Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk


Was ist der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk?

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk wurde am 8. Februar 1997 in Dresden gegründet. Gründungssprecher war Dr. Hans-Jochen Vogel; sein Nachfolger wurde am 11. Juli 2001 Dr. Jürgen Schmude, seit dem 7. Juli 2007 Erster Stellvertretender Sprecher. Seitdem ist Dr. Peter Struck, bis 2009 Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk. Stellvertretende Sprecher sind Thomas Jurk und Hanjo Lucassen.

Der Freundeskreis hat weit über 500 Mitglieder in Sachsen und im gesamten Bundesgebiet. Die Mitgliedsbeiträge werden angespart, um möglichst bald das grundlegende Ziel verwirklichen zu können: ein Haus für die demokratische politische Bildung und die Sozialdemokratie in Sachsen.

Die Mitglieder werden zu den jährlichen Treffen des Freundeskreises eingeladen und können zu erheblich verbilligten Bedingungen an Seminarveranstaltungen teilnehmen. Die Ersparnis beträgt 50 Prozent der Teilnahmegebühr bzw. bei Seminaren mit einer Teilnahmegebühr von über 50 Euro 25 Euro pro Seminar.

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk ist kein eigenständiger Verein, sondern bei der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung angesiedelt. Das heißt, mit der Mitgliedschaft sind nicht die Rechte und Pflichten einer Vereinsangehörigkeit verbunden. Die Mitglieder zahlen allerdings Beiträge, für die sie Spendenbescheinigungen der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung erhalten.

Mitglied werden kann jede/r, der/die helfen will, gleich ob aus dem Wunsch heraus, etwas für die politische Bildung in Sachsen oder etwas für das Andenken an Herbert Wehner zu tun. Oder auch um zu einem lebendigen Kreis zu gehören, der unter anderem - siehe die jährlichen Treffen und Grillfeste - der Begegnung mit Menschen aus anderen Regionen Sachsens und Deutschlands dient.

Der Mitgliedsbeitrag pro Jahr beträgt mindestens 64 Euro; gering Verdienende können ihren Jahresbeitrag auf bis zu 16 Euro absenken.


Greta Wehner: Den Freunden zum Geleit

Als ich 1992 zur Gründungsversammlung eingeladen war, hatten die sächsischen Sozialdemokraten sich bereits auf diesen Namen geeinigt. Namen sind häufig Symbol für etwas, was erhofft wird. Diese Hoffnung begegnet mir immer wieder mit den Worten, hätten wir doch heute Herbert Wehner in Sachsen.

Die aus seinem politischen Weg gewachsene Erfahrung, die ihn zu vorausschauendem Denken befähigte, seine eindeutige Entscheidung zum demokratischen Rechtsstaat, sein soziales Gewissen und seine Kraft zu überzeugen und Erkanntes durchzusetzen, ist nicht nachzuahmen, aber, das kann als Vorbild wirken. Manch einer mag fragen, was hat dieser politische Praktiker mit Bildungsarbeit zu tun, Bildung ist ihm immer wichtig gewesen. Er selbst war ein Leben lang Lernender. Sein Traum, in jungen Jahren Lehrer zu werden, ließ sich nicht verwirklichen. Seine Vorstellung, nach der Rückkehr aus der Emigration, Leiter einer Heimvolkshochschule in Schleswig-Holstein zu werden, scheiterte an der fehlenden akademischen Bildung. Die Fähigkeit, anderen das Rüstzeug mitzugeben, erlosch dennoch nicht. Als stellvertretender Vorsitzender der SPD, zu einer Zeit als dieses Amt die Aufgabe des Bundesgeschäftsführers einschloß und nicht durch eine inflatorische Zahl der stellvertretenden Vorsitzenden geprägt war, führte Herbert Wehner Wochenkurse mit Sozialdemokraten aus den Betrieben durch.

Einer der Teilnehmer, Michael Weber, schrieb in seinen Erinnerungen: "Er hat uns Teilnehmern, mit dem, was er uns gelehrt hat und damit, wie er uns unterstützt und geholfen hat, zum aufrechten politischen Gang verholfen." Die erste, planmäßige Heranbildung von Parteisekretären (heute Geschäftsführer) in der Nachkriegs-SPD, wurde in der gleichen Zeit nicht nur von Herbert Wehner angeregt, sondern auch lehrend durchgeführt. Diese aus verschiedenen Berufen gekommenen und sich dort bewährt habenden Männer erarbeiteten sich mit Herbert Wehner in der blockweisen, in Theorie und Praxis gegliederten Ausbildung nicht nur politisches Wissen, sondern auch ganz praktische Hilfsmittel.

So erinnere ich, daß Herbert Wehner bemüht war, ihnen zu vermitteln, wie man sinnvoll Notizen macht, um Diskussionen in Veranstaltungen leiten zu können. Die "Bergneustadt-Gruppe" hat sich in der praktischen Arbeit der Unterbezirke und Bezirke der SPD hervorragend bewährt. Politische Bildung unter dem Namen Herbert Wehner ist eine vielfache Herausforderung, wenn sie gut ist, hilft sie den Menschen selbständig politisch zu denken, solidarisch zu handeln und, im besten Fall, auch zukunftsweisend entscheiden zu können, mit welchen Gruppierungen die Zukunft unseres Rechtsstaates sozial und demokratisch gestaltet werden kann. Alte Freunde, die Herbert Wehner im politischen Leben selbst erlebt haben oder die durch die jahrzehntelange Spaltung unserer Heimat ihn nur mit Hilfe des Rundfunks erleben konnten und junge Freunde, die nachgewachsen sind, unterstützen, je nach ihren persönlichen Möglichkeiten, die Arbeit des Bildungswerkes.

Im August 1994 äußerte ich etwas leichtfertig: Wenn ich könnte, würde ich hier in Dresden für das Herbert-Wehner-Bildungswerk ein Haus bauen, mit Platz für Schulungsräume und Bibliothek und für mich eine Wohnung darin. Die Wohnung habe ich geschafft, der weitere Gedanke ist von anderen aufgegriffen: "ein Haus für Herbert Wehner", hier in seiner geliebten Heimat, in die der im Januar 1990 Verstorbene nicht mehr heimkehren konnte, einen Ort zu schaffen, wo die Menschen das Rüstzeug erarbeiten können, mit dem sie fähig werden: "die Dinge zu regeln, die uns alle angehen", wie Herbert Wehner das Wort Politik erklärte.

Der Neuen Gesellschaft Sachsen mit ihrem Herbert-Wehner-Bildungswerk ein herzliches Glückauf.

Greta Wehner (1997)

Alle die helfen wollen sind aufgerufen, mitzumachen. Beitrittsformulare gibt es beim Herbert-Wehner-Bildungswerk (info@wehnerwerk.de; Telefon 0351-8040220, Telefax 0351-8040222) oder hier.


Einladung zum Spenden

Wer über den Mitgliedsbeitrag hinaus etwas spenden möchte, ist dazu herzlich eingeladen.

Konto-Nummer 312 006 90 26, bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, BLZ: 850 503 00.


Satzungsmäßige Regelung

§ 13a

Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk

  1. Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung ist Trägerin des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk.
  2. Diesem Freundeskreis kann jeder angehören, der die Regelungen des Freundeskrei¬ses in der Satzung der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung anerkennt und ihre Arbeit fördern möchte.
  3. Über die Angehörigkeit zum Freundeskreis entscheidet der Stiftungsvorstand.
  4. Die Mitglieder des Stiftungsbeirats sind ebenso, ohne weiteren Beschluß, Angehörige des Freundeskreises, wie diejenigen, die bei Ablauf des Jahres 2005 dem Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk angehört haben.
  5. Der Freundeskreis legt jährlich seine Aufgabenschwerpunkte für jedes folgende Jahr fest. Er beschließt über die Höhe des jeweils geltenden Mindestbeitrages sowie über einen Verwendungsvorschlag der durch seine Mitglieder gezahlten, gespendeten und gesammelten Einnahmen. Die Einnahmen werden auf einem Sonderkonto erfaßt.
  6. Zur Leitung seiner Zusammenkünfte sowie zur Vertretung des Freundeskreises ge¬genüber dem Stiftungsbeirat und in der Öffentlichkeit wählt er einen Sprecher, einen Ersten Stellvertretenden Sprecher und zwei weitere Stellvertreter. Zur Führung der laufenden Geschäfte wählt der Freundeskreis aus seiner Mitte einen Geschäftsführer. Die Wahlen erfolgen nach Notwendigkeit.

(Auszug aus der Satzung der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung, erlassen durch Greta Wehner am 20. Mai 2003, geändert mit Wirkung zum 1. Januar 2006, erneut geändert am 7. Juli 2007)


Nachrichten, Bilder, Protokolle


11. Juli 2009: Lebendige Demokratie Ost

Wehner-Freunde trafen sich in Dresden

Richard Schröder, Gesine Schwan und Milos Havelka am 11. Juli 2009 in Dresden

Über 200 Dresdner und teils weitgereiste Freundinnen und Freunde des Herbert-Wehner-Bildungswerks trafen sich am 11. Juli, dem 103. Geburtstag des legendären SPD-Fraktionsvorsitzenden. Mit dabei: Peter Struck, Greta Wehner, Franz Müntefering, Wolfgang Tiefensee und Jürgen Schmude. Sie alle lauschten gebannt dem hochkarätigen Podiumsgespräch zwischen Gesine Schwan, Richard Schröder und Miloš Havelka zum Thema "Lebendige Demokratie Ost".

Dabei klappte die Verständigung mit dem Prager Professor gut. Havelka betonte, dass Demokratie sich nicht nur in Institutionen erschöpfe, sondern eine kritische Öffentlichkeit hinzukommen muss. Während Gesine Schwan und der ehemalige Vorsitzende der SPD-Volkskammerfraktion Richard Schröder teils durchaus unterschiedliche Herangehensweisen hatten, konnten sich doch alle darauf einigen: Je mehr Menschen in der Demokratie mitwirken, um so lebendiger wird sie. "Demokratie nicht nur als Staats-, sondern als Lebensform", so hatte Herbert Wehner es einst vom tschechoslowakischen Staatsgründer Masaryk gelernt.

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk unter Vorsitz von Peter Struck hat inzwischen fast 550 Mitglieder in ganz Deutschland. Der Kreis trifft sich alljährlich am Geburtstag seines Namensgebers. In der Sitzung erläuterte Geschäftsführer Christoph Meyer das Ziel: Mitten in Dresden, nah bei den Menschen, ein Herbert-Wehner-Haus für die politische Bildung und die demokratische Kultur errichten. "Wir wollen bauen und wir werden bauen."

Einen gelungenen Abschluss und die Gelegenheit, die Eindrücke vom Tage zu vertiefen, bot erneut das abendliche Grillfest im Hof des Herbert-Wehner-Bildungswerks in der Dresdner Neustadt. Das "große Gespräch" (Willy Brandt) am Tage und das kleine Gespräch am Abend, sie beide zusammen ergaben an diesem Samstag in Dresden eine Lektion in lebendiger Demokratie.

Das Protokoll zum 13. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2009 finden Sie hier.

Weitere Dokumente Begrüßung von Peter Struck und Schlußwort von Christoph Meyer.


Wehner-Freundeskreis begrüßt 500. Mitglied

Sozialdemokratische Prominenz feierte 102. Geburtstag des Dresdner Staatsmannes

Jürgen Schmude und Hans-Jochen Vogel am 11. Juli 2008 in Dresden
Jürgen Schmude und Hans-Jochen Vogel am 11. Juli 2008 in Dresden

Hans-Jochen-Vogel, Peter Struck, Jürgen Schmude, Greta Wehner und Martin Dulig sowie über 150 weitere Gäste feierten am Freitag, den 11. Juli 2008 den 102. Geburtstag Herbert Wehners. Sie alle würdigten an diesem Tag die Bedeutung der politischen Bildung für mehr Demokratiebewusstsein und Engagement.

Christoph Meyer, Leiter des Herbert Werner-Bildungswerks, freute sich, an diesem Tag das 500. Mitglied im Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk begrüßen zu können: Heike Wieghardt aus Dresden. Ziel des Freundeskreises ist, in der Landeshauptstadt ein Herbert-Wehner-Haus zu bauen: "Mitten in der Stadt, nah bei den Menschen und offen für alle" so stellt sich Meyer das Haus vor.

"Es soll Raum bieten für Veranstaltungen zur politischen Bildung und die Traditionen der demokratischen Arbeiterbewegung in Sachsen lebendig halten." ergänzt Karin Luttmann, pädagogische Mitarbeiterin. Sie ist überzeugt: "Die Beschäftigung mit Herbert Wehners bewegter Biographie kann den Weg dieser Ideen lebendig veranschaulichen und mehr Menschen zu politischem Engagement anspornen."

Das Protokoll zum 12. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2008 finden Sie hier.


7. Juli 2007: Peter Struck neuer Freundeskreissprecher

Freundeskreis will bauen

In der Kamenzer Straße: Peter Struck und Hans-Jochen Vogel

Im Anschluß an eine eindrucksvolle Festveranstaltung mit Kurt Beck und Hans-Jochen Vogel fand das 11. Jahrestreffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk statt. Erneut waren über 100 Mitglieder von nah und fern nach Dresden gekommen. Christoph Meyer, der Geschäftsführer, berichtete über die erfolgreiche Arbeit des Bildungswerks mit 96 Seminaren in 2006 und 99 geplanten Veranstaltungen für 2007. Ein besonderer Schwerpunkt, so Meyer, sei die kommunalpolitische Bildungsarbeit in Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) Sachsen e.V. Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung habe sich im zurückliegenden Jahr nach dem 100. Geburtstag und der großen Wehner-Biographie vor allem um die weitere Erschließung des Archivs der Stiftung bemüht.

Angesichts eines langsam aber stetig steigenden Vermögens meinte Meyer, das Geld nur anzusparen reiche auf Dauer nicht aus. Er schlug daher vor, jetzt nach einem Grundstück zu suchen, gerne auch, wie Kurt Beck zuvor im Stiftungsbeirat vorgeschlagen hatte, mit einem zu sanierenden Altbau darauf. Entscheidend sei - neben der Machbarkeit - eine zentrale Lage für "ein geistig-politisches Zentrum im Herzen der Landeshauptstadt für ganz Sachsen". Das künftige Haus soll nicht nur reichlich Platz für Büro und Organisation bieten, sondern auch einen großen Tagungsraum haben, Platz im Garten, für Archiv und Bibliothek und nach Möglichkeit einen musealen Bereich. Bis es soweit ist, so Meyer, wird sicher noch einige Zeit vergehen. Es wird schwierig werden, aber: "Ich glaube nicht, daß es eine Utopie ist." Jürgen Schmude pflichtete dem bei und fügte hinzu, daß hierzu jegliche Hilfe und Ratschläge erwünscht sind.

Einen wichtigen Schritt auf dem von Hans-Jochen Vogel einst vorgegebenen Ziel, nämlich über 500 Mitglieder zu haben, tat der Freundeskreis im Anschluß an diese Ausführungen: Er wählte einstimmig Peter Struck, den Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, zu seinem neuen Sprecher. Damit ist nach Hans-Jochen Vogel ein weiterer Nachfolger Herbert Wehners in diese Pflicht getreten, dem Jürgen Schmude als Erster Stellvertretender Sprecher zur Beratung und angesichts des harten tagespolitischen Geschäfts entlastend zur Seite steht.

Grillfest mit Rekord

Am Abend folgte das - nun schon neunte - Grillfest des Freundeskreises auf dem Hof des Herbert-Wehner-Bildungswerks. Über 120 Gäste kamen diesmal, und - für ein solches Grillfest ein Rekord - zehn neue Freundeskreismitglieder konnten an diesem Abend aufgenommen werden. Damit hat der Freundeskreis nun 464 Mitglieder, seinen bisher absoluten Höchststand. Nicht zuletzt dazu beigetragen haben dürfte die launige Rede des stellvertretenden Sprechers des Freundeskreises, des Staatsministers und SPD-Landesvorsitzenden Thomas Jurk. Die Organisation durch Margarete Füßer und zahlreiche Helferinnen und Helfer war erneut vorbildlich, insbesondere die Dekoration und zahlreiche von Mitgliedern selbst mitgebrachte Salate sorgten für gute Stimmung, die diesmal bis in die Nachtstunden anhielt.

Protokoll zum 11. Freundeskreistreffen am 7. Juli 2007


Rekordbeteiligung am 100. Geburtstag

11. Juli 2006: Über 100 Mitglieder kamen zum Freundeskreistreffen

"So viele waren wir noch nie", staunte Christoph Meyer, Geschäftsführer des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, über die Beteiligung der Mitglieder am 10. Treffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk. Über 100 Mitglieder und zahlreiche Gäste nahmen an diesem Treffen teil, welches im Anschluß an die eindrucksvolle Dresdner Gedenkveranstaltung des Bildungswerks mit Helmut Schmidt im Kleinen Haus des Staatsschauspiels stattfand. In gewohnt konzentrierter Atmosphäre absolvierte der Freundeskreis unter der Leitung von Jürgen Schmude sein jährliches Treffen.

Zwei zukunftsträchtige Entscheidungen wurden dabei getroffen: Zum einen die Wahl des stellvertretenden Ministerpräsidenten und SPD-Landesvorsitzenden Thomas Jurk zum stellvertretenden Sprecher des Freundeskreises. In diesem Amt folgt er auf Karl-Heinz Kunckel, der es aus Gesundheitsgründen nach fast 10 Jahren niederlegen mußte. Sprecher Jürgen Schmude dankte Karl-Heinz Kunckel für seine Hilfe. Thomas Jurk bekundete seine Verbundenheit mit Kunckel und erklärte, er werde sich seiner Aufgabe mit Engagement widmen. Zum zweiten beschloss der Freundeskreis einstimmig, dass es künftig möglich sein soll, bis zu einem Drittel der laufenden Einnahmen aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen für den Aufbau von Archiv und Bibliothek der Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung zu verwenden. Damit, so Geschäftsführer Christoph Meyer, soll noch im Herbst 2006 angefangen werden.

Protokoll zum 10. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2006


Freundeskreistreffen des Wehnerwerks: Wer kommen konnte, kam ...

 

Greta Wehner und Franz Müntefering

Hans-Jochen Vogel ließ sozialdemokratische Herzen höher schlagen

8. Juli 2005. Freitagnachmittag im Societätstheater Dresden. Dort, wo sonst Theater gespielt wird, traf sich der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk. Anlass war der 99. Geburtstag von Herbert Wehner, der am 11. Juli 1906 in Dresden geboren wurde.

Im Gespräch: Greta Wehner und Hans-Jochen Vogel

Die Sitzplätze im Saal waren schnell belegt, Stühle wurden von draußen reingeholt. Als der Sprecher des Freundeskreises Dr. Jürgen Schmude das Wort ergriff, waren über 150 Gäste gekommen. Nach der Begrüßung berichtete der alte und neu gewählte Geschäftsführer Christoph Meyer von den Aktivitäten des vergangenen Jahres und über eine Arbeit an der Biografie von Herbert Wehner, die zu Wehners 100. Geburtstag erscheinen wird.

Christoph Meyer berichtet über die Aktivitäten des Freundeskreises

Mit Spannung wurde Hans-Jochen Vogel erwartet. Der gestandene Sozialdemokrat redete über die Bedeutung von Grundsatzprogrammen und begann mit den Anfängen der Sozialdemokratie. Er betonte: "Zu meinem Verständnis der Sozialdemokratie gehört […] eine konkrete Vision, die weit über den Tag hinausreicht. […] Heute sollten wir uns darauf besinnen, warum unsere Partei vor 140 Jahren entstanden ist. Sie ist entstanden, weil damals Macht und Wohlstand in Deutschland grob ungerecht verteilt waren und sie hat entscheidend dazu beigetragen, das zu ändern. […] Der Kampf um eine gerechtere Weltordnung - das sollte heute die konkrete Vision der Sozialdemokratie sein."

Fahrt mit dem Wehner-Volvo zum Grillfest ins Bildungswerk

Auch Franz Müntefering betonte in seinem Grußwort die Wurzeln der Sozialdemokratie: Soziale Gerechtigkeit dürfe nicht dem Prinzip folgen, dass Geld die Welt regiere. Wohlstand, der erwirtschaftet wird, müsse immer fair verteilt werden, so Müntefering.

Am Ende der Reden lud Jürgen Schmude die Gäste zum Grillfest in die Dresdner Neustadt ein. Trotz Regen trafen sich im Hof des Herbert-Wehner-Bildungswerks Freunde aus nah und fern, vom Parteivorsitzenden bis zur Parteibasis.

Und schon jetzt setzt das Wehnerwerk schon alles dran, sich auf das kommende Jahr vorzubereiten, den 100. Geburtstag von Herbert Wehner.

Protokoll zum 9. Freundeskreistreffen am 8. Juli 2005


11. Juli 2004 - Freundeskreistreffen im "Orpheum"

Greta Wehners Erfahrungen und Herbert Wehners Biographie - Freundeskreis traf sich im Ballsaal "Orpheum"

Die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung nimmt sich zwei Buchprojekte vor. Dies gab die Dresdner Stiftung auf dem Jahrestreffen des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk am 11. Juli 2004 bekannt. Zu ihrem 80. Geburtstag am 31. Oktober 2004 erscheinen Greta Wehners "Erfahrungen - Aus einem Leben mitten in der Politik", und zu Herbert Wehners 100. Geburtstag am 11. Juli 2006 schreibt Stiftungsvorstand Christoph Meyer eine Herbert-Wehner-Biographie.

Zum jährlichen Treffen am Geburtstag von Herbert Wehner kamen dieses Jahr über 180 Gäste von nah und fern ins prall gefüllte "Orpheum" in der Dresdner Neustadt. Höhepunkt war ein Podiumsgespräch mit dem SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Franz Müntefering, Hans-Jochen Vogel, Landesbischof Johannes Hempel und dem DGB-Landesbezirksvorsitzenden Hanjo Lucassen. Der Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk, der ehemalige Bundesbildungs- und -justizminister Jürgen Schmude, moderierte das hochkarätige Gespräch unter dem Motto "Solidarität auf dem langen Weg zu inneren Einheit". Dabei waren neben Greta Wehner auch Sachsens SPD-Frontmann Thomas Jurk und Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, der über 20 Jahre Herbert Wehners DDR-Verhandlungspartner in Sachen Häftlingsfreikäufe und Familienzusammenführung war.

Greta Wehner hat nach Herbert Wehners Tod im Jahr 1990 in zahlreichen Veranstaltungen Zeugnis abgelegt vom Wirken ihres Mannes, vom gemeinsamen Erleben und von ihren eigenen Erfahrungen mitten in der Politik. Sie hat den in Dresden geborenen SPD-Politiker 37 Jahre lang begleitet, als Mit-Arbeiterin, Ehefrau und Pflegerin. Christoph Meyer, der Leiter des Dresdner Herbert-Wehner-Bildungswerks, gibt ihr Buch "Erfahrungen" für die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung heraus. "Es geht nicht nur darum, Greta Wehner mit dieser Sammlung zu ehren. Sie ist eine politische Persönlichkeit, wie es kaum eine zweite gibt, und sie hat uns eine Menge zu sagen", so Meyer zu dem Buch, das im Oktober erscheint. Er fügt hinzu: "Wer das Buch direkt bei uns bestellt, tut ein gutes Werk: 30 Prozent vom Erlös gehen dann an die Herbert-und-Greta-Wehner-Stiftung."

Sie fließen in die Förderung des zweiten Projekts: Zu Wehners 100. Geburtstag 2006 schreibt Meyer eine Gesamtbiographie des Politikers. "Herbert Wehner hat eine knappe, komplette und lesbare Biographie verdient", beschreibt Meyer sein Ziel: "Wehners Leben erzählen heißt Verständnis schaffen für die deutsche Geschichte, für den hohen Wert der Demokratie und für ihre Gefährdung." Meyer: "Das Buch soll ein weiterer Baustein zu unserem Dresdner 'Haus für Herbert Wehner' sein."

Nähere Informationen zu dem Buch "Erfahrungen" auf dieser Homepage unter Greta Wehner.

Protokoll zum 8. Freundeskreistreffen am 11. Juli 2004


3. Juli 2003: Freundeskreis über 400

Dresdner wird 400. Mitglied

Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk in Dresden hat eine kleine Mitglieder-Schallmauer durchbrochen. "Gestern kamen drei Beitrittsformulare an - jetzt sind es genau 401", meint Geschäftsführer Christoph Meyer und fügt hinzu: "Damit haben wir unser Etappenziel bis zum Geburtstag von Herbert Wehner am 11. Juli erreicht."

Mitglied Nummer 400 ist Thomas Früh aus Dresden. Nach den Motiven zu seinem Beitritt befragt, betont er die Rolle der Geschichte. Thomas Früh: "Herbert und auch Greta Wehner sind eben beeindruckende Persönlichkeiten. Freundeskreis und Bildungswerk wirken in ihrem Sinne - das möchte ich fördern." Der Verwaltungsjurist ist in seiner Freizeit als stellvertretender Vorsitzender des Stadtausschusses der Dresdner SPD aktiv.

Als Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk amtiert seit Juli 2001 Bundesjustizminister a.D. Dr. Jürgen Schmude. Die Mitglieder kommen aus Sachsen, dem gesamten Bundesgebiet und darüber hinaus. Mit ihren Spenden leisten sie einen Beitrag, der langfristig den Erwerb einer eigenen Bildungsstätte für das Herbert-Wehner-Bildungswerk ermöglichen soll.


11. Juli 2002: 10 Jahre Herbert-Wehner-Bildungswerk

Podiumsdiskussion mit Thomas Krüger und Hans-Jochen Vogel in der Dreikönigskirche - zum Bericht hier.


12. Juli 2001: Schmude Nachfolger von Vogel

Einstimmig zum Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk gewählt

Dr. Jürgen Schmude (65) wurde am 12. Juli 2001 in Dresden einstimmig zum neuen Sprecher des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk gewählt. Er folgt in diesem Amt auf den ehemaligen SPD-Partei- und Fraktionsvorsitzenden Dr. Hans-Jochen Vogel, der nach über vier Jahren das Amt aus Altersgründen abgab. Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gelder für eine Heimstatt der politischen Bildung in Sachsen zu sammeln.

Hans-Jochen Vogel ist Gründungssprecher des Freundeskreises des sächsischen Bildungswerks. "Man soll ein Amt abgeben, solange der Rücktritt noch bedauert wird", meinte der 75jährige unter dem allgemeinen Beifall der Versammelten. Über 70 der inzwischen mehr als 350 Freundeskreismitglieder aus Sachsen und ganz Deutschland waren in die Jüdische Gemeinde in der Bautzner Straße gekommen. Darunter natürlich Greta Wehner, die SPD-Landtagsabgeordneten Peter Adler, Karl-Heinz Kunckel und Karl Nolle, angeführt von ihrem Fraktionsvorsitzenden Thomas Jurk sowie Renate Jäger, SPD-Bundestagsabgeordnete. Zahlreiche Freunde und Weggefährten der Wehners kamen nach Dresden, so auch Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, langjähriger Verhandlungspartner von Herbert Wehner beim Häftlingsfreikauf. Den weitesten Weg hatten Dr. Yen-huei Chen und seine Frau: Sie kamen extra aus Taiwan geflogen.

Jürgen Schmude wies darauf hin, daß er schon zum zweiten Mal die Nachfolge von Hans-Jochen Vogel antritt: "Als er 1981 Regierender Bürgermeister von Berlin wurde, hat er es genauso gemacht", erinnerte er sich schmunzelnd. Damals war Schmude schon einmal auf Vogel gefolgt - als letzter Bundesjustizminister der sozialliberalen Koalition. Zuvor war der Jurist von 1978 bis 1981 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft gewesen. SPD-Mitglied seit 1957, ist Jürgen Schmude seit 1985 Präses der Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands - und damit gewissermaßen der evangelische Kollege des sächsischen Wissenschaftsministers Meyer (CDU) vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken.

Nach dem Treffen feierten die Wehner-Freunde gemeinsam auf dem Hof des Bildungswerks in der Kamenzer Straße 12 (Dresden-Neustadt) ein Grillfest. "Unser Geburtstagsgrillfest für Herbert Wehner haben wir zum ersten Mal 1999 gefeiert. Beim dritten Mal können wir schon von einer Tradition sprechen", meinte Geschäftsführer Christoph Meyer. "Eine schöne Tradition", fügte einer der Gäste hinzu.

Freundeskreistreffen und Grillfest bildeten den Abschluß einer zweitägigen Spurensuche zum 95. Geburtstag von Herbert Wehner. Höhepunkte waren der Besuch des SPD-Generalsekretärs Franz Müntefering beim Bildungswerk am Mittwoch, den 11. Juli 2001 sowie die feierliche Benennung eines Platzes in der Innenstadt nach dem 1906 in Dresden geborenen sozialdemokratischen Politiker. Bürgermeister Klaus Deubel (SPD) führte dazu unter anderem aus: "Daß dieser Platz hier im Herzen Dresdens nach Herbert Wehner benannt wird, ist Ausdruck des großen Respektes, den wir vor den Leistungen des Staatsmannes, des Strategen, des immer hilfsbereiten Menschen Herbert Wehner haben."



Den Menschen helfen - die Demokratie stärken

Aufruf des Freundeskreises Herbert-Wehner-Bildungswerk aus Anlaß des 10. Todestages von Herbert Wehner am 19. Januar 2000 in Dresden

Der Todestag Herbert Wehners jährt sich heute zum 10. Mal. Der Freundeskreis des Bildungswerkes, das seinen Namen trägt, ist aus diesem Anlaß in seiner Heimatstadt Dresden zusammengetreten und hat mit Respekt und Dankbarkeit von Neuem die Lebensleistung eines Mannes gewürdigt, der zu den prägenden Persönlichkeiten der deutschen Nachkriegsgeschichte gehört. Zugleich hat er seine Absicht bekräftigt, das Bildungswerk auch weiterhin nach besten Kräften zu fördern.

Herbert Wehner hat zeitlebens in der politischen Bildung ein wesentliches Element für die Bewahrung und den Ausbau der Demokratie gesehen. Er wollte, daß sich möglichst viele Menschen aktiv am politischen Geschehen beteiligen. Und er war seinem Heimatland Sachsen und seiner Heimatstadt gerade auch in den Jahrzehnten der deutschen Teilung besonders verbunden.

Das 1992 gegründete Bildungswerk arbeitet von Dresden aus in ganz Sachsen im Geiste Herbert Wehners. Es tut dies unter Bedingungen, die nach der letzten Landtagswahl schwieriger geworden sind. Gerade deshalb bedarf es verstärkter Anstrengungen. Herbert Wehner wäre der Letzte gewesen, der in einer solchen Situation resigniert hätte.

Deshalb appelliert der Freundeskreis am 10. Todestag seines Namensgebers an alle, die sich Herbert Wehner auch heute noch verbunden fühlen, das Engagement des Freundeskreises für das Bildungswerk zu unterstützen. Das kann durch eine Spende oder durch den Erwerb der Mitgliedschaft, am besten aber durch beides geschehen. Nur so läßt sich das Vermächtnis Herbert Wehners lebendig erhalten.

Dresden, den 19. Januar 2000
Für den Freundeskreis

Dr. Hans-Jochen Vogel
Sprecher des Freundeskreises
Greta Wehner
Ehrenvorsitzende der Neuen Gesellschaft Sachsen e.V.
Dr. Karl-Heinz Kunckel, MdL
stv. Sprecher des Freundeskreises
Hanjo Lucassen, MdL
stv. Sprecher des Freundeskreises