen u.a. der Fraktionsvorsitzende der SPD im sächsischen Landtag Thomas Jurk, der SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter, Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Jürgen Schmude, ehemaliger Bundesminister für Justiz und Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, der Dresdner Bürgermeister für Stadtentwicklung Herbert Feßenmayr und Hans-Joachim Aris als Vertreter der Jüdischen Gemeinde, um mit ihr zu feiern.

Greta Wehner, die Witwe des bedeutenden, in Dresden geborenen SPD-Politikers Wehner (1906-1990), lebt seit 1996 in Dresden. Wie bedeutend sie für die SPD ist, das war am Sonntagnachmittag zu spüren:

Franz Müntefering würdigte Greta Wehner als eine Frau, deren Engagement nicht nur an der Seite von Herbert Wehner sehr groß war und ist. Sie hat viele Reden gehalten, sie hat sich stark gemacht für die SPD in Sachsen und das vor allem seit 1990, in einem Alter, wo viele schon an das ruhige Altenteil denken. Aus so einen Leben gebe es viel zu berichten, meinte er und verwies dabei auf ihr jüngst erschienenes Buch, in welchem Greta Wehner über Ereignisse, Gespräche, Begegnungen und Erfahrungen berichtet. Müntefering betonte aber auch, wie verdient sich Greta um Herbert Wehner gemacht habe. Das Wirken von Herbert Wehner verdiene mehr Anerkennung.

Greta Wehner und Gratulant Karl-Heinz Kunckel

Zur großen Überraschung von Greta Wehner überreichte Franz Müntefering als Geschenk eine CD mit einer historischen Aufnahme von Herbert Wehner aus dem Jahr 1966. Dieses Tondokument, in dem Herbert Wehner aus seinem Leben erzählt, war bislang unbekannt.

Der Fraktionsvorsitzende der sächsischen SPD, Thomas Jurk, betonte ihre Rolle für die sächsische SPD. Ihm habe an Greta Wehner besonders gefallen, dass sie von der Politik Offenheit und Ehrlichkeit erwarte. Sie habe ihn gelehrt, dass Politik in der Bevölkerung verankert sein muss.

Der Gründungsvorsitzende des Herbert-Wehner-Bildungswerks, Peter Adler, hob Greta Wehners Fähigkeit hervor, eine kritische und mitfühlende Gesprächspartnerin in Sachen Politik zu sein. Bei ihr finden sich immer ein offenes Ohr und viele gute Ratschläge, ob am Rande von Parteitagen oder auch gerne bei einer Tasse Tee auf dem heimischen Sofa.

Greta Wehner: Die Politik lässt mich nicht in Ruhe

"Ich bin ganz sprachlos, was ich alles gemacht haben soll", meinte eine sichtlich gerührte Greta Wehner. Voraussetzung für das was sie in den letzten 15 Jahren ihres Lebens getan hat und heute noch für die Sozialdemokratie tue, sei ihr Zusammensein mit Herbert Wehner gewesen. Jetzt mit 80 möchte sie endlich mehr Zeit für sich haben, doch ihre Leidenschaft für die Politik wird sie wohl weiterhin nicht zur Ruhe kommen lassen. Dass ihr Engagement der sächsischen Sozialdemokratie weiterhin erhalten bleibt, ist indes sicher: Ihre Teilnahme für den SPD-Landesparteitag am kommenden Sonnabend hat sie bereits fest zugesagt.

Zum 80. Geburtstag ist Greta Wehners erstes Buch "Erfahrungen. Aus einem Leben mitten in der Politik" erschienen. Nähere Informationen zu Greta Wehner und ihrem Buch sind hier zu erhalten.

Franz Müntefering's Rede zu Greta Wehners 80. Geburtstag

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"Mehr sein als scheinen"

Zum 80. Geburtstag von Greta Wehner erscheint ihr erstes Buch

Wenige Tage vor Greta Wehners 80. Geburtstag ist ihr erstes Buch erschienen. Es enthält ihre Erinnerungen an ein Leben an der Seite des SPD-Politikers Herbert Wehner wie auch eigene Beiträge zur politischen Diskussion im geeinten Deutschland.

"Mehr sein als scheinen.", das war eine Devise Herbert Wehners. Auf Greta Wehner, die ihn 37 Jahre begleitet hat, trifft dies in hohem Maße zu. Ihre Kindheit verbrachte sie in Hamburg und Norddeutschland, war im Exil in Schweden, kehrte nach dem Krieg nach Deutschland zurück und war bis 1990 Mit-Arbeiterin, Fahrerin, Begleiterin, Ehefrau und Pflegerin von Herbert Wehner.

"Aus den hier abgedruckten Texten spricht die Persönlichkeit von Greta in all ihren Facetten. Herz und Verstand, Mitmenschlichkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind immer dabei!" schreibt Franz Müntefering im Geleitwort des Buches. In den Reden, Texten und Dokumenten wird die deutsche Geschichte und die Geschichte Herbert Wehners sichtbar.

"Erfahrungen. Aus einem Leben mitten in der Politik" wird von Dr. Christoph Meyer für der Herbert-und Greta-Wehner-Stfitung herausgegeben und kostet EUR 11, 80. Bestellungen und nähere Informationen zu Greta Wehner und ihrem Buch sind hier oder telefonisch unter 0351 - 8040220 zu erhalten.

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Fairness für Herbert Wehner

Jürgen Schmude kritisiert Müller-Buch zu Moskau 1937

Für Aufsehen sorgt das neue Buch von Reinhard Müller, "Herbert Wehner - Moskau 1937". Rezensenten zeigen sich beeindruckt, feindselige Kommentatoren ziehen weit reichende Folgerungen. Steht eine Neubewertung Wehners an?

Der Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden, Bundesminister a. D. Dr. Jürgen Schmude, widerspricht energisch: "Die Lebensleistung Herbert Wehners beim Aufbau der sozialen Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland und bei der Sicherung ihrer friedlichen Entwicklung prägt mit Recht das Bild dieses hervorragenden Politikers," sagt Schmude. Der nach mehreren Anläufen erneut unternommene Versuch, Wehners Ansehen wegen der Vorkommnisse in Moskau vor fast siebzig Jahren zu zerstören, werde sein Ziel ein weiteres Mal nicht erreichen. "Die herabsetzende, denunziatorische Sprache stößt ab, die Mischung aus Unterstellungen und Spekulationen schafft keine Beweise."

Schmude erinnert daran, daß Herbert Wehner seine schuldhafte Verstrickung in das kommunistische Unrecht ebenso offen angesprochen hat, wie er - in Wort und Tat - mit dem Kommunismus gebrochen und ihn bekämpft hat, lange vor anderen. Im übrigen verweist Schmude auf die gegen Müllers Darstellung erhobenen gewichtigen Einwände von Fachhistorikern. Bevor diese als "SPD-nahe Apologeten" abgetan würden, solle man ihre Argumente prüfen, wie sie zuletzt der Dresdner Historiker Christoph Meyer in einer Rezension des Müller-Buches vorgelegt habe.

"Wehner", so Schmude, "kann nicht mehr erläutern, wie es unter jenem Terrorregime zugegangen ist, in dem schon ein falsches Wort das Leben kosten konnte." Er fordert: "Wer einen Toten wegen lange zurück liegender Vorgänge verurteilt, muß besonders fair mit ihm umgehen und auch entlastende Umstände prüfen und werten."

Durch Imponiergehabe mit Fußnotenflut und aufgeblasenen Anhängen täusche Müller über mangelnde wissenschaftliche Genauigkeit hinweg. Wer sich davon nicht irreführen lassen wolle, dem empfiehlt Schmude die eingehend begründete Buchkritik von Christoph Meyer zu lesen, erhältlich beim Herbert-Wehner-Bildungswerk.

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Müller-Werk zu Wehner gegen den Strich gelesen

Hamburger Anklageschrift überzeugt nicht

Manche Medien meinen immer wieder, mit verzerrender Berichterstattung über Herbert Wehner (1906-1990) Auflage machen zu können. Neuerdings geschieht das unter dem Deckmantel wissenschaftlichen Arbeitens, aber: "Viele Fußnoten machen noch lange kein seriöses Buch", meint Dr. Christoph Meyer, Historiker und Vorstand der Dresdner Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung. Er hat das neueste, in Hamburg erschienene Buch des "Wehner-Jägers" Reinhard Müller gegen den Strich gelesen und legt eine eigene Besprechung des Werkes vor. Sein Fazit: "Hier wird die historische Wahrheit kräftig zurechtgebogen, auf diesem Weg entsteht ein Zerrbild."

Zur Besprechung: hier.

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"Cicero" kocht kalten Kaffee

Neuerliche Verratsvorwürfe gegen Herbert Wehner sind weder neu noch zutreffend

Zu den im Rahmen der Illustrierten "Cicero" erhobenen Vorwürfen, Herbert Wehner habe sich in Moskau 1937 als "exzessiver Funktionstäter" betätigt, meint Dr. Christoph Meyer, Vorstand der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung: "Diese einseitige Verurteilung von Herbert Wehner ist nicht seriös. Hier geht es lediglich darum, ein Zeitschriftenprojekt bekannt zu machen, und das wird in diesem Falle auf dem Rücken eines Toten betrieben, der sich nicht mehr wehren kann. Es werden keine Vorwürfe erhoben, die nicht vor Jahren schon in den Medien breitgetreten worden wären. 'Cicero' kocht kalten Kaffee."

Zu den neuerlich aufgewärmten Vorwürfen hatte der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk seinerzeit bereits Stellung genommen. Die Stellungnahmen, die nichts an ihrer Gültigkeit eingebüßt haben, können hier nachgelesen werden. Meyer: "Daß 'Cicero' diese bekannten Gegenpositionen sowie die Kritik seriöser Wissenschaftler an den einseitigen Vorwürfen gegen Herbert Wehner noch nicht einmal erwähnt, ist schlechter journalistischer Stil."

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Moderationswütig bei 35 Grad

Werkstatt politische Bildung des Wehnerwerks vom 2. bis 7. August 2004

Dynamisch, lern- und erfahrungsreich war die Werkstatt politische Bildung des Herbert-Wehner-Bildungswerks, die traditionell jedes Jahr im Sommer in Königstein (Sächsische Schweiz) stattfindet, auch in diesem Jahr. Es wurde nicht nur Wissen zu Moderationsmethoden, zu Grundlagen der Präsentation und zu erlebnispädagogischen Elementen vermittelt. Vom 2. bis 7. August 2004 ging es vor allem darum, das Moderieren praktisch zu üben.

Die Seminarteilnehmer haben zum Beispiel verschiedene Methoden kennen gelernt, um in Gruppen Entscheidungsprozesse zu gestalten und gleichberechtigt Ideen und Projekte zu erarbeiten. Mit Spielen zum Kennen lernen und zur Aktivierung hat die Seminarleiterin Petra Fleuth aus Düsseldorf es immer wieder verstanden, die TeilnehmerInnen aufzulockern und zu motivieren. Mit dem Ausprobieren der Methoden hat das Seminar einen wichtigen Praxisbezug erhalten. Hier hat sich etwa gezeigt, ob eine Frage richtig formuliert wurde, ob der Aufbau eines Seminars wirklich funktioniert oder ob sich die Gruppenmitglieder eher integriert oder eher manipuliert fühlen usw.

"Eine Woche lang in schönster Umgebung in guter Gesellschaft einer moderationswütigen Gruppe die Methoden der gegliederten Gruppendiskussion zu lernen und selbst ausprobieren zu können, war und ist für mich ein großes Geschenk. Bei einem Aufbauseminar wäre ich auf jeden Fall höchst erfreut dabei!" - so Christiane Ströh aus Kusterdingen.

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Diskussion über Herbert Wehner

Martin Rupps stellt "Troika" - Buch vor

Auch in diesem Jahr nahm das Herbert-Wehner-Bildungswerk den Ehrentag Herbert Wehners am 11. Juli 2004 zum Anlass, mit politischen Diskussionen seiner zu gedenken.

Am Samstag, den 10. Juli, las Dr. Martin Rupps im Rahmen des Seminars "Der lange Weg zur Einheit" aus seinem Buch - "Troika wider Willen". Im Anschluss daran entfaltete sich eine dynamische Diskussion, deren Dreh- und Angelpunkt allzu oft verzerrt präsentierte Bild von Herbert Wehners politischem Wirken war. Hier brachte Martin Rupps seine Erkenntnis ein: Historische Wahrheit und Sachlichkeit werden von der Publizistik weniger angenommen als auflagensteigernde, emotional überdrehte Anfeindungen einzelner Personen. "Es wird eben immer der gehört, der am lautesten schreit". Diese Ansicht wurde von anwesenden Zeitzeugen und Weggefährten Herbert Wehners bestätigt. So entkräftete Erwin Stahl - ehemaliger Bundestagsabgeordneter - die Behauptung, Herbert Wehner hätte Willy Brandt gestürzt. Vielmehr habe Willy Brandt nach erfolgreichem Abschluss der Ostpolitik, geschwächt durch die Agentenaffäre nicht die Kraft gehabt, die anstehenden Probleme in der Wirtschafts- und Tarifpolitik anzupacken.

Anschließend brachte sich Prof. Wolfgang Vogel in die Diskussion ein. Er mahnte an, dass keine der bisherigen Veröffentlichungen zu den Männern der Troika und insbesondere nicht zu Herbert Wehner deren humanitäres Engagement in angebrachter Weise behandelt und gewürdigt habe. Besonders Herbert Wehner habe bei den sogenannten Kofferfällen und beim Freikauf ostdeutscher politischer Gefangener persönlich wie kein Zweiter engagiert.

Klar ist in diesem Zusammenhang, dass Herbert Wehner im Vergleich zu Willy Brandt und Helmut Schmidt, deren L8eben umfassend abgedruckt sind, geschichtspolitisch im Hintertreffen ist. Mit dieser Tatsache im Hinterkopf ist sich das Herbert-Wehner-Bildungswerk seiner Rolle bewusst. "Wir haben großes Interesse, dass unser Bild und damit das Bild unseres Namensgebers in der Öffentlichkeit gut dasteht", so der Leiter des Wehnerwerks, Christoph Meyer. Aus diesem Grund hat sich die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung an die Produktion zweier Bücher gemacht. So wird am 31. Oktober diesen Jahres - dem 80. Geburtstag Greta Wehners - ihr Buch "Erfahrungen - Aus einem Leben mitten in der Politik" erscheinen. Weiterhin, pünktlich zu Herbert Wehners 100. Geburtstag im Jahre 2006, wird dann eine den wissenschaftlichen Anforderungen und den aktuellen Quellenstand widerspiegelnde Biografie Herbert Wehners publiziert werden.

Literaturhinweis: Martin Rupps: Troika wider Willen. Wie Brandt, Wehner und Schmidt die Republik regierten. Erschienen bei Propyläen; ISBN 3-549-07197-3

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Landesbischof Hempel: Ringen um innere Einheit ist lebenslange Aufgabe

Podiumsdiskussion von Herbert-Wehner-Bildungswerk und DGB-Bildungswerk

Pünktlich um 16 Uhr eröffnete Dr. Jürgen Schmude im bis auf den letzten Platz gefüllten Ballsaal Orpheum das 8. Treffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk. Nach kurzen Ausführungen zur Tätigkeit des Freundeskreises begann die mit Spannung erwartete Podiumsdiskussion zum Thema "Solidarität auf dem langen Weg zur inneren Einheit". Die Veranstaltung wurde in Koproduktion von DGB-Bildungswerk und Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk durchgeführt.

Das Podium bestand mit Franz Müntefering, Dr. Johannes Hempel, Dr. Hans-Jochen Vogel und Hanjo Lucassen aus interessanten Charakteren, deren Beiträge elegant von Dr. Jürgen Schmude moderiert wurden. In einer konstruktiven Debatte zum Stand der deutschen Einheit zeigte sich das Podium einig darüber, dass die neuen Länder seit dem Herbst '89 große Fortschritte gemacht haben, worauf man zu Recht stolz sein könne. Auch die Probleme, die es 14 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung im Osten wie im Westen gibt, wurden thematisiert. Dabei stand die aktuelle problematische Wirtschaftlage in Deutschland im Zentrum der Redebeiträge. Die Wirtschaftsproblematik - steigende Staatsverschuldung, wachsende Arbeitslosigkeit, fehlendes Wachstum - belaste Solidarität und Innere Einheit in Deutschland. "Die Menschen im Osten glauben, sie leben in einer Sonderregion", so Hanjo Lucassen. Man fühle sich ärmer und abgekoppelt im Osten, während die Menschen im Westen fürchten, der von ihnen geleistete Solidarbeitrag versickere in einem Fass ohne Boden.

Dass der Osten die Hauptschuld an der wirtschaftlichen Talfahrt trage, nannte Bischof Hempel eine Teilwahrheit. Vielmehr sei die deutsche Einheit, wie Franz Müntefering erklärte, in eine Phase der Globalisierung gefallen, die schon allein eine immense Herausforderung an die deutsche Volkswirtschaft gestellt hätte. Ein so großes und geldintensives Projekt wie der Aufbau Ost sei da eine zusätzliche Belastung, welche auf die momentane Wirtschaftslage drückt.

Dass natürlich auch Fehler bei der Wiedervereinigung geschehen sind, bestreitet niemand. Dies sei auch nicht verwunderlich, "denn es ist ja nicht die fünfte Wiedervereinigung, die man vollziehen würde, und es habe auch keine Anleitung für eine solche gegeben, auch wenn einige manchmal so tun", so Hans-Jochen Vogel. Er vermisste auch so Zentrales wie Dankbarkeit in den Diskussionen zur deutschen Einheit. "Wenn uns jemand in der Gefangenschaft erzählt hätte, Deutschland würde ohne Blutvergießen wiedervereint, hätten wir ihn für verrückt erklärt", so der ehemalige SPD-Vorsitzende.

"Doch wie soll es weitergehen; wo sind die Wege aus der Misere?", fragte Jürgen Schmude, um den Debattierenden einige Zukunftsperspektiven zu entlocken. Für Franz Müntefering kann nur Wachstum die Wirtschaftsflaute und die Arbeitslosigkeit beseitigen. Aus einer globalen Perspektive, in der sich die Weltbevölkerung in den nächsten 50 Jahren verdoppeln wird, stehen alle Zeichen auf Wachstum. "Die wollen alle was zu essen" so der SPD-Fraktionschef.

Da ein solides Wirtschaftswachstum im vereinten Deutschland seit den letzten Jahren auf sich warten lässt, verwundert es nicht, dass Bischof Hempel diese Wachstumsprognose zurückhaltend aufnahm und zweierlei anmerkte. Erstens kritisierte er das blinde Vertrauen und das Verstecken der Politik in und hinter Wachstumsprognosen. Zweitens forderte er mehr Geduld und Ausdauer von den Menschen in Ost und West. "Das Ringen um innere Einheit ist eine anzumahnende lebenslange Aufgabe, sie kommt an kein Ende. Sie kann ohne Solidarität von Anfang an nicht gelingen. So ist es in der Ehe, unter Freunden, zwischen Eltern und Kindern und so ist es auch zwischen Ost und West", sagte der ehemalige Landesbischof.

Bildergalerie vom Treffen

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Protokoll des 8. Treffens des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk

am 11. Juli 2004 im Ballsaal Orpheum, Dresden-Neustadt

1. Begrüßung und Formalia

Der Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, Dr. Jürgen Schmude, eröffnet das Treffen um 16:05 Uhr. Er begrüßt die Anwesenden zu diesem 8. Freundeskreistreffen, das erstmals als öffentliche Veranstaltung stattfindet.

Eine Reihe von Mitgliedern des Freundeskreises haben sich entschuldigt. Stellvertretend nennt Jürgen Schmude Johannes Rau und Gerhard Schröder. Der Freundeskreis stimmt dem Vorschlag zur Tagesordnung zu.

Jürgen Schmude erinnert an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder des Freundeskreises, Sepp-Dieter Bröcher, Hans-Jürgen Junghans, Alwin Kulawig, Ilona Nieke, Hans Hermann Schmieder und Ernst Haar. Die Anwesenden erheben sich zum Gedenken. Vor der Beisetzung von Ernst Haar, langjähriger Weggefährte von Herbert Wehner, ist darum gebeten worden, auf Kränze zu verzichten und statt dessen für den Freundeskreis zu spenden. Dies ist in stattlichem Umfang erfolgt.

Jürgen Schmude begrüßt Franz Huppertz, einen der Gründer des Herbert-Wehner-Bildungswerks, sowie die Diskutanten auf dem Podium. Dies sind der ehemalige SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Dr. Hans-Jochen Vogel, Landesbischof i.R. Dr. Johannes Hempel, der SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzende Franz Müntefering sowie als Mitveranstalter der DGB-Landesbezirksvorsitzende Sachsens, Hanjo Lucassen. Schließlich begrüßt er Greta Wehner.

Jürgen Schmude weist darauf hin, daß der Freundeskreis sich der Politischen Bildung sowie dem Lebenswerk Herbert Wehners verpflichtet fühlt. Er wurde in Dresden geboren, hat vieles erlebt und erlitten, daraus gelernt und mit entscheidend am Aufbau der rechtsstaatlichen Demokratie in der Bundesrepublik gearbeitet. Gleichzeitig hat er die Verbundenheit mit den Menschen in der DDR nie aus den Augen verloren. Herbert Wehner hat die großen Linien der Politik sehr ernst genommen und sich gleichzeitig intensiv um Einzelschicksale gekümmert. Das sowie sein gerader Lebensweg vom Kommunisten zum Demokraten macht ihn zum Vorbild, ungeachtet aller Anfeindungen von Journalisten oder Politikerwitwen. Herbert Wehners Ansehen war zu Lebzeiten überragend, und es hat seinen Tod weit überdauert. In seinem Sinne und mit Hilfe seiner Witwe Greta Wehner werden Freundeskreis, Stiftung und Herbert-Wehner-Bildungswerk ihre Arbeit fortführen.

2. Bericht über die Arbeit von Bildungswerk und Freundeskreis

Der Geschäftsführer des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, Dr. Christoph Meyer, hält den Bericht.

Zielstellung von Herbert-Wehner-Bildungswerk, Stiftung, Neuer Gesellschaft Sachsen e.V. und Freundeskreis ist erstens die politische Bildung, also die Förderung des demokratischen Engagements, des Parlamentarismus und der Mitarbeit in Parteien, Vereinen und Initiativen sowie zweitens die Wahrung des Andenkens von Herbert Wehner in seiner Heimat Sachsen und darüber hinaus. Beides gehört untrennbar zusammen. Die Wahlergebnisse bei den Kommunal- und Europawahlen in Sachsen nennt Meyer teilweise alarmierend. Die Wahlbeteiligung ist weiter gesunken und - wenn man darunter SPD und CDU versteht - die politische Mitte hat deutlich an Stimmen verloren. Auf der anderen Seite haben die Populisten Stimmen gewinnen können, besonders alarmierend sind die Gewinne für Rechtsextreme in vielen Gegenden Sachsens. Zu den Ursachen für diese Entwicklung zählt Meyer die vielen Menschen unklare soziale Perspektive. Für viele Menschen wird zunehmend unklar, welchen Zusammenhang die Politik mit ihrem Leben hat. Die Politik erreicht die Menschen nicht, und dabei ist sie doch, nach Herbert Wehner, das "Regeln der Dinge, die alle angehen". Die Demokratie, gleich in welchen Parteien oder Organisationen, ist schlecht verankert. Sie wird getragen von einer dünnen Funktionärsschicht. Das ehrenamtliche Engagement ist schwach. Da ist es wenig hilfreich, wenn ein Dresdner Politikprofessor über die Zeitung der CDU empfiehlt, selbst die Positionen der Rechtsextremen zu pflegen, oder in einem anderen Interview, den Parlamentarismus durch ein Präsidialsystem zu ersetzen. Dieses ist ein Irrweg. Nicht eine Schwächung, sondern eine Stärkung der parlamentarischen Demokratie ist notwendig.

Das heißt für uns auch eine Stärkung der politischen Bildung. Mit vier Hauptamtlichen ist das Herbert-Wehner-Bildungswerk ein kleiner Bildungsträger. Es kann keine Wunder bewirken. Im Jahre 2003 wurden 71 Seminare durchgeführt, das waren die zweitmeisten in der Geschichte des Bildungswerks. Dabei wurden 4.012 Teilnehmertage erreicht, das sind 1.716 Personen, die im Schnitt knapp 2 1/2 Tage auf den Veranstaltungen verbracht haben. Gemessen an der Bevölkerungszahl Sachsens ist das wenig, für ein kleines Bildungswerk ist das viel.

Schwerpunkte waren:

  • Kooperationsseminare mit dem Netzwerk für Demokratie und Courage zur Bekämpfung des Rechtsextremismus. Zielgruppe waren vor allem jüngere Multiplikatoren.
  • Berlinfahrten, Hauptstadtfahrten vor allem mit Angehörigen der reiferen Generation aus Dresden
  • Kommunalpolitische Seminare
  • Als neues Projekt Zukunftswerkstätten "SMS - SchülerInnen machen Schule", durch welche die Schule als demokratischer Raum erfahrbar gemacht werden sollte. Hierfür gab es eine Sonderförderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Es kam zu Veränderungen im Personal des Bildungswerks: Seit November 2003 ist Claudia Blume Abteilungsleiterin für kommunalpolitische Bildung und Stellvertreterin des Leiters des Bildungswerks. Seit März 2004 ist Beate Neuber Pressesprecherin und Volontärin im Bereich Öffentlichkeitsarbeit.

Die im vergangenen Jahr gegründete Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung hatte einen guten Start. Es gab eine intensive Öffentlichkeitsarbeit durch Wehnerpost, Internetauftritt und ein Interview mit Greta Wehner im "Vorwärts". Aktuell steigt die Stiftung in die Buchproduktion ein. Zu ihrem 80. Geburtstag erscheint das Buch "Greta Wehner: Erfahrungen". Bei Direktbestellung bei der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung fließen 30 Prozent vom Erlös an die Stiftung. Entsprechende Bestellformulare gibt es beim Bildungswerk sowie auf seiner Internetseite wehnerwerk.de unter "Greta Wehner".

Für das Jahr 2004 sind bisher erst etwa 50 Seminare geplant. Ursache war eine Mittelkürzung des Freistaats Sachsen bei den kommunalpolitischen Bildungsmitteln um 30 Prozent, welche das Staatsministerium des Innern mittlerweile zurückgenommen hat. Es können also noch eine Reihe weiterer Seminare geplant werden. Einschneidend waren einige Entscheidungen der Bundeszentrale für politische Bildung. So wurden für die Reihe "SMS" in 2004 keine Mittel bewilligt, und die Förderung des größten Teils der Reihe "Demokratie braucht Projekte" wurde gar aus inhaltlichen Gründen abgelehnt. Hier handelt es sich um Projektseminare für junge Multiplikatorinnen und Multiplikatoren der demokratiefördernden Bildungs- und Initiativarbeit, die das Bildungswerk jetzt aus seinen institutionellen Mitteln finanziert. Angesichts der Entwicklung rechtsextremer Wählerpotentiale bezeichnet Meyer diese Entscheidungen der Bonner Behörde als ein fatales Signal.

Der Freundeskreis hat seine Mitgliedszahl im vergangenen Jahr von 402 auf 434 gesteigert. Angesichts der schweren Zeiten, in denen sich Parteien und demokratisches Engagement zur Zeit befinden, ist dies ein ermutigendes Zeichen. Dazu beigetragen haben unter anderem Jürgen Schmude und Hans-Jochen Vogel, die mit Unterstützung von Franz Müntefering eine Werbeaktion unter den Mitgliedern der SPD-Bundestagsfraktion gestartet haben. Dieses Beispiel wird zur Nachahmung empfohlen.

Neue Perspektiven für die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung ergeben sich mit dem Projekt einer Herbert-Wehner-Biographie. Am 11. Juli 2006 jährt sich der Geburtstag von Herbert Wehner zum 100. Mal. Das Thema ist zu wichtig, um es Sensationsjournalisten zu überlassen. Es geht darum, ein lesbares, gleichwohl wissenschaftlich seriöses Buch aus einer politischen, einer sozialdemokratischen Perspektive zu schreiben. Es wird sicher nicht das letzte Buch sein, das Herbert Wehners Biographie behandelt, aber es muß einmal ein Kilometerstein gesetzt werden, der das Leben dieses Jahrhundertpolitikers nicht abschließend aber seiner würdig erzählt. Und damit wird dann auch der Komplex "Wehnerwerk" gestärkt. Christoph Meyer hat sich also, nach vielen Gesprächen und enger Abstimmung mit Greta Wehner, Jürgen Schmude und Hans-Jochen Vogel, entschlossen, dieses Buch zu schreiben. Die Stiftung hat sich um zusätzliche Mittel zur Finanzierung bemüht, vor allem gibt Greta Wehner monatlich einen ansehnlichen Betrag, um Christoph Meyer von der täglichen Arbeit im Bildungswerk zu entlasten. Darüber hinaus wurde ein Herbert-Wehner-Stipendium bei der Friedrich-Ebert-Stiftung beantragt, und die von dort zu vernehmenden Signale sind positiv. Aber es fehlt noch Geld, welches durch den Kauf von Büchern "Erfahrungen" sowie durch direkte Spenden an die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung (ob regelmäßig monatlich oder einmalig) eingeworben werden soll.

Unabhängig vom Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen am 19. September ist die politische Aufgabe des Bildungswerks die Stärkung von Demokratie und Sozialdemokratie in Sachsen. Dazu ist, so Meyer, eine enge Zusammenarbeit mit allen zur Sozialdemokratie im weiteren, geschichtlichen und politischen Sinne gehörenden Organisationen nötig: Gewerkschaften, Vereine und Initiativen, aber auch und gerade die sozialdemokratische Partei hier in Sachsen. Hier ist eine Verbesserung der Zusammenarbeit nötig und möglich. Dazu geht es nicht darum, sich gegenseitig zu instrumentalisieren, sondern darum, auf getrennten Baustellen für gemeinsame Ziele zu arbeiten. Die Türen des Bildungswerks jedenfalls stehen offen.

3. Kassenbericht

Christoph Meyer erläutert die Einnahmen und Ausgaben des Freundeskreises anhand des Ergebnisses für das Jahr 2003 und des Planes für das Jahr 2004.

Im wesentlichen wurden 2003 die Planzahlen erreicht. Die Mitgliedsbeiträge sind leicht geringer ausgefallen, da ältere, finanzkräftige Mitglieder ausscheiden und jüngere Neuaufnahmen dies zahlenmäßig mehr als wett machen, aber eben nicht finanziell. Die SPD-Landtagsfraktion hat im vergangenen Jahr wie dankenswerter Weise auch dieses Jahr das Grillfest gemeinsam mit dem Freundeskreis veranstaltet, so daß erhöhten Ausgaben hierfür entsprechende Kostenerstattungen gegenüber stehen. Bei den Ausgaben stechen 10.000 Euro Zuwendung ins Auge. Dieser Betrag wurde als Zustiftung zur Gründung der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung gespendet, das Geld bleibt also "im Hause". Einnahmen in Höhe von knapp 37.000 Euro stehen also Ausgaben von etwa 17.700 Euro gegenüber. Das ergibt einen Jahresüberschuß von etwa 19.200 Euro, und damit wurde das Vermögen gesteigert auf EUR 151.425,47 zum 31.12.2003.

Der vorliegende Etat für das Jahr 2004 geht auf einer zurückhaltende Schätzung zurück. Es gibt aber bereits Anzeichen dafür, daß zumindest der Saldo nicht schlechter wird als geplant. Der Freundeskreis kann 2004 also mit einem Überschuß von etwa 23.000 Euro rechnen. Sein Vermögen läge dann zum 31.12.2004 bei etwa 175.000 Euro.

Die langfristige Vermögensentwicklung erfährt seit 1999 jährlich eine mehr oder weniger lineare Steigerung. Seit 2003 kommt noch die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung hinzu. Freundeskreis und Stiftung liegen nach heutiger Schätzung Ende 2004 zusammen bei einem für langfristige Aufgaben wie den Erwerb einer Bildungsstätte vorgesehenen Vermögen von knapp über 200.000 Euro.

4. Aufgabenschwerpunkte

Der Freundeskreis faßt einstimmig den folgenden Beschluß zum Verwendungsvorschlag über die Mittel des Freundeskreises:

"Die Gelder des Freundeskreises sollen grundsätzlich angelegt und verzinst werden, damit sie später einmal zum Erwerb einer Bildungsstätte dienen können. Nach Absprache mit dem Sprecher des Freundeskreises können Gelder des Freundeskreises auch in Form einer Zustiftung bzw. Zuwendung an die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung angelegt werden.

Bereits bestehende Pauschalzahlungen an die Neue Gesellschaft Sachsen e.V. und die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung können in der bisherigen Höhe weiter entrichtet werden. Ausgaben für den laufenden Geschäftsbetrieb, die im Rahmen der Freundeskreisarbeit entstehen, sind direkt durch den Freundeskreis zu entrichten.

Alle weiteren Ausgaben sollen im voraus mit dem Sprecher des Freundeskreises abgestimmt werden."

5. Verschiedenes

Jürgen Schmude weist darauf hin, daß Herbert Wehners 99. Geburtstag am 11. Juli 2005 auf einen Montag fällt. Daher wird das nächste Freundeskreistreffen voraussichtlich an dem unmittelbar davor liegenden Wochenende stattfinden.

6. Podiumsdiskussion

Dem organisatorischen Teil, der um 16.35 Uhr beendet ist, schließt sich eine gemeinsam von Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk und DGB-Bildungswerk Sachsen durchgeführte Podiumsdiskussion an, die von Jürgen Schmude moderiert wird.

Die Diskussion und damit das 8. Treffen des Freundeskreises endet kurz nach 18.00 Uhr.

Weitere Informationen zum Freundeskreis unter www.wehnerwerk.de/freundeskreis.

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Wehner-Stiftung macht Bücher - Große Veranstaltung in Dresden mit Franz Müntefering

Greta Wehners Erfahrungen und Herbert Wehners Biographie - Freundeskreis traf sich im Ballsaal "Orpheum"

Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung nimmt sich zwei Buchprojekte vor. Dies gab die Dresdner Stiftung auf dem Jahrestreffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk am 11. Juli 2004 bekannt. Zu ihrem 80. Geburtstag am 31. Oktober 2004 erscheinen Greta Wehners "Erfahrungen - Aus einem Leben mitten in der Politik", und zu Herbert Wehners 100. Geburtstag am 11. Juli 2006 schreibt Stiftungsvorstand Christoph Meyer eine Herbert-Wehner-Biographie.

Zum jährlichen Treffen am Geburtstag von Herbert Wehner kamen dieses Jahr über 180 Gäste von nah und fern ins prall gefüllte "Orpheum" in der Dresdner Neustadt. Höhepunkt war ein Podiumsgespräch mit dem SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering, Hans-Jochen Vogel, Landesbischof Johannes Hempel und dem DGB-Landesbezirksvorsitzenden Hanjo Lucassen. Der Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, der ehemalige Bundesbildungs- und -justizminister Jürgen Schmude, moderierte das hochkarätige Gespräch unter dem Motto "Solidarität auf dem langen Weg zu inneren Einheit". Dabei waren neben Greta Wehner auch Sachsens SPD-Frontmann Thomas Jurk und Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, der über 20 Jahre Herbert Wehners DDR-Verhandlungspartner in Sachen Häftlingsfreikäufe und Familienzusammenführung war.

Greta Wehner hat nach Herbert Wehners Tod im Jahr 1990 in zahlreichen Veranstaltungen Zeugnis abgelegt vom Wirken ihres Mannes, vom gemeinsamen Erleben und von ihren eigenen Erfahrungen mitten in der Politik. Sie hat den in Dresden geborenen SPD-Politiker 37 Jahre lang begleitet, als Mit-Arbeiterin, Ehefrau und Pflegerin. Christoph Meyer, der Leiter des Dresdner Herbert-Wehner-Bildungswerks, gibt ihr Buch "Erfahrungen" für die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung heraus. "Es geht nicht nur darum, Greta Wehner mit dieser Sammlung zu ehren. Sie ist eine politische Persönlichkeit, wie es kaum eine zweite gibt, und sie hat uns eine Menge zu sagen", so Meyer zu dem Buch, das im Oktober erscheint. Er fügt hinzu: "Wer das Buch direkt bei uns bestellt, tut ein gutes Werk: 30 Prozent vom Erlös gehen dann an die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung."

Sie fließen in die Förderung des zweiten Projekts: Zu Wehners 100. Geburtstag 2006 schreibt Meyer eine Gesamtbiographie des Politikers. "Herbert Wehner hat eine knappe, komplette und lesbare Biographie verdient", beschreibt Meyer sein Ziel: "Wehners Leben erzählen heißt Verständnis schaffen für die deutsche Geschichte, für den hohen Wert der Demokratie und für ihre Gefährdung." Meyer: "Das Buch soll ein weiterer Baustein zu unserem Dresdner 'Haus für Herbert Wehner' sein."

Nähere Informationen zu dem Buch "Erfahrungen" auf dieser Homepage unter Greta Wehner.

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Neues nun von Neuber

Beate Neuber übernimmt den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Beate Neuber

Seit März 2004 verstärkt die 35jährige Kommunikations- und Medienwissenschaftlerin Beate Neuber das Herbert-Wehner-Bildungswerk. Beate Neuber übernimmt den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie einen Teil der Bildungsarbeit.

"Ob ein Seminar oder eine Veranstaltung bekannt und genutzt wird, hängt entscheidend von einer kompetenten Kommunikation in der Öffentlichkeit ab. Ich möchte dazu beitragen, dass durch eine aktive und kontinuierliche Pressearbeit und eine gute Gestaltung die Arbeit des Bildungswerks präsenter wird."

Erreichbar ist Beate Neuber über 0351-8040220, Fax: 0351-8040222, Email: neuber@wehnerwerk.de.

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Der lange Weg zur inneren Einheit

Seminar und öffentliche Podiumsdiskussion aus Anlass des 98. Geburtstages von Herbert Wehner

Herbert Wehner

Das Seminar beginnt mit Streifzügen in die Vergangenheit. Wie kaum ein zweiter hat sich der geborene Dresdner Herbert Wehner bemüht, die Teilung Deutschlands zu überwinden, politisch wie menschlich.

Dr. Martin Rupps, Autor des Buches "Die Troika" nimmt die drei großen Sozialdemokraten der Bundesrepublik - Brandt, Wehner und Schmidt und ihr Binnenverhältnis in den Blick.

Am zweiten Veranstaltungstag geht es nach Dresden-Striessen. Matthias Stresow (Stadtführer von igeltour) zeigt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Schauplätze von Herbert Wehners Kindheit und Jugend. Anregungen für eine politische Gedenkkultur werden nachmittags anhand des Konzeptes "micromueseum" mit einem Besuch im Erich-Kästner-Museum gegeben.

Mit der Podiumsdiskussion zu aktuellen Themen der inneren Einheit schließt sich am Sonntag, den 11. Juli um 16.00 Uhr der Bogen. Politiker wie Franz Müntefering und Hanjo Lucassen und aktive (Un-)Ruheständler wie der Landesbischof i.R. Johannes Hempel und Hans Jochen Vogel diskutieren im Orpheum (Kamenzer Str. 19) über das aktuelle Verhältnis von Ost- und Westdeutschen:

  • Was hat nach den Jahren nach 1990 an Hilfe und Solidaritätsbeweisen positiv gewirkt und was behält seinen Wert?
  • Soll es wirklich genug sein mit der Hilfe aus dem Westen?
  • Worauf soll man beim Einsatz weiterer Hilfe besonders achten?

Die Podiumsdiskussion im Rahmen des 8. Freundeskreistreffens ist öffentlich, der Eintritt frei.

Weitere Informationen zu einzelnen Programmpunkten des Seminars finden Sie hier.

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NachwuchsmoderatorInnen gesucht!

Werkstatt politische Bildung - Jetzt anmelden!

Wie ein Projekt, ein Seminar und die Arbeit in Gruppen ganz allgemein gelingt, hängt wesentlich von einer kompetenten Leitung und einer gekonnten Moderation ab. In der traditionellen Sommerschule des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Königstein geht es dieses Jahr um das Handwerkszeug der Moderation von Grund auf. Seminarleiterin ist die Moderationstrainerin Petra Sielk.

Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten, junge und jung gebliebene Bürgerinnen und Bürger, die in Vereinen, Initiativen und Parteien Projekte, Veranstaltungen oder Gespräche leiten sowie Seminare moderieren wollen.

Neben der Vermittlung von Wissen zu Moderationsmethoden, zu Grundlagen der Präsentation, zu erlebnispädagogischen Elementen geht es in der Werkstatt vor allem darum, das Moderieren praktisch zu üben. Im Vordergrund stehen folgende Fragen:

  • Welche Rolle spielt eigentlich der Moderator?
  • Welche Methode verwende ich wann?
  • Wie aktiviere ich die TeilnehmerInnen?

Um sofortige Anmeldung wird gebeten.

Das vollständige Seminarprogramm inkl. Anmeldeformular finden Sie hier.

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Rotes Dresden, rotes Leipzig, auf den Spuren Herbert Wehners

Stadtführungen diesseits von Barock und Bombennacht

Blick von der Terrasse des Volkshauses während des Stadtrundgangs in Dresden am 21. April 2004.

Am 21. April 2004 startete das Herbert-Wehner-Bildungswerk zum zweiten Mal zur Stadtführung durch "das rote Dresden". Erfolgreich. Denn über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekamen mit dem Rundblick von der Terrasse des Volkshauses eine ganz andere Sicht auf ihre Stadt. "Löbtau, der Wettiner Platz, der Rote Poppitz und Friedrichstadt haben für mich ein Gesicht und eine Geschichte bekommen-." - sagte eine Teilnehmerin.

Weitere Erkundungen zur Geschichte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung folgen.

In Leipzig veranstaltet das Herbert-Wehner-Bildungswerk am 19. Juni 2004 eine Spurensuche in der historischen Wiege der deutschen Sozialdemokratie. Mehr dazu gibt es hier.

Auf den Spuren Herbert Wehners in Dresden begibt sich aus Anlass seines 98. Geburtstags eine öffentliche Stadtführung am 11. Juli 2004. Treffpunkt zu der Veranstaltung von igeltour Dresden ist um 10.00 Uhr vor dem Herbert-Wehner-Denkmal, Spener-/Ecke Kyffhäuserstraße.

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Das Soziale Denken

Zivil - Gesellschaft(s) - Kritik

Der Begriff "Zivilgesellschaft" wird aktuell geradezu inflationär benutzt: Das Spektrum reicht von der Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung durch Nichtregierungsorganisationen bis hin zu neoliberalen Appellen an die Eigenverantwortung der Individuen. Dadurch wird seine analytische Schärfe verbraucht. Wir möchten ihn gesellschaftskritisch reformulieren.

Im Anschluss an den italienischen Theoretiker Antonio Gramsci ist Zivilgesellschaft das Feld gesellschaftlicher Auseinandersetzungen. Dort geht es um die Hegemonie: Wer oder was bestimmt das Denken, wer oder was entscheidet über die Verteilungsfragen, über den Zugang zur Macht und damit gleichzeitig über gesellschaftlichen Ausschluss?

Die politischen und sozialen Fragen der heutigen Zeit sind auch Kämpfe in den Zivilgesellschaften; es sind Konflikte um gesellschaftliche Ressourcen, um Machtkonstellationen sowie die Vorstellungen "in unseren Köpfen".

Folglich ist auch die Wissenschaft involviert, die sowohl Teil der Zivilgesellschaft ist, als auch eine eigene Arena des Streits um Wahrheiten bildet. Deshalb ist gerade die Wissenschaft aufgefordert - aus theoretischer wie forschungspraktischer Perspektive - sich reflexiv mit dieser Position auseinander zu setzen. Welche Theorien und Methoden bilden die Wirklichkeit nur ab, welche erweitern Blickwinkel und hinterfragen kritisch vermeintliche Wahrheiten?

Es gibt aktuelle soziale und politische Fragen, die mit dem Konzept der Zivilgesellschaft verbunden sind, im nationalen wie internationalen Kontext. Und es sind Fragen der Wissen(schaft)sproduktion.

Es sind gesellschaftliche, soziale Fragen, die wir stellen und diskutieren möchten. Dieses Fördern und Fordern des sozialen Denkens, dem sich "Engagierte Wissenschaft" und Herbert-Wehner-Bildungswerk verpflichtet haben, ist Voraussetzung, um im Sinne Gramscis eine Gegen-Hegemonie aufzubauen.

Die Reihe "Das Soziale Denken" besteht aus vier öffentlichen Veranstaltungen. Der Eintritt ist frei. Folgendes sind die Termine:

  • 20.04.2004, 19.00 Uhr Auftakt: Gramscis Zivilgesellschaft; mit Dr. Sabine Kebir, Berlin; Näheres hier.
  • 24.05.2004, 19.00 Uhr: Zivilgesellschaften in Entwicklungsländern; mit Dr. Heidrun Zinecker, Frankfurt/Main; Näheres hier.
  • 15.06.2004, 19.00 Uhr: Hegemonie und Diskurs; mit PD Dr. Alex Demirovic, Frankfurt/Main; Näheres hier.
  • 06.07.2004, 19.00 Uhr: "Die zwei Körper der zivilen Gesellschaft". Zivilgesellschaft und bürgerliches Engagement; mit Dr. Wolfgang Fach, Leipzig; Näheres hier.

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Qualifiziert im Bürgerdialog

Rhetorikseminar (nicht nur) für Kandidaten ein voller Erfolg

Zufrieden nach getaner Arbeit blicken die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Ende des Rhetorikseminars in Königstein. Kandidatinnen und Kandidaten zur Europa-, Kommunal- und Landtagswahl, aber auch anderweitig Interessierte stellten sich mit großer Motivation ein Wochenende lang der Aufgabe, sich das Handwerkszeug zum politischen Überzeugen anzueignen.

Mit den Ergebnissen des Seminars waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr zufrieden.

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Das rote Dresden

Herbert-Wehner-Bildungswerk lädt zum Stadtrundgang "Diesseits von Barock und Bombennacht"

Matthias Stresow führt am Mittwoch, dem 21. April 2004, ab 18.30 Uhr durch "Das rote Dresden". Der politisch-historische Stadtrundgang des Herbert-Wehner-Bildungswerks ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenlos. Treffpunkt ist vor dem Volkshaus am Schützenplatz 14.

Die knapp zweistündige Veranstaltung beginnt mit einem Rundblick vom Volkshaus auf die Stadt. Auf dem Programm stehen die Geschichte des Volkshauses, das Löbtauer Zuchthausurteil von 1898 und der Dresdner SPD-Parteitag von 1903 sowie der Dresdner Jahrhundertpolitiker Herbert Wehner (1906-1990).

Der Rundgang führt weiter von der Gedenktafel zur Bücherverbrennung vor den Redaktionsräumen der sozialdemokratischen "Dresdner Volkszeitung" und dem "Roten Poppitz" am Wettiner Platz zum ehemaligen Keglerheim in Friedrichstadt. Bei schönem Wetter endet die Stadtführung auf der Yenidze-Kuppel.

Matthias Stresow ist bekannt als Stadtführer von Igeltour Dresden. Mit von der Partie sind Christoph Meyer vom Herbert-Wehner-Bildungswerk sowie Ines Vogel und Robert Fuchs von der Juso-Hochschulgruppe Dresden.

Weitere Informationen zum Seminarprogramm finden Sie hier.

Einen kleinen Einstieg in "Das rote Sachsen - Traditionen der Sozialdemokratie" gibt es hier.

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Berlinfahrten ausgebucht

Großes Echo auf Pressemitteilung - nur noch Plätze auf der Warteliste

Die Seminarfahrten "Berlin 2004 - Die Hauptstadt und wir" von Herbert-Wehner-Bildungswerk und igeltour Dresden sind komplett ausgebucht. Nach einer Pressemitteilung des Bildungswerks und umfangreicher Berichterstattung in den Medien standen die Telefone nicht still. "Wir freuen uns natürlich über das Interesse, aber ich komme gar nicht mehr zum normalen Arbeiten", klagte Sachbearbeiterin Renate Weber.

Die Folge: Alle sechs Berlintermine (im März, April, Mai, Juni, August und schließlich auch das Septemberseminar) sind restlos ausgebucht. Hier gibt es nur noch Plätze auf der Warteliste. Wer also noch mitfahren will, sollte sich einen vorderen Platz auf der Warteliste sichern oder für die Fahrten im kommenden Jahr (2005) die "Wehnerpost" (bitte hierfür die Postanschrift per E-Mail oder telefonisch mitteilen) bestellen. Die Ausgabe Herbst 2004 wird aller Voraussicht nach die Berlintermine 2005 und die Möglichkeit zur Anmeldung enthalten.

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Editorial zur "Wehnerpost" Nr. 12 (Frühjahr 2004)

von Christoph Meyer

Ob es sich um angebliche Mossad-Agentinnen oder Modern-Talking-Veteranen nebst Bekannten und Verwandten handelt: Die Enthüllung erfundener oder tatsächlicher intimer Details über Prominente in Zeitung, Buch und Fernsehen hat ungebrochen Konjunktur. Dabei wird offenkundig beim Publikum der Hang zum Voyeurismus befriedigt bzw. bei manchen vielleicht auch erst geweckt.

So mancher Prominente glaubt, es diene dem eigenen "Image", das Spiel der Kolportagemedien mitzuspielen. Doch nicht jeder Betroffene trägt selbst Schuld an einer solchen Behandlung, ja, es trifft sogar Verstorbene.

Und da sind wir bei Herbert Wehner angelangt. Der ARD-Film "Tödliche Falle" von Herbst 2002 war bei aller bösartigen Unterstellung für Enthüllungsjournalisten eine Enttäuschung: zu wenig intime Details, zu wenig Sensationelles. Peter Merseburger setzte in seiner gut verkauften Willy-Brandt-Biographie schon den einen oder anderen neuen Akzent: Noch keine großartigen neuen "Enthüllungen" zu Wehner, sondern hauptsächlich beiläufig Abfälliges, zum Beispiel die falsche Behauptung, Herbert Wehner habe in Moskau mit einem KPD-Funktionär "die Frau getauscht". Um intime Details bis hin zur (unkorrekten) Darstellung des Familienlebens und der häuslichen Atmosphäre auch der Wehners bemühte sich jüngst der Willy-Brandt-Günter-Guillaume-Zweiteiler "Im Schatten der Macht". Nun könnten Wehner-Anhänger geradezu froh sein, daß dieser als immerhin intelligenter Schurke inmitten der entweder als hysterisch (Schmidt) oder depressiv (Brandt) dargestellten SPD-Riege noch geradezu gut wegkommt. Auch wenn manche jüngere Leute sich nach dem Film fragen mußten, wie denn eine Partei- und Regierungsführung aus Schurken, Depressiven und Hysterikern überhaupt dazu fähig gewesen sein kann, Anfang der 1970er entscheidende Leistungen wie "Mehr Demokratie wagen", innere Reformen und die Neue Ostpolitik auf den Weg zu bringen. Infam aber war die durch nichts zu beweisende und unsinnige Unterstellung, Herbert Wehner habe den Rücktritt Willy Brandts betrieben, indem er Nollau vom Verfassungsschutz ermuntert habe, nach Guillaumes Wissen über das Privatleben von Willy Brandt zu forschen. Besonders ärgerlich ist es, wenn diese Darstellung dann einige Wochen später vom gleichen Sender (ARD) in einer "Dokumentation" mit dem programmatischen Titel "Sex, Skandale, Politik" in verkürzt-plakativer Form neu aufgegossen wird. Hier geht es nur um Sensationsmache. Der Informationswert ist gering. Es handelt sich um die Verschwendung von Rundfunkgebühren.

Es ist festzustellen: Bei der Suche nach Kolportagestoffen wird die Wahrheit notfalls zurecht gebogen oder gleich ganz verfälscht. Tote können sich nicht wehren. Und bei jedem Gerücht gilt: Irgendwas bleibt immer hängen. Es wäre naiv zu glauben, gegen die geballte Medienmacht ließe sich ein wahrheitsgerechtes Bild von Herbert Wehner in der breiten Öffentlichkeit durchsetzen. Für Institutionen wie das Herbert-Wehner-Bildungswerk und die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, welche in besonderer Weise der Wahrung des Erbes ihres Namensgebers verpflichtet sind, ist es aber selbstverständlich, Stellung zu beziehen und auf die tatsächlichen politischen wie menschlichen Leistungen Herbert Wehners hinzuweisen. In dieser Ausgabe kommt hierzu Greta Wehner selbst zu Wort (Greta Wehners Wortmeldung hier).

Allen Leserinnen und Lesern, Freunden und Freundinnen des Herbert-Wehner-Bildungswerks ein gutes, gesundes und glückliches Jahr 2004!

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Sachsen wählt

Herbert-Wehner-Bildungswerk bietet Politikberatung für alle

In Sachsen sind 2004 nicht nur Europa-, sondern auch Landtags- und Kommunalwahlen. Die Bevölkerung soll von Politik und Medien in die Lage versetzt werden, sich bewußt zu entscheiden zwischen unterschiedlichen Ideen zur demokratischen Gestaltung der Zukunft des Landes.

Bei der bewußten Entscheidung will das Herbert-Wehner-Bildungswerk helfen. "Wer immer eine Frage oder auch Diskussionsbedarf zu politischen Themen hat, kann zu uns kommen", so Geschäftsführer Christoph Meyer. "Wir werden uns bemühen, Informationen zu beschaffen und inhaltliche Fragen von Bürgerinnen und Bürgern zur Politik in Sachsen, Deutschland und Europa aufzuklären. Ohne Agitation. Nicht belehrend, sondern im Dialog." Die BürgerInnensprechstunde im Herbert-Wehner-Bildungswerk ist ab dem 24. Februar jeden Dienstag (außer in den Schulferien) von 15 bis 17 Uhr. Gegebenenfalls können auch andere Termine vereinbart werden. Anruf genügt: 0351-8040220 - oder E-Mail.

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Trauer um Hans-Hermann Schmieder

Am 1. Januar 2004 ist, nach kurzer schwerer Krankheit, das Mitglied des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, Professor Hans-Hermann Schmieder aus Dresden verstorben.

Hans-Hermann Schmieder hat sich in Dresden vor allem um die Geschichtsarbeit verdient gemacht und auch auf Veranstaltungen des Herbert-Wehner-Bildungswerks so manch wichtige Anregung gegeben. Der engagierte Sozialdemokrat hat uns so manchen gelungenen Schnappschuß von den Veranstaltungen des Bildungswerks und des Freundeskreises geliefert. Er wird uns sehr fehlen.

Die hier abgebildeten Aufnahmen zeigen Hans-Herrmann Schmieder beim Fotografieren auf den Veranstaltungen zum 95. Geburtstag von Herbert Wehner am 11./12. Juli 2001.

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Bildungsmarken erhältlich

Das Netzwerk politische Bildung hat jetzt Bildungsmarken herausgegeben,

Das Netzwerk politische Bildung hat jetzt Bildungsmarken herausgegeben, die zum Beispiel von Parteimitgliedern in die jeweiligen Parteibücher geklebt werden können. Sie erhalten den Hinweis "Qualifiziert im Bildungswerk der sozialen Demokratie" und Angaben zu Name, Seminarthema, Ort und Datum der Bildungsveranstaltung. Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Seminaren des Herbert-Wehner-Bildungswerks erhalten die Aufkleber auf Wunsch kostenlos am Ende von Seminarveranstaltungen von der Seminarleitung.

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10. und 11. Juli vormerken!

Auch in diesem Jahr trifft sich der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk am Geburtstag von Herbert Wehner,

also am Nachmittag des 11. Juli 2004. Und wie schon in den fünf vorangegangenen Jahren findet am Abend das Geburtstagsgrillfest im Garten des Herbert-Wehner-Bildungswerks ein. Hier treffen sich traditionell die Freunde von Herbert Wehner und des Bildungswerks von nah und von fern, darunter auch die Mitglieder des Beirats der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung.

"Ein inhaltliches Rahmenprogramm wird noch vorbereitet", weiß Geschäftsführer Christoph Meyer. "Diesmal wollen wir uns in einem kleinen Seminar ab 10. Juli unter anderem mit Herbert Wehner selbst beschäftigen." An dem betreffenden Wochenende beginnen in Sachsen die Sommerferien, und in Dresden ist wieder Museumsnacht (Näheres ab Frühjahr im Internet unter www.dresden.de/museumsnacht). Wie im Vorjahr lohnt sich also ein Wochenendaufenthalt in Dresden.

Eine Einladung mit genaueren Informationen erhalten die Freundeskreismitglieder rechtzeitig per Briefpost. Meyer: "Wer sonst noch dabei sein will, sollte nicht zögern, Mitglied im Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk zu werden."

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