Nachrichten aus dem Jahr 2003

Nachrichten aus den Jahren 1999, 2000, 2001, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009 und 2010.

 


 

Demokratie braucht Projekte

Methoden für das ehrenamtliche Engagement

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk und das Netzwerk für Demokratie und Courage wollen auch im Jahr 2004 ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Das Bildungsangebot "Demokratie braucht Projekte" weist zwei wesentliche Neuerungen auf:

  • In diesem Projekt geht es um die ganze breite Palette moderner, innovativer ehrenamtlicher politischer Arbeit: um Projektmanagement im engeren und weiteren Sinne.
  • Das Konzept richtet sich sowohl an Trainer und Aktive innerhalb des Netzwerks für Demokratie und Courage, als auch an ehrenamtlich auf verschiedenen Ebenen der Zivilgesellschaft Tätige, also an MultiplikatorInnen aus den verschiedensten Vereinen, Initiativen, Zusammenschlüssen.

Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. und Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. setzen also ihre bewährte gemeinsame Bildungsarbeit fort und erweitern sie direkt in die Tiefe des gesellschaftlichen Raumes hinein.

Die vier Module umfassen folgende Themenbereiche:

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Das rote Dresden

Herbert-Wehner-Bildungswerk lud zum politisch-historischen Stadtrundgang

Matthias Stresow, bekannt als Stadtführer von Igeltour Dresden, führte am 10. Dezember 2003 durch "Das rote Dresden". Der politisch-historische Stadtrundgang begann vor der Gedenktafel am Haus Wettiner Platz 10, wo sich ein Dutzend Interessierte jüngeren Alters zusammenfanden. Die Initiative zu dem knapp zweistündigen Rundgang auf den Spuren der Arbeiterbewegung in Sachsens Landeshauptstadt war von der Dresdner Juso-Hochschulgruppe gekommen.

Auf dem Programm stand natürlich die Gedenktafel zur "Bücherverbrennung" vor den Redaktionsräumen der sozialdemokratischen "Dresdner Volkszeitung", der "Rote Poppitz", das Keglerheim, das Volkshaus mit Rundblick über die Stadt und weiteren Erläuterungen, u.a. zum Löbtauer Zuchthausurteil von 1899, zum Dresdner SPD-Parteitag von 1903, zum Stadtteil Plauen (August Bebel) und natürlich zu Striesen mit Herbert Wehner (1906-1990). Höhe- und Schlußpunkt war der Blick vom Dach des Volkshauses, wo DGB-Kreischef Rolf Neher die Teilnehmer empfing und mit der Geschichte des Hauses vertraut machte.

Auch wenn manche der Teilnehmerinnen und Teilnehmer doch arg froren: Diese Stadtführung "diesseits von Barock und Bombennacht" war ein guter Erfolg. "Wir werden an diese Veranstaltung anknüpfen", so Christoph Meyer vom Herbert-Wehner-Bildungswerk. "In Sachsen stand die Wiege nicht nur von Persönlichkeiten wie Herbert Wehner, sondern der gesamten deutschen Sozialdemokratie. Hier feierte die Arbeiterbewegung im 19. und frühen 20. Jahrhundert ihre größten Erfolge. Auch daran werden wir in Zukunft verstärkt erinnern."

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Hochschulen: Chancen zur Teilhabe nutzen

Ex-Staatssekretär Pasternack sprach zu Perspektiven der Hochschulreform

Großes Medieninteresse: Peer Pasternack umringt von den Mikrophonen dreier Rundfunksender

Am 9. Dezember 2003 referierte der ehemalige Berliner Staatssekretär Peer Pasternack vor über 70 interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern in der Leipziger Moritzbastei über die Perspektiven einer Hochschulreform. Die Gemeinschaftsveranstaltung von Herbert-Wehner-Bildungswerk und der studentischen Initiative Engagierte Wissenschaft im Rahmen der Reihe "Das Soziale Denken" stand ganz im Zeichen der studentischen Proteste gegen Mittelkürzungen und Studiengebühren, welche mit einer Großdemonstration am 13. Dezember in Leipzig ihren vorläufigen Höhepunkt fanden.

In seinem Vortrag ging der Wittenberger Hochschulforscher Pasternack vor allem auf die Funktionen der Hochschule für Gesellschaft, Sozialstaat und Wirtschaft ein. Er unterschied drei grundsätzliche Positionen im Umgang mit Hochschule: Neoliberale Positionen, die auf Marktförmigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Lehr- und Forschungsbetriebes setzten, konservative Positionen, die den Status quo auch im Sinne standespolitischer Interessen bewahren wollten und schließlich die emanzipatorische Position, die das soziale System Hochschule in den Mittelpunkt stellt und die Funktion der Hochschulbildung darin sieht, die Chance zur Teilhabe in der Gesellschaft zu erwerben. Zwischen diesen drei Positionen gebe es Schnittmengen, die auch immer wieder zu verblüffenden Bündnissen in den hochschulpolitischen Auseinandersetzungen führten.

Für studentische Positionen und Protest sah Pasternack dann eine Chance, wenn sie der Bevölkerung glaubhaft und argumentativ klar machten, daß ihre Forderungen im Interesse der Gesamtgesellschaft sind. Für die öffentliche Auseinandersetzung riet Pasternack, solche konkreten Forderungen aufzustellen, "gegen die niemand etwas haben kann". Die derzeitigen Pläne zur Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen in ganz Europa bewertete der Experte als "eine ökonomistische Gefährdung bei emanzipatorischen Chancen". Letztere gelte es zu nutzen, und dafür sei eben ein offensiver Umgang mit den Herausforderungen notwendig

Die Veranstaltung war begleitet von regem Medieninteresse. Wie es mit der Reihe "Das Soziale Denken" weitergeht: http://www.wehnerwerk.de/nachrichten/nachrichten.2003.html#denken

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Wintergruß vom Wehnerwerk

Einen umfassenden Wunschzettel hat das Herbert-Wehner-Bildungswerk aufgestellt:

15. Dezember 2003: Der erste Schnee im Hof des Herbert-Wehner-Bildungswerks

Für 2004 wünschen wir uns Frieden in der Welt, gleichberechtigte und freunschaftliche Beziehungen unter den Völkern und Erfolge im Kampf gegen Hunger und Verelendung. Europa, die Europäische Union wünschen wir uns 2004 bürgernäher und demokratischer. Deutschland wünschen wir, daß es 2004 Schritte hin zur Verwirklichung einer sozialen Demokratie geht, hin zu einer Gesellschaft ohne Massenarbeitslosigkeit, mit sozialem Frieden, gegenseitiger Verantwortung und gleichberechtigter Teilhabe aller. In Sachsen sind 2004 nicht nur Europa-, sondern auch Landtags- und Kommunalwahlen. Da wünschen wir dem Volk, daß es von Politik und Medien in die Lage versetzt wird, sich bewußt zu entscheiden zwischen unterschiedlichen Ideen zur demokratischen Gestaltung der Zukunft des Landes. Und dem Land wünschen wir Kandidatinnen und Kandidaten, denen es nicht zuerst um den persönlichen Erfolg geht, sondern um die politische Gestaltung. Und diesen Kandidatinnen und Kandidaten wünschen wir Erfolg.

Für uns, das Herbert-Wehner-Bildungswerk selbst, wünschen wir uns nächstes Jahr ein noch breiteres Interesse für unsere politische Bildungsarbeit. Deren Ziel besteht darin, die Menschen zur politischen und parlamentarischen Mitwirkung zu ermutigen und zu befähigen. Dazu brauchen wir weiterhin eine solide öffentliche Finanzierung, aber auch mehr und neue Mitglieder in unserem Freundeskreis und Spenden, besonders für die neu gegründete Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung. Unsere Aufgabe ist auch die Pflege des Andenkens von Herbert Wehner, unserem Namensgeber. Was ihn betrifft, so wünschen wir uns, daß 2004 kein Jahr weiterer Verleumdungen wird, sondern der seriösen, fairen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung.

Dies sind fromme Wünsche? Ja, vielleicht. Eben drum.

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk wünscht allen seinen Partnern, Freunden und Bekannten ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes und gutes Jahr 2004!

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Blume im Wehnerwerk

28jährige Juristin ab sofort zuständig für Kommunales

Die 28jährige Juristin Claudia Blume aus Dresden verstärkt seit dem 1. November 2003 das hauptamtliche Team im Herbert-Wehner-Bildungswerk. Als Abteilungsleiterin für kommunalpolitische Bildung und Geschäftsführerin der SGK Sachsen e.V. wird sie die kommunalpolitischen Seminare betreuen und den in Landkreisen, Städten und Gemeinden Aktiven mit Rat und Tat zur Seite stehen.

"Claudia Blume soll die kommunalpolitische Bildungsarbeit schwungvoll vorantreiben", umschreibt Bildungswerksgeschäftsführer Christoph Meyer seine Erwartungen an die "Neue". Claudia Blume ist Nachfolgerin von Karin Thiele, die der Kommunalpolitik aber weiterhin als Stadträtin in Heidenau verbunden bleibt.

Auf die Stellenausschreibung hatten sich über 60 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet, "darunter viele Leute mit hervorragenden Qualifikationen", so Meyer. Am Ende fiel die Wahl auf diejenige Kandidatin, die die meiste kommunalpolitische Fachkompetenz aufwies. Claudia Blume hat in Frankfurt (Oder) und Aix-en-Provence Recht studiert sowie in Dresden den Titel "Legal Law Master of European Integration" (LL.M Eur. Integration) erworben. Sie hat praktische Erfahrungen als Stadträtin in Frankfurt (Oder) gesammelt. Heute ist sie politisch aktiv als Mitglied im Vorstand und ASF-Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Dresden-Elbe-Röder.

Am 20. Oktober 2003 konnte Claudia Blume auch den Vorstand der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) Sachsen e.V. von ihren Qualitäten überzeugen. Sie wurde einstimmig zur neuen Geschäftsführerin bestellt. Damit sind kommunalpolitische Bildung und kommunalpolitische Interessenvertretung weiterhin in einer Hand. Claudia Blume, die SGK Sachsen und das Herbert-Wehner-Bildungswerk sind überzeugt: Mit dieser Kombination gewinnen alle Beteiligten.

Claudia Blume beschreibt ihre Ziele: "Ich möchte die SGK gut organisieren, vertreten und ausbauen. Ich möchte dazu beitragen, daß es in Sachsen fachlich, politisch und allgemein gut qualifizierte Kommunalpolitiker gibt. Und ich stehe allen, die den Bedarf haben, gerne mit meinem Rat zur Seite, insbesondere auch in Rechtsfragen."

Die Abteilung für kommunalpolitische Bildung des Herbert-Wehner-Bildungswerks sowie die SGK Sachsen sind erreichbar über die Telefonnummer (03 51) 2 16 70 91, Telefax (03 51) 80 40 222 und per E-Mail unter blume@wehnerwerk.de.

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Vortrag zu Leipzig fällt aus

Der für Donnerstag, den 6. November 2003 17.00 Uhr in Dresden angekündigte Vortrag "Mit Leipziger Freiheit zu Olympia" muß aus organisatorischen Gründen entfallen. Ebenfalls entfallen muß der für Donnerstag, den 4. Dezember 2003 angekündigte Vortrag "InnovationsWerkStadt Chemnitz". Das Bildungswerk wird sich darum bemühen, diese Vorträge im kommenden Frühjahr/Sommer nachzuholen. Die neuen Termine werden gegebenenfalls rechtzeitig angekündigt.

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Erklärung zum TV-Spielfilm "Im Schatten der Macht"

In dem Spielfilm "Im Schatten der Macht" wird über Herbert Wehners Handlungsweise im Zusammenhang mit dem Rücktritt von Willy Brandt 1974 spekuliert. Abgesehen von den atmosphärischen Verdüsterungen und karikaturhaften Verzeichnungen, wie sie auch einer Reihe anderer Protagonisten des Films widerfährt, können wir aus den uns bekannten historischen Tatsachen und Zeitzeugenerinnerungen feststellen

  • Die Unterstellung, Herbert Wehner habe Nollau den Hinweis gegeben, das Privatleben von Willy Brandt zum Gegenstand der Ermittlungen im Fall Guillaume zu machen, ist falsch, ja abwegig.
  • Die Unterstellung, Herbert Wehner habe dem DDR-Rechtsanwalt Wolfgang Vogel gegenüber die Kanzlerschaft Willy Brandts als Hindernis für ein weiteres Vorankommen in der Deutschlandpolitik dargestellt, ist nach Aussage von Wolfgang Vogel falsch. Die filmische Darstellung des Vier-Augen-Gespräches Wehner-Vogel ist ohne Zutun von Wolfgang Vogel entstanden.
  • Die Darstellung der Privatsphäre der Wehners und der Person Greta Wehners ist unzutreffend und absichtsvoll diffamierend.
  • Herbert Wehner selbst kann in eigener Sache nicht mehr als Zeuge befragt werden. In einem Fernsehinterview von 1979 hat er, befragt, ob er fünf Jahre zuvor den Rücktritt von Willy Brandt für notwendig gehalten habe, gesagt: "Ich habe damals erklärt, es gibt keinen Grund für seinen Rücktritt". Die vollständige Passage des Interviews ist hier dokumentiert.

Dr. Christoph Meyer
Geschäftsführer des Herbert-Wehner-Bildungswerks

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Das Soziale Denken

Die menschliche Gesellschaft fördern und fordern - Veranstaltungsreihe an Leipziger Uni

Das Herbert-Wehner-Bildungswerk und die studentische Initiative "Engagierte Wissenschaft" (EnWi) haben in Leipzig Großes vor. Gemeinsam wollen sie "die menschliche Gesellschaft fördern und fordern ", und sie tun dies in diesem Herbst an der Universität mit der Vortrags- und Diskussionsreihe "Das Soziale Denken".

"Trotz, angesichts oder gerade wegen der Vorherrschaft wirtschaftsliberaler Maßstäbe im Zeitalter angeblicher Alternativlosigkeit", so Stefan Kausch von EnWi, "wollen wir Horizonte für eine menschliche Gesellschaft aufzeigen." Mitstreiter Christoph Meyer vom Herbert-Wehner-Bildungswerk ergänzt: "Reformen nur mit wirtschaftlichen Problemen zu begründen, reicht nicht aus. 'Engagierte Wissenschaft' und Herbert-Wehner-Bildungswerk fördern und fordern das soziale Denken, und sie helfen das Soziale zu denken."

Die Reihe "Das Soziale Denken" besteht aus vier öffentlichen Veranstaltungen. Der Eintritt ist frei. Folgendes sind die Termine:

28.10.2003, 19.00 Uhr Auftakt: Adorno. Die Frage der Sozialpolitik der Gesellschaft

Mit Johannes Ahrens, M.A., Münster und Dr. Raphael Beer, Münster.

Näheres hier.

18.11.2003, 19.00 Uhr Analyse: Bürgerversicherung. Solidarische Alternative der Sozialpolitik?

Mit: Prof. Dr. Karl W. Lauterbach, Köln.

Näheres hier.

9.12.2003, 19.00 Uhr Analyse: Hochschulpolitik. Hochschulreform in Zeiten der Sparideologie

Mit: Staatssekretär a.D. Dr. Peer Pasternack, Wittenberg.

Näheres hier.

13.1.2004, 19.00 Uhr: Aktion? Normalisierungsgesellschaft. Und darüber hinaus?

Mit: Prof. Dr. Jürgen Link, Dortmund.

Näheres hier.

"Engagierte Wissenschaft" und Herbert-Wehner-Bildungswerk wollen Horizonte für eine menschliche Gesellschaft aufzeigen, trotz, angesichts oder gerade wegen der Vorherrschaft wirtschaftsliberaler Maßstäbe im Zeitalter der Alternativlosigkeit.

Sowohl in der Politik als auch in wissenschaftlichen Auseinandersetzungen hat sich immer mehr ein Denken durchgesetzt, das zugespitzt mit "ökonomisch-rational" beschrieben werden kann. Reformen werden mit wirtschaftlichen Problemen begründet und durchgesetzt. WissenschaftlerInnen und gut bestallte DiskutantInnen liefern dazu "rationale" Argumente. Gleichzeitig werden die Nützlichkeits- und Verwertbarkeitsmaßstäbe an die Wissenschaft selbst angelegt. "Billige" Forschung soll produktive Ergebnisse liefern.

Dieser Diskurs in Politik und Wissenschaft lässt die Gesellschaft natürlich nicht unberührt. Alle Menschen gestalten ihr Leben, ihre Arbeit und die freie Zeit nach neuen "rational-ökonomischen" Gesichtspunkten. Aber dies geschieht nicht einfach freiwillig, sondern eben aufgrund des vorgeschriebenen und gedachten Diskurses.

Genau hier setzt die Vortragsreihe "Das Soziale Denken" an. Sie möchte einerseits das oben beschriebene Denken und die daraus sich entwickelnden Ergebnisse beschreiben und kritisch hinterfragen. Ist diese Art und Weise, Gesellschaft zu betrachten, wirklich rational oder nur eindimensional?

Der Begriff "Das Soziale" erscheint nur noch als Anhängsel anderer Bereiche und Maßstäbe. Dies ändern wir. Wir drehen den Fokus auf das Soziale.

Wir bringen die Gesellschaft und die Menschen selber in den Mittelpunkt der Diskussion. Engagierte Wissenschaft grenzt nicht "von oben" ab, sondern sie ermöglicht interdisziplinäres Verstehen für alle. Und dies genau an der Schnittstelle von Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Es geht um Alternativen im Denken und Handeln.

"Engagierte Wissenschaft" und Herbert-Wehner-Bildungswerk fördern und fordern das soziale Denken, und sie helfen das Soziale zu denken.

Information und Kontakt zu EnWi Leipzig im Internet unter: http://www.stura.uni-leipzig.de/sp/KURS_1978

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Das große Herbert-Wehner-Preisrätsel

Hauptgewinn: Ein Wochenende in Berlin

"In welchem Dresdner Stadtteil kam Herbert Wehner zur Welt?" oder "Wer war Herbert Wehners Nachfolger als SPD-Fraktionsvorsitzender im Bundestag?" - so oder ähnlich lauten die 12 Fragen, die das Herbert-Wehner-Bildungswerk sich für sein Preisrätsel ausgedacht hat.

Mitmachen können alle Interessierten. Das Rätsel gibt es entweder auf Anfrage beim Herbert-Wehner-Bildungswerk (Telefon 0351-80 40 220) oder zum Downloaden hier. Ein Tip zum Schluß: Bei einigen der Fragen hilft das genaue Studium unserer Internetseite.

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Wehnerpost Nr. 11 erschienen

Kostenloser Bezug möglich

Anfang August 2003 ist die elfte Ausgabe der "Wehnerpost" erschienen. Das Blatt enthält Informationen aus der Arbeit des Herbert-Wehner-Bildungswerks, des Freundeskreises und der neu gegründeten Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung sowie das aktuelle Seminarprogramm. Natürlich fehlt auch diesmal nicht ein schönes Zitat von Herbert Wehner sowie ein geschichtlicher Teil - diesmal mit Greta Wehners Erinnerungen an das Jahr 1953.

Die "Wehnerpost" erhalten alle Mitglieder des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk kostenlos. Einzelpersonen können die Wehnerpost ebenso kostenlos erhalten. Für Bürgerbüros und Ladenlokale kann das Bildungswerk zur Auslage nach Wunsch bis zu 20 Exemplare kostenlos zur Verfügung stellen. Ein Anruf im Bildungswerk (Renate Weber, Telefon 0351-80 40 220) oder eine E-Mail (info@wehnerwerk.de) genügt.

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Solidarität 2003

Beteiligung der Fraktion als Mitveranstalter am Grillfest

"Auch als kleines Dankeschön für die zeitweise Unterbringung" nach der Flutkatastrophe 2002 bezeichnete Thomas Jurk, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion Sachsen, die Beteiligung der Fraktion als Mitveranstalter am Grillfest zu Ehren des 97. Geburtstags von Herbert Wehner am 11. Juli. Wieder waren über 100 Gäste von nah und fern gekommen, die gemeinsam mit der Band "Let's Eat" und zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für ein gelungenes Fest sorgten.

Für ihre unentgeltliche Hilfe danken wir der SPD-Landtagsfraktion sowie unter anderem Martin Chidiac, Doris Füßer, Klaus Hirschnitz, Antje Kempa, den Meyers aus Bühren, Hannelore Rollow, Karin Trost und Ingo Wobst. Ebenso danken wir allen Spenderinnen und Spendern.

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Viel zu tun, viel zu sehen, viel gewonnen

Als Praktikant im Bildungswerk

Gregor Arndt (21), hat im Juli 2003 ein Praktikum beim Herbert-Wehner-Bildungswerk geleistet. Der Student der Literaturwissenschaften aus Gröditz interessierte sich vor allem für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Dazu hatte er vor und nach den Veranstaltungen am 11.Juli reichlich Gelegenheit. Unter anderem erstellte er Statistiken der Freundeskreismitglieder, schrieb er Artikel für die Wehnerpost und schraubte Regale an. Gregor Arndt faßt zusammen: "Es gab viel zu tun, es gab viel zu sehen, und ich habe eine Menge neuer Eindrücke gewonnen."

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Einbruch, Brandstiftung, Haushaltssperre, Diebstahl

Bildungswerk weiter gebeutelt

Nach dem Einbruch in das Herbert-Wehner-Bildungswerk im vergangenen Herbst sind die Täter scheinbar auf den Geschmack gekommen: Im März wurde erneut eingebrochen, wieder wurde wertvolle Technik entwendet, wieder hat die Polizei nichts herausbekommen und die Ermittlungen mittlerweile eingestellt. Das Bildungswerk hat jedoch reagiert: "Wir haben Sicherungen einbauen lassen, die Schwachstellen reduziert", so Geschäftsführer Meyer, er weiß aber: "100prozentige Sicherheit gibt es nie".

Das hat sich dann auch im Monat Mai gezeigt: Am hellichten Tag drangen unbekannte Täter in die Toilette auf dem Flur des Bildungswerks ein und zündeten den Papierkorb an. Es entstand ein Sachschaden von über 350 Euro. "Wir haben Anzeige erstattet", sagt Meyer.

In der Nacht vom 11. zum 12. Juli 2003 während des Grillfests haben sich wieder Unbekannte Zugang zu den Räumen des Bildungswerks verschafft. Die Diebe stahlen eine Handtasche mit Papieren, Karten, Dokumenten sowie Bargeld in Höhe von mehreren hundert Euro. "Schade", so Meyer, "eigentlich haben wir keine Lust, unsere Räume ständig zu verriegeln und verrammeln, schließlich sind wir für die Öffentlichkeit da."

Den größten finanziellen Schaden aber haben im Jahr 2003 die Haushaltssperren des Freistaats Sachsen angerichtet. Fast 16.000 Euro an Zuwendungen kürzten Innenministerium und Staatskanzlei weg. "Das sind die zweitgrößten Mittelkürzungen in der Geschichte des Herbert-Wehner-Bildungswerks", so Christoph Meyer. "Davon sind wir nicht allein betroffen, sondern auch andere Bildungsträger und kulturelle Einrichtungen. Der Staat muß sparen, klar. Aber gleichzeitig erhöht die CDU-Landtagsmehrheit die Diäten für Abgeordnete. Mittelkürzungen und Diätenerhöhungen haben in diesem Fall eins gemeinsam: Sie nutzen dem Ansehen der Demokratie nicht." Eines aber, so Meyer abschließend, stehe fest: "All diese Schläge werden uns nicht erschüttern. Unser Bildungswerk steht fest und grundsolide."

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Historische Fotos geschenkt

Schenkung anlässlich des 97. Geburtstages von Herbert Wehner

Hatte immer ein Ohr für die Mitarbeiter: Herbert Wehner (3.v.l. - mit im Bild v.l.n.r.: Greta Wehner, Hans Sander, Hermann Peters). Dieses gehört zu einer kleinen Sammlung von historischen Fotos, die Elke Sander aus Himbergen dem Herbert-Wehner-Bildungswerk zum 97. Geburtstag von Herbert Wehner geschenkt hat. Vielen Dank!

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Neuer Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin gesucht

Stellenausschreibung

Zum 1. November 2003 wird beim Herbert-Wehner-Bildungswerk e.V. in Dresden die Stelle der Pädagogischen Mitarbeiterin/Abteilungsleiter für Kommunalpolitische Bildung neu besetzt. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt 20 Stunden pro Woche (Teilzeit), sie soll aber nach Möglichkeit durch Honorartätigkeit ergänzt und in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Situation des Bildungswerks ab Herbst 2004 in Richtung einer Vollzeitstelle ausgedehnt werden. Die Stelle ist zunächst befristet, soll aber bei guter Zusammenarbeit anschließend in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis umgewandelt werden. Die Gehaltshöhe wird in Anlehnung an den BAT Ost festgelegt, ist aber auch abhängig von der wirtschaftlichen Situation des Bildungswerks.

Die Aufgaben des Pädagogischen Mitarbeiters/Abteilungsleiterin für kommunalpolitische Bildung umfassen u.a. die eigenständige Konzeption, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung inclusive Abrechnung kommunalpolitischer Bildungsmaßnahmen im Rahmen der Bildungsarbeit des Herbert-Wehner-Bildungswerks, die Erstellung bzw. Betreuung von Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit, gegebenenfalls die Geschäftsführung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik Sachsen e.V. Der/die Mitarbeiter/in ist direkt dem Leiter des Bildungswerks unterstellt.

Wir bieten eine interessante, abwechslungsreiche und ausbaufähige Tätigkeit in einem kleinen und motivierten Team in angenehmer Arbeitsatmosphäre.

Wir erwarten Kreativität, Dynamik, Loyalität, Sorgfalt und Flexibilität im konzeptionellen Arbeiten. Wichtig ist Teamfähigkeit, die Fähigkeit zuzuhören und zu lernen, der Wille und die Bereitschaft, sich und andere weiter zu qualifizieren. Dazu gehört auch politisch-kulturelles Hintergrundwissen sowie die Fähigkeit zur Identifikation mit der und Einfühlungsvermögen in die politische Bildungsarbeit. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium bzw. eine entsprechende Berufsausbildung ist unabdingbare Voraussetzung. Stilsicherheit, Sicherheit im Umgang mit dem PC (Office, Mail und Internet) sowie Kenntnisse und Erfahrungen in Öffentlichkeitsarbeit und Organisation sind unabdingbar. Dringend erwünscht sind Erfahrungen im Bereich Kommunikationstrainings/politische Bildung sowie praktische Erfahrungen in der Kommunalpolitik. Wir erwarten ggf. den Umzug in den Raum Dresden. Führerschein (Klasse 3) ist Einstellungsvoraussetzung.

Ihre aussagefähige Bewerbung senden Sie bitte bis zum 1. Oktober 2003 an:

Dr. Christoph Meyer
Leiter des Herbert-Wehner-Bildungswerks
Kamenzer Straße 12
01099 Dresden.

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"Mehr Mut zu Neuem"

Franz Müntefering sprach in Dresden

Am 11. Juli 2003, dem 97. Geburtstag von Herbert Wehner, sprach Franz Müntefering im gut gefüllten Plenarsaal des Dresdner Rathauses zum Thema "Das vereinte Deutschland sozial und demokratisch gestalten."

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion begann mit seinen persönlichen Erinnerungen an Herbert Wehner. Dieser konnte "mit Leidenschaft für das richtige Ziel, die gute Sache, streiten", er habe "das Team, das Praktisch-Pragmatische mit Augenmaß im Blick" gehabt und, so Nach-Nach-Nachfolger Müntefering, nicht nur "für die Menschheit im großen" gekämpft, sondern sich "ganz konkret sich um die Einzelnen, um den Einzelnen" gekümmert. Diese Herangehensweise, sagte Müntefering, sei auch 2003 gut geeignet, um "zu beschreiben, was sozialdemokratische Politik ist, um was es uns da eigentlich geht". So hielt sich der Fraktionsvorsitzende auch nicht lange mit der Vergangenheit auf, sondern beschrieb die "sozialdemokratische Perspektive für Deutschland", den Willen und die Wege der Regierungspartei SPD, das Land zu erneuern. Dabei komme es auf "Mehr Mut zu Neuem" an. Solidarität und Innovation gehörten zusammen.

Im Publikum saßen unter anderem Greta Wehner, Oberbürgermeister Roßberg, Jürgen Schmude, die Spitzen des sächsischen SPD sowie viele ehemalige und jetzige Bundes- und Landtagsabgeordnete. Beeindruckt zeigten sich viele der 250 Zuhörerinnen und Zuhörer von Münteferings Äußerungen zu den sozialen Sicherungssystemen. Viele Menschen fragten heutzutage, was sie von ihren Einzahlungen in die Krankenversicherung wieder zurückbekämen. Das sei aber die falsche Frage, so der Fraktionsvorsitzende: "Krankenversicherung ist kein Sparclub." Vielmehr funktioniere es so, daß viele mehr einzahlen als sie herausbekommen, damit diejenigen, die darauf angewiesen sind, mehr herausbekommen als sie einbezahlt haben. Und das könne jeden treffen. Das sei Solidarität: "Das Beste, was man tun kann ist, daß Menschen für Menschen einstehen", sagte Müntefering.

Der vollständige Text der Rede hier.

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Franz Müntefering spricht in Dresden

"Dienstjubiläum" für Greta Wehner

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Franz Müntefering, kommt am Freitag, den 11. Juli 2003, nach Dresden. Im Plenarsaal des Rathauses der Landeshauptstadt hält er um 17.00 Uhr eine Rede zum Thema "Das vereinte Deutschland sozial und demokratisch gestalten". Die öffentliche Veranstaltung findet im Zusammenhang mit dem jährlichen Treffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk und mit der Konstituierung der Organe der neu gegründeten Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung statt. Am 11. Juli wäre der aus Dresden stammende SPD- und Deutschlandpolitiker Herbert Wehner (1906-1990) 97 Jahre geworden.

Bürgermeister a.D. Dr. Klaus Deubel, der Vorsitzende des Herbert-Wehner-Bildungswerks, eröffnet die Veranstaltung. Daran anschließend hält der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Dresden, Ingolf Roßberg, ein Grußwort. Nach dem Vortrag von Franz Müntefering ist Gelegenheit zur Diskussion. Zum Abschluß spricht Greta Wehner.

"Wir erwarten viele Gäste von nah und fern", so der Geschäftsführer des Dresdner Bildungswerks, Dr. Christoph Meyer. "Außerdem", so verrät er, " gibt es an diesem Freitag noch ein Jubiläum: Am 11. Juli 1953 ist Greta mit Herbert Wehner zu ihrer ersten gemeinsamen 'Dienstreise' aufgebrochen, zur Sozialistischen Internationale in Stockholm. Wir feiern also dieses Jahr auch 50 Jahre Greta an der Seite von Herbert Wehner."

Greta Wehner erinnert sich an ihre erste "Dienstreise" an der Seite von Herbert Wehner: hier

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Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk jetzt über 400

Dresdner wird 400. Mitglied

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden hat eine kleine Mitglieder-Schallmauer durchbrochen. "Gestern kamen drei Beitrittsformulare an - jetzt sind es genau 401", meint Geschäftsführer Christoph Meyer und fügt hinzu: "Damit haben wir unser Etappenziel bis zum Geburtstag von Herbert Wehner am 11. Juli erreicht."

Mitglied Nummer 400 ist Thomas Früh aus Dresden. Nach den Motiven zu seinem Beitritt befragt, betont er die Rolle der Geschichte. Thomas Früh: "Herbert und auch Greta Wehner sind eben beeindruckende Persönlichkeiten. Freundeskreis und Bildungswerk wirken in ihrem Sinne - das möchte ich fördern." Der Verwaltungsjurist ist in seiner Freizeit als stellvertretender Vorsitzender des Stadtausschusses der Dresdner SPD aktiv.

Als Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk amtiert seit Juli 2001 Bundesjustizminister a.D. Dr. Jürgen Schmude. Die Mitglieder kommen aus Sachsen, dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus. Mit ihren Spenden leisten sie einen Beitrag, der langfristig den Erwerb einer eigenen Bildungsstätte für das Herbert-Wehner-Bildungswerk ermöglichen soll.

Der Freundeskreis trifft sich auch 2003 zum Geburtstag von Herbert Wehner am 11. Juli in Dresden. Geschäftsführer Christoph Meyer: "Wer dabei sein will, sollte schnell Mitglied werden." Infos gibt es auf der informativen Seite des Bildungswerks im Internet unter www.wehnerwerk.de/freundeskreis/index.html oder telefonisch unter (03 51) 8 04 02 20.

Außerdem am 11. Juli um 17.00 Uhr im Dresdner Rathaus: Öffentliche Vortragsveranstaltung "Das vereinte Deutschland sozial und demokratisch gestalten" mit Franz Müntefering. Infos hier.

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Greta Wehner gründet Stiftung

Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung mit Sitz in Dresden

Greta Wehner (78), die Witwe des legendären SPD-Politikers Herbert Wehner (1906-1990) ist unter die Stifter gegangen. Das Regierungspräsidium Dresden genehmigte jetzt die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung mit Sitz in Dresden. Am 11. Juli, dem Geburtstag von Herbert Wehner, tritt der Beirat zusammen. Mit von der Partie unter anderen: SPD-Landesvorsitzende Constanze Krehl, DGB-Landeschef Hanjo Lucassen, Ex-Bundesminister Jürgen Schmude und der SPD-Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Franz Müntefering.

Die Stiftung soll "Menschen im Sinne von Herbert Wehner zu selbständigem politischem Denken befähigen" und "der Wahrung des Andenkens von Herbert Wehner in seinem Heimatland Sachsen" dienen. So Greta Wehner in der Stiftungssatzung. Insbesondere werde der Stiftungszweck verwirklicht "durch die Unterstützung des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Dresden sowie durch dessen Unterbringung in geeigneten Räumlichkeiten", heißt es weiter.

"Wir freuen uns, daß Greta Wehner dafür gesorgt hat, daß Herbert Wehners politisches und menschliches Erbe in seiner Heimat Sachsen, in seiner Geburtsstadt Dresden bewahrt und fortgeführt wird", sagt Christoph Meyer vom Herbert-Wehner-Bildungswerk und fügt hinzu: "Die Stiftung stärkt das Fundament des Herbert-Wehner-Bildungswerks. Mit ihr entsteht ein neuer Stützpfeiler am künftigen 'Haus für Onkel Herbert'."

Franz Müntefering ist am 11. Juli in Dresden. Informationen zum Programm.

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Noch 4 bis 400

Steigende Mitgliedszahlen beim Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk - Treffen am 11. Juli 2003

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden steht kurz davor, eine kleine Mitglieder-Schallmauer zu durchbrechen. "Noch vier Beitritte bis zur runden 400", meint Geschäftsführer Christoph Meyer und fügt hinzu: "Damit haben sich unsere Mitgliedszahlen seit der Gründung mehr als vervierfacht."

Den Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk gibt es seit Februar 1997. Gründungssprecher ist der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel, auf ihn folgte im Juli 2001 Bundesjustizminister a.D. Jürgen Schmude. Die 396 Mitglieder, an der Spitze Greta Wehner, kommen aus Sachsen, dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus. Viele von ihnen sind Sozialdemokraten, viele sind parteilos, einige wenige gehören anderen Parteien an. Mit ihren Spenden leisten sie einen Beitrag, der langfristig den Erwerb einer eigenen Bildungsstätte für das Herbert-Wehner-Bildungswerk ermöglichen soll.

Warum steigen die Mitgliedszahlen stetig? Geschäftsführer Meyer weiß zwei Antworten: "Erstens bekommen unsere Mitglieder etwas: Nachlässe auf Teilnahmegebühren bei Seminaren und regelmäßige Informationen über die Angebote des Bildungswerks. Zweitens trägt der Freundeskreis seinen Namen zu Recht. Einmal jährlich, zum Geburtstag von Herbert Wehner, trifft sich der Kreis in Dresden. Das ist wie ein Familientreffen", sagt Meyer. Dieses Jahr kommt Franz Müntefering, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, am 11. Juli nach Dresden. "Wer dabei sein will, sollte schnell Mitglied werden. Die 400 machen wir zu Herbert Wehners Geburtstag voll", hofft der Geschäftsführer.

Infos unter www.wehnerwerk.de/freundeskreis/index.html oder telefonisch (0351) 80 40 220.

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"Das vereinte Deutschland sozial und demokratisch gestalten"

Franz Müntefering kommt zum Geburtstag von Herbert Wehner

Am Freitag, den 11. Juli 2003 um 17.00 Uhr spricht Franz Müntefering, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, im Plenarsaal des Dresdner Rathauses zum Thema "Das vereinte Deutschland sozial und demokratisch gestalten". Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Anlaß der Veranstaltung ist der Geburtstag von Herbert Wehner (1906-1990). Der in Dresden geborene SPD-Politiker wäre am 11. Juli 97 Jahre alt geworden. Wehner war Fraktionsvorsitzender der SPD im Deutschen Bundestag von 1969 bis 1983. "Wir freuen uns, daß Franz Müntefering den Geburtstag seines legendären Amtsvorgängers zusammen mit uns in Herbert Wehners sächsischer Heimat feiert", meint der Geschäftsführer des Herbert-Wehner-Bildungswerks, Christoph Meyer.

Herbert Wehner gab im Jahr 1950 als Vorsitzender des Bundestagsausschusses für gesamtdeutsche Fragen eine Erklärung ab, in der es hieß: "Die Freiheit der Person, das Recht und die soziale Gerechtigkeit werden in einem geeinigten Deutschland triumphieren." Für diese Ziele streikten und kämpften die Aufständischen des 17. Juni 1953. Es war Wehner, der damals, vor 50 Jahren, im Bundestag durchsetzte, daß der Jahrestag des Aufstands zum nationalen Feiertag, zum "Tag der deutschen Einheit" wurde. Dieser Tag war nicht nur ein Anlaß zum Gedenken, sondern eben auch ein Versprechen, eine politische Verpflichtung gegenüber den Menschen in der DDR. "Mit der deutschen Einheit 1990 haben die Menschen in Deutschland gemeinsam diese Verpflichtung übernommen", meint Franz Müntefering und fügt hinzu: "Sie gilt weiter, und darum machen wir eben keine Gedenkveranstaltung. Statt dessen werden wir an seinem Geburtstag im Sinne Herbert Wehners darüber reden, wie das vereinte Deutschland weiter sozial und demokratisch gestaltet werden kann."

Am Nachmittag des 11. Juli tagt wie jedes Jahr der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk unter der Leitung seines Sprechers, des ehemaligen Bundesbildungs- und -justizministers Jürgen Schmude. Und am Abend findet das ebenfalls schon traditionelle Grillfest des Freundeskreises statt. Im vergangenen Jahr waren über 100 Gäste von nah und fern gekommen.

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk hat sich 1997 gegründet. Gründungssprecher ist der ehemalige SPD-Vorsitzende Hans-Jochen Vogel. Die fast 400 Mitglieder kommen aus Sachsen, dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus. Viele von ihnen sind Sozialdemokraten, viele sind parteilos, einige wenige gehören sogar anderen Parteien an. Mit ihren Spenden leisten sie einen Beitrag, der langfristig den Erwerb einer eigenen Bildungsstätte ermöglichen soll.

"Wir sind Arbeiter und keine Sklaven" - den aktuellen "Vorwärts"-Artikel von Christoph Meyer zu Herbert Wehner, der SPD und dem 17. Juni 1953 finden Sie unter www.vorwaerts.de/allother.php/iAid/5614.

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Hat Europa eine demokratische Zukunft?

Grenzen und Möglichkeiten der institutionellen Reform

Peter Adler, Vorsitzender des Europaausschusses im Sächsischen Landtag, spricht

am Donnerstag, den 8. Mai 2003 um 17.00 Uhr im Zeuner-Bau der TU Dresden, George-Bähr-Straße 3c, Raum 255

Gemeinsame Veranstaltung von Herbert-Wehner-Bildungswerk und Dresdner Seniorenakademie Wissenschaft und Kunst. Eintritt frei.

Nicht erst seit dem Irak-Krieg steht die Frage, wie Europa gemeinsam politisch handlungsfähiger werden kann. Die Erweiterung der Union stellt die Frage, wie Europa überhaupt funktionsfähig wird, wenn immer mehr Mitgliedsstaaten Mitwirkungsrechte, Sitz und Stimme in allen Gremien der Gemeinschaft einfordern. Vielen Bürgerinnen und Bürgern ist die Europäische Gemeinschaft fremd; sie verstehen die Funktionsweise der Organe nicht - und sie interessieren sich zum großen Teil auch nicht dafür. Probleme, die sich gegenseitig verstärken. Der Verfassungskonvent unter dem Vorsitz des ehemaligen französischen Präsidenten Valéry Giscard d'Estaing erarbeitet weitgehende Vorschläge für eine Reform der Institutionen.

Wie kann ein bürgernahes und demokratisches Europa aussehen? Peter Adler stellt seine Auffassung zur Diskussion.

Zur Person: Peter Adler

Die 63jährige Berufsschullehrer Peter Adler ist seit 1990 Abgeordneter des Sächsischen Landtags. Seit Herbst 1999 ist er Vorsitzender im Europaausschuß.

Der gebürtige Dresdner ist seit 1989/90 Mitglied der SPD und ihres Landesvorstands. In der 2. Wahlperiode des Sächsischen Landtags war er Mitglied des Ausschusses der Regionen bei der EU. Peter Adler gehört dem Stadtrat in Radeberg an und ist seit 1999 Ortsvorsteher in Liegau-Augustusbad.

Peter Adler war 1992 Gründungsvorsitzender des Herbert-Wehner-Bildungswerks. Seit 1996 ist er Vorsitzender der Neuen Gesellschaft Sachsen e.V., des Fördervereins des Bildungswerks.

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"Karacho - Wir haben's drauf!"

Herbert-Wehner-Bildungswerk beim Schülerkongreß

An der TU Dresden findet vom 25. bis 27. April 2003 der Sächsische Schülerkongreß "Schule sind wir" der Jugendzeitschrift "Spiesser", des Landesschülerrats und des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus statt. Das Herbert-Wehner-Bildungswerk nimmt an dem Kongreß teil und gestaltet einige Arbeitskreise mit.

"Karacho - Wir haben's drauf - Reden wie Wehner" - unter diesem Motto geben drei junge Politikstudenten aus Berlin am Samstag, den 26. April um 10.30 Uhr und 15.00 Uhr die Rhetorik-Crash-Kurse "Gut gesagt ist halb gewonnen!". "Reden in der Öffentlichkeit ist nicht jedermanns Sache", meint Achim Neuhäuser. Zusammen mit seinen Kommilitonen Sebastian Frevel und Uli Weidemann liefert er den Schülerinnen und Schülern Hilfsmittel, mit denen sie überzeugen und auf jeder Abschlußfeier bestehen können. "Wir bieten die Möglichkeit, das in zwei Stunden praktisch, vor der Kamera und mit professioneller Unterstützung zu üben", so die drei Berliner.

Dr. Christoph Meyer, Geschäftsführer des Herbert-Wehner-Bildungswerks, steht am Sonnabend um 15.00 Uhr in der Diskussionsrunde "Demokratie möglich machen - Arbeit politischer Stiftungen in Sachsen für Jugendliche" Rede und Antwort. Darüber hinaus werden auf dem Schülerkongreß auch die Kooperationspartner des Wehnerwerks vertreten sein, so das Netzwerk für Demokratie und Courage e.V. und das Seminarprojekt "Theater macht Politik".

Nähere Informationen zu den Angeboten des Herbert-Wehner-Bildungswerks im Internet, mehr zum Schülerkongreß unter www.schuelerkongress.de.

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Krieg darf kein Mittel der Politik sein

Aus aktuellem Anlaß

Herbert Wehner sagte am 29. Januar 1976 im Deutschen Bundestag:

"Die Entscheidung für den demokratischen Sozialismus ist für uns, für die Sozialdemokraten, die Entscheidung für Grundforderungen, die in einer menschenwürdigen Gesellschaft erfüllt sein müssen, und dazu gehören - und ich nenne sie -: Alle Völker müssen sich einer internationalen Rechtsordnung unterwerfen, die über eine ausreichende Exekutive verfügt. Der Krieg darf kein Mittel der Politik sein. Alle Völker müssen die gleiche Chance haben, am Wohlstand der Welt teilzunehmen. Entwicklungsländer haben Anspruch auf die Solidarität der anderen Völker. Und: Wir streiten für die Demokratie; sie muß die allgemeine Staats- und Lebensordnung werden, weil sie allein Ausdruck der Achtung vor der Würde des Menschen und seiner Eigenverantwortung ist."

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Vortrag zur Außenpolitik der USA gut besucht

Robel: US-Alleingang im Irak ist der Anfang vom Ende der amerikanischen Hegemonie

Buchstäblich in letzter Minute vor dem Beginn der US-Angriffe auf den Irak trug Stefan Robel seine Thesen zur Rolle der USA in der internationalen Politik vor. Gut sechzig meist jüngere Zuhörerinnen und Zuhörer lauschten am 19. März 2003 im Ortsamt Dresden-Altstadt den Ausführungen des Dresdner Politikwissenschaftlers.

Robel führte unter anderem aus, daß die Hegemonie der USA, ihr Führungsanspruch in der internationalen Politik auf der prinzipiellen Freiwilligkeit der Gefolgschaft beruhe, und daher sei der US-Alleingang, der Abwurf von Bomben auf den Irak ohne Billigung des größten Teils der Regierungen, besonders aber der Gesellschaften Europas "der Anfang vom Ende der Hegemonie der USA".

Die Diskussion bezog sich vor allem auf die Frage, was aus diesem Krieg folgt und was nun in Europa zu tun sei. Im Krieg gebe es für die europäische und deutsche Politik kaum Möglichkeiten, Positives zu bewirken. Aber danach. Auch die atlantische Partnerschaft habe nach wie vor Überlebenschancen, so Robel, denn: "George W. Bush ist nicht Amerika." Auf jeden Fall aber stelle sich nach dem Krieg die Frage, ob es eine europäische Alternative zur amerikanischen Hegemonie gebe, in neuer Schärfe. Diese Alternative, so Robel, müsse nicht notwendigerweise in einer neuen hegemonialen Struktur bestehen. Entscheidend sei, daß Europa die Voraussetzung schaffe, künftig besser gemeinsam diplomatisch zu funktionieren.

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Fremde Freunde?

Vortrag zur Rolle der USA im internationalen System

Am Mittwoch, den 19. März 2003 um 19.00 Uhr spricht Stefan Robel vom Lehrstuhl für Internationale Beziehungen an der TU Dresden im Bürgersaal des Ortsamts Dresden-Altstadt (Theaterstraße 13) zum Thema "Fremde Freunde? Die Rolle der einzigen Supermacht USA im Internationalen System". Die gemeinsame Veranstaltung des Herbert-Wehner-Bildungswerks und des Dresdner Regionalbüros der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.

Hunderttausende gehen auf die Straße und demonstrieren gegen den Krieg im Irak. Die US-Administration dagegen ist fest zu einem Militärschlag gegen Saddam Hussein entschlossen. Zwischen der Regierung in den USA und der übergroßen Mehrheit der Bevölkerung Europas scheinen die europäischen Regierungen in der Zwickmühle.

Die Veranstaltung versucht, die Motive hinter der amerikanischen Außenpolitik darzulegen. Dabei gilt es die historischen Denkschulen innerhalb der US-Politik heranzuziehen. Schlagworte wie "America First", Isolationismus, Uni- oder Multilateralismus verdeutlichen die verschiedenen Ausprägungen amerikanischer Außenpolitik und sind immer auch eine Reaktion auf die Stellung der USA im internationalen System. Welche Motive stecken hinter dem aktuellen Agieren der US-Administration und wie ist dies im Kontext der globalen Bedingungen zu bewerten?

Stefan Robel forscht an der TU Dresden über die amerikanische Hegemonie. Er versucht, diese Fragen zu beantworten - aus fachlicher Sicht, mit Blick für das Politische.

Zur Person: Stefan Robel, Dipl.-Politologe

  • Studium der Politikwissenschaft und Volkswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, der University of Newcastle-Upon-Tyne/Großbritannien und der Universität Frankfurt am Main
  • Von 1992 bis 1995 in verschiedenen Funktionen Mitarbeit in der Forschungsstelle der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung (HSFK), Frankfurt am Main
  • Lehrt und forscht seit 1996 am Lehrstuhl für Internationale Politik der TU Dresden
  • Forschungsschwerpunkte: Transatlantische Beziehungen, Außenpolitik der USA, Theorien der Internationalen Beziehungen
  • Promoviert zum Thema US-amerikanische Hegemonie in den Internationalen Beziehungen
  • Verschiedene Publikationen und Vorträge zu amerikanischer Außenpolitik und Theorien internationaler Hegemonie

Zum Vortrag

Die Diskussion um eine militärische Intervention im Irak machte es in den vergangen Monaten besonders deutlich: dies- und jenseits des Atlantiks dominieren gegenwärtig unterschiedliche Bedrohungswahrnehmungen sowie Ziel- und Mittelpräferenzen die außenpolitische Agenda. Die Transatlantischen Beziehungen - also die Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und den (west)europäischen Staaten und der Europäischen Union - waren auch in Zeiten der Ost-West-Konfrontation nicht frei von Konflikten, manifesten Interessenunterschieden und Rivalitäten. Über ein Jahrzehnt nach dem Systemwechsel in Mittel- und Osteuropa und nicht erst seit den Ereignissen und Folgen des 11.Septembers 2001 scheint jedoch bis in die öffentliche Wahrnehmung hinein eine neue Qualität transatlantischer Dissonanzen Raum zu greifen. Stehen die transatlantischen Beziehungen vor einem längerfristigen, grundlegenden Wandel, der bis Ende der 1990er Jahre noch weitgehend unvorstellbar schien?

Gegenstand des Vortrages sind die Ursprünge der gegensätzlichen außenpolitischen Präferenzen im Umgang mit der Irak-Frage, die jenseits plakativer Stereotypen v.a. in den innenpolitischen Entscheidungsprozessen und Interessenlagen zu finden sind sowie die sicherheitspolitischen und gesellschaftlichen Folgen einer militärischen Intervention.

Die Nationale Sicherheitsstrategie der Vereinigten Staaten vom 17. September 2002 (ausgewählte Zitate)

(...) In der Verbindung von Radikalismus und Technologie liegt die größte Gefahr für unsere Nation. (...)

Die Erfahrung der Vereinigten Staaten als große multiethnische Demokratie bestätigt unsere Überzeugung, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Glaubens gemeinsam in Frieden leben und Erfolg haben können. (...) Heutzutage sind diese Ideale ein Rettungsanker für die einsamen Verteidiger der Freiheit. (...)

Die Vereinigten Staaten von Amerika führen einen Krieg gegen weltweit agierende Terroristen. Der Feind ist kein einzelnes politisches Regime oder eine Einzelperson oder eine Religion oder Ideologie. Der Feind ist der Terrorismus - vorsätzliche, politisch motivierte und gegen Unschuldige gerichtete Gewalt. (...)

Wir werden Terrororganisationen durch folgende Maßnahmen zerschlagen und zerstören:

  • unmittelbares und kontinuierliches Handeln, das sich aller Elemente nationaler und internationaler Macht bedient. (...)
  • Verteidigung der Vereinigten Staaten, des amerikanischen Volkes und unserer nationalen und internationalen Interessen, indem wir Bedrohungen ausmachen und ausschalten, bevor sie unsere Grenzen erreichen. (...)
  • wir werden den Terroristen weitere Finanzierung, Unterstützung und Zuflucht verwehren, indem wir Staaten überzeugen oder zwingen, ihrer souveränen Verantwortung gerecht zu werden.

Wir werden außerdem einen Krieg der Ideen führen, um den Kampf gegen den internationalen Terrorismus zu gewinnen. Dazu gehören:

  • Nutzung des ganzen Einflusses der Vereinigten Staaten und in enger Zusammenarbeit mit Verbündeten und Freunden klarstellen, dass alle Terrorakte unrechtmäßig sind. (...);
  • Unterstützung gemäßigter und moderner Regierungen, insbesondere in der muslimischen Welt. (...);
  • Veränderung von Bedingungen, die Terrorismus hervorbringen (...)
  • Nutzung effektiver öffentlicher Diplomatie zur Förderung des freien Informations- und Ideenflusses (...).

Auch wenn unser Schwerpunkt auf der Verteidigung der Vereinigten Staaten liegt, wissen wir doch, dass wir die Hilfe unserer Verbündeten und Freunde brauchen, um den Terrorismus in der heutigen globalisierten Welt zu besiegen.(...)

Bei der Wahrnehmung unserer Führungsrolle werden wir die Werte, Beurteilungen und Interessen unserer Freunde und Partner respektieren. Wir werden jedoch auch bereit sein, allein zu handeln, wenn unsere Interessen und besondere Verantwortung dies erfordern. (...)

(Den vollständigen Text finden Sie hier.)

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Besser Aktiv Sein!

Seminarreihe zur erfolgreichen Arbeit in Vereinen und Initiativen

Für diejenigen, die aktiv sind oder es werden wollen, bieten das Herbert-Wehner-Bildungswerk und das Dresdner Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung ab 2003 die Seminarreihe "Besser Aktiv Sein". In sechs nahezu beliebig kombinierbaren Bausteinen finden alle Interessierten Anregungen, sich zu engagieren und ihre ehrenamtliche Arbeit zu verbessern. Das Lernen ist praxisorientiert und wird an den Wünschen und Möglichkeiten der Teilnehmenden ausgerichtet. Die Preise sind erschwinglich.

Zum Programm gehören vor allem qualifizierende und Kommunikationsseminare. In zwei Rhetorik-Bausteinen geht es um sicheren Auftritt und zündende politische Reden und Debattenbeiträge. Das Seminar zum Zeitmanagement beschäftigt sich mit der Frage, wie Familie, Berufstätigkeit und Vereinsarbeit unter einen Hut zu bringen sind. Pressemitteilungen schreiben und professionelle Medienarbeit lernen die Teilnehmenden im Seminar "Mann beißt Hund". Beim fünften Baustein geht es um Strategieplanung: "Wie erreiche ich meine Ziele?", heißt die Leitfrage. Schließlich geht es im "Paragraphendschungelbuch" um das Vereinsrecht, praxisbezogen: Wie gründe ich einen Verein, wie sieht die Satzung aus, was ist bei den Finanzen zu beachten?

Die Termine:

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Wir und Europa

Vortrags- und Diskussionsreihe in Zusammenarbeit mit der Dresdner Seniorenakademie Wissenschaft und Kunst

Europa, das ist der Apparat in Brüssel, das sind unübersichtliche Strukturen, das sind undemokratische bürokratische Entscheidungsprozesse. Europa, das ist weit weg.

Europa, das ist das Parlament in Straßburg, das ist der Euro in unseren Taschen, das sind die EU-Normen, die uns täglich betreffen, das ist die Osterweiterung, das sind Fördergelder für die Regionen. Europa, das ist nah dran.

Europa, das sind wir. Aber was haben wir in Europa zu bestimmen? Was bedeutet es für Sachsen, in Europa zu sein, und was sind die Grenzen? Wie bringen wir europäischen Anspruch, nationale und regionale Interessen mit demokratischen Entscheidungsfindungen zusammen?

Nachdem es in der Reihe des Wintersemesters um "Die Deutschen und ihre Nation" gegangen ist, wollen Herbert-Wehner-Bildungswerk und Dresdner Seniorenakademie Wissenschaft und Kunst im Sommersemester das uns allen auf den Nägeln brennende Thema Europa aufgreifen. Die Reihe ist in drei Themen unterteilt:

  • Donnerstag, 8. Mai 2003, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr (Seminar-Nr. 0346): "Das ist ja so weit weg..." - Hat Europa eine demokratische Zukunft?
  • Donnerstag, 5. Juni 2003, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr (Seminar-Nr. 0347): Zentrum oder Durchgangstraße - Sachsens Lage im erweiterten Europa
  • Donnerstag, 3. Juli 2003, 17.00 Uhr bis 18.30 Uhr (Seminar-Nr. 0348): Wer gehört dazu? - Kulturelle oder politische Grenzen Europas?

Alle Vorträge finden statt im Zeuner-Bau der TU Dresden, George-Bähr-Straße 3c, Raum 255.

Kompetente und interessante Vortrags- und Diskussionspartner werden gesucht. Näheres entnehmen Sie bitte der Tagespresse.

Die Gespräche werden moderiert von Dr. Christoph Meyer, Geschäftsführer des Herbert-Wehner-Bildungswerks.

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Wehnerpost erschienen

Ausgabe 10 mit Rekordumfang und vielen Seminaren

Kleines Jubiläum im Herbert-Wehner-Bildungswerk: "Wehnerpost" Nr. 10 ist erschienen. Seit 1998 informiert das Bildungswerk regelmäßig über seine Arbeit, über Herbert Wehner, über seine Seminare. Das neue Heft hat aufgrund des besonders umfangreichen Seminarprogramms den Rekordumfang von 12 Seiten. Wer noch Hefte haben will - insbesondere zur Auslage in Büros und öffentlichen Räumen - kann sich gerne im Bildungswerk bei Renate Weber (weber@wehnerwerk.de) Exemplare bestellen.

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10.700 Euro gestrichen

Erneute Mittelkürzung durch den Freistaat Sachsen

Mit dem Förderbescheid durch das Sächsische Staatsministerium des Innern erreichte das Herbert-Wehner-Bildungswerk im Februar 2003 erstmals die Nachricht, daß auch in diesem Jahr erhebliche Mittel für die politische Bildung fehlen werden.

Eine "globale Minderausgabe" wurde mit dem Staatshaushalt beschlossen, und das Innenministerium hat jetzt verfügt, daß die kommunalpolitische Bildung in Sachsen in diesem Jahr um die runde Summe von 100.000,00 Euro gekürzt wird. Davon entfallen 10.700 Euro auf das Herbert-Wehner-Bildungswerk, das ist etwa ein Achtel dieses Etats.

Gefragt, was das konkret bedeutet, sagt Bildungswerksgeschäftsführer Christoph Meyer: "Wir werden keinen neuen Computer kaufen, müssen weiter mit einer veralteten Adreßdatenbank arbeiten, und außerdem ist damit die Seminarplanung für das Jahr 2003 beendet." Schon im vergangenen Jahr waren über 12.000 Euro gekürzt worden.

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Adler wiedergewählt

Mitgliederversammlung der Neuen Gesellschaft Sachsen e.V.

Am 31. Januar 2003 fand die 6. Mitgliederversammlung der Neuen Gesellschaft Sachsen e.V. statt. Beim Förderverein des Herbert-Wehner-Bildungswerks standen turnusgemäß Neuwahlen an. Erwartungsgemäß wurde Peter Adler, Landtagsabgeordneter aus dem Kreis Radeberg, einstimmig für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Neu im Amt als stellvertretende Vorsitzende sind Andreas Weigel, Bundestagsabgeordneter aus Zwickau, und Margit Weihnert, Landtagsabgeordnete aus Leipzig. Weitere Vorstandsmitglieder sind Gabriele Köster, Andreas Schurig, Frank Herschmann, Leo Stefan Schmitt und Dr. Christoph Meyer. Greta Wehner ist Ehrenvorsitzende des Vereins.

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Vaterlandslose Gesellen?

Vortrag über das Verhältnis von Arbeiterbewegung und Nation in Deutschland

Am Donnerstag, 6. Februar 2003, um 17.00 Uhr spricht Christoph Meyer in Raum 351 des Potthoffbaus der TU Dresden (Hettnerstraße) zum Thema "Vaterlandslose Gesellen? - Arbeiterbewegung und Nation". Die gemeinsame Veranstaltung von Dresdner Seniorenakademie und Herbert-Wehner-Bildungswerk ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Im Anschluß ist Gelegenheit zur Diskussion.

Seit den 1860er Jahren ging die Arbeiterbewegung in Deutschland eigenständige, vom Bürgertum getrennte Wege in der Politik. Die Folge der damit verbundenen Radikalisierung war die Ausgrenzung des "4. Standes" aus der etablierten Gesellschaft des Bismarck'schen Kaiserreichs. Als "vaterlandslose Gesellen" wurden die Sozialdemokraten beschimpft und während des Sozialistengesetzes verfolgt. Eine Tradition, die bis an die Wende des 21. Jahrhunderts nachgewirkt hat. In diesem Vortrag geht es darum, die Folgen der Ausgrenzung, ihre Bekämpfung und schließliche Überwindung im historischen Längsschnitt über 150 Jahre nachzuvollziehen und zu verstehen, auf welche Weise das schwierige Verhältnis von Arbeiterbewegung und Nation bis heute nachwirkt.

Der Vortragende, Dr. Christoph Meyer, geb. 1966, Leiter des Herbert-Wehner-Bildungswerks in Dresden, ist Historiker und hat sich besonders mit Zeitgeschichte, Nationalismusforschung und der Geschichte der Arbeiterinnen- und Arbeiterbewegung beschäftigt. Veröffentlichungen u.a.: Die deutschlandpolitische Doppelstrategie. Wilhelm Wolfgang Schütz und das Kuratorium Unteilbares Deutschland 1954-1972, Landsberg am Lech 1997.

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AfA-Bundesvorstand im Wehnerwerk

Der Bundesvorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) besuchte das Herbert-Wehner-Bildungswerk

Angeführt von ihrem Bundesvorsitzenden Ottmar Schreiner besuchte der Bundesvorstand der SPD-Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) am 23. Januar 2003 das Herbert-Wehner-Bildungswerk. Greta Wehner und Christoph Meyer begrüßten die Gäste. Wehner erinnerte bei der Gelegenheit daran, daß Herbert Wehner bei der Gründung der AfA im Jahre 1972 entscheidende Vorarbeit geleistet hat. Schreiner berichtete von persönlichen Begegnungen mit Herbert Wehner in den achtziger Jahren in Schweden. Meyer und Wehner führten die Gäste anschließend durch die Räume des Bildungswerks. Besonderes Interesse fanden die Herbert-Wehner-Bibliothek und der Wehner-Volvo. Diesen hatte Ottmar Schreiner als Bundesgeschäftsführer der SPD im Juli 1999 in Leipzig an das Herbert-Wehner-Bildungswerk übergeben.

Im Gespräch mit Greta Wehner.

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Marlies Volkmer im Wehnerwerk

Die SPD-Bundestagsabgeordnete sprach zur Gesundheitsreform

Interessiert lauscht das Publikum im voll besetzten Herbert-Wehner-Bildungswerk den Ausführungen der Dresdner SPD-Bundestagsabgeordneten Marlies Volkmer zur Gesundheitsreform.

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Pfusch bestrafen - Qualität belohnen!

Bundestagsabgeordnete Marlies Volkmer benennt die Eckpunkte der nächsten Gesundheitsreform

Donnerstag, den 23. Januar 2003 um 19.30 Uhr geht es im Herbert-Wehner-Bildungswerk, Kamenzer Straße 12, Dresden-Neustadt, wieder einmal zur Sache: Dr. Marlies Volkmer, SPD-Bundestagsabgeordnete aus Dresden, informiert über die aktuelle Gesundheitspolitik. Die Veranstaltung ist öffentlich, Eintritt frei.

"Heute muß sich der Patient den vorhandenen Versorgungsstrukturen anpassen, künftig müssen sich die Versorgungsstrukturen dem Bedarf der Patienten anpassen", beschreibt Volkmer das Ziel der nächsten Gesundheitsreform. "Zukünftig muß gute Qualität besser honoriert werden, Pfusch darf nicht mehr bezahlt werden", fordert die Dresdner Abgeordnete.

Wie werden die Patienten und Versicherten zu Gewinnern einer zukünftigen Gesundheitsreform? Bessere Qualität, niedrigere Beiträge und mehr Einnahmen für die Kassen - wie ist dies alles auf einmal zu erreichen? Fragen, die sich viele Bürgerinnen und Bürger stellen. Marlies Volkmer stellt ihre Antworten zur Diskussion.

Zur Person: Dr. Marlies Volkmer

Die 55jährige Ärztin Dr. Marlies Volkmer ist seit 2002 Abgeordnete des Deutschen Bundestags. Zuvor war die Gesundheitspolitikerin fast zwölf Jahre SPD-Landtagsabgeordnete in Sachsen. Die Dresdnerin ist seit 1999 Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Dresden-Elbe-Röder. Außerdem ist sie stellvertretende Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen. Sie engagiert sich als Vorstandsmitglied im von ihr gegründeten Verein zur Behandlung augenkranker Kinder aus Osteuropa.

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